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44 Tage
Verfasser: Stephan R. Meier (2)
Verlag: Penguin (324)
VÖ: 8. März 2021
Genre: Historischer Roman (4897) und Thriller (7059)
Seiten: 464 (Broschierte Version), 359 (Kindle-Version)
Themen: Deutscher Herbst (9), Entführungen (1813), Entscheidungen (1962), Geiseln (90), Geiselnahme (105), Rote Armee Fraktion (40), Siebziger Jahre (165), Terrorismus (412)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Auch heute haben wir uns mal wieder dazu entschlossen, den Einstieg in ein Buch für unser »Projekt 10« gemeinsam zu lesen. Drei unserer Mitarbeiter haben sich die ersten Seiten von Stephan R. Meiers Thriller »44 Tage« vorgenommen, um anschließend abzuwägen, ob man nach deren Lektüre Lust auf das Lesen des kompletten Buchs bekommen haben, oder eben nicht.

Das Buch

Stephan R. Meier ist der Sohn von Richard Meier, der in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre und zu Beginn der Achtziger dem Verfassungsschutz vorstand, also in einer Zeit, in der sich der Nachrichtendienst mit einigen besonders brenzligen Situationen zu beschäftigen hatte. Eine davon wird in »44 Tage« thematisiert. Das Buch ist eine Veröffentlichung des Penguin Verlages. Es ist am 8. März erschienen und hat einen Umfang von 464 Seiten. Man kann es für sechzehn Euro bekommen, die E-Book-Version ist drei Euro günstiger.

Die titelgebenden »44 Tage« umfassen den Zeitraum vom 5. September 1977, dem Tag der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, bis zum 19. Oktober, als dessen Leiche im Kofferraum eines Wagens gefunden wurde. In Meiers Roman heißt der Chef des Verfassungsschutzes Roland Manthey, und nachdem die RAF zugeschlagen hat und fordert, dass ihre im Gefängnis sitzenden Mitglieder gegen die Geisel ausgetauscht werden, muss er die Krisensituation bewältigen. Nachdem die Situation immer mehr eskaliert, wird er zu einer schwerwiegenden Entscheidung gezwungen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt in einem grauen Ford Transit, in dem mitten in der Nacht vier Männer sitzen und mit einer NATO-fähigen Funkanlage belauschen, was sich in einer Justizvollzugsanstalt zuträgt. Augenscheinlich ist es nicht das erste Mal, dass sie hier sitzen, denn sie kennen die Rituale ihrer Zielobjekte schon so gut, dass sie bei jedem kleinen Geräusch sofort wissen, worum es sich handelt. Eine weitere Person stößt zu ihnen, und man erfährt, dass noch etwas geschehen soll, für das es keine Zeugen geben darf.

Schnitt zu einem Kölner Theater: Dort ist gerade eine Nachmittagsveranstaltung zu Ende gegangen. Diese wurde von Walter Buche besorgt, der erster politischer Staatssekretär in Bonn war und von einem Ministerium dazu eingeladen war. Als er zum Ausgang schreitet, merkt er, dass sich in der unmittelbaren Nähe irgendetwas Schlimmes zugetragen haben muss. Kranken- und Polizeiwagen düsen umher, die ganze Situation wirkt unüberschaubar und chaotisch. Offenbar gab es eine Schießerei mit mehreren Toten, und es wurden sogar Maschinengewehre benutzt. Buche stürmt nach Hause, und als er dort ankommt, hält ihm seine verstört wirkende Frau den Telefonhörer entgegen, damit er sofort an den Apparat gehen kann.

Fazit

Bei einem Thriller hat man ja die Erwartungshaltung, dass einem gleich zu Beginn etwas geboten wird, das einen aufhorchen lässt und gleich mal eine gehörige Portion Spannung schafft. Wir hatten den Eindruck, dass die Reihenfolge der ersten beiden Abschnitte dafür vielleicht ein wenig unglücklich gewählt worden ist. So eine Observation dürfte in der Praxis die meiste Zeit ziemlich unspektakulär sein, weil nichts passiert, und auch hier kommt die Überwachung recht unspannend rüber. Da wirkt das Chaos, das inmitten der hektischen Sirenen rund um das Avantgarde-Theater in der Kölner Südstadt entsteht, viel Aufsehen erregender. Hier ist etwas los - nicht umsonst ist der Part mit »Wie im Krieg« überschrieben -, und durch die Figur des Walter Buche bekommt die Situation ein konkretes Gesicht, so dass man sich direkt involviert fühlt. Das dürfte auch der entscheidende Faktor für das Buch sein. Über den Herbst des Jahres 1977 wurde schon sehr viel geschrieben, es gab schon verflixt viele Fernsehdokumentationen, und auch wenn dies alles keine Thriller im eigentlichen Sinne waren, so wirkten sie wegen den beschriebenen Vorfällen fast so. Um bei der Leserschaft trotzdem nochmals Interesse für die Ereignisse zu schaffen, braucht es ein spezielles mitreißendes Element.

So oder so könnte es gute Gründe geben, das komplette Buch zu lesen. So wurde dem Autor beispielsweise bei Amazon in einer Rezension vorgeworfen, er würde mit seinem Werk das Ansehen des Verfassungsschutzes in den Abgrund ziehen. Eine solche Äußerung bringt einem automatisch zu zwei Gedanken: (1) Wie viel hat man in den letzten Jahren verpasst, um die Worte »Ansehen« und »Verfassungsschutz« noch im gleichen Satz unterbringen zu können? Für den Verlust des Ansehens haben dort schließlich einige Leute selbst schon mehr als hinreichend gesorgt. (2) Was könnte einen Rezensenten so wütend auf den Autor machen? Das herauszubekommen, klingt so interessant, dass man den Thriller alleine deswegen schon lesen sollte.

Kurzum: Unsere Mitarbeiter Sebastian Leder und Tom Rietzschel haben sich entschieden, das komplette Buch zu lesen, während unsere Helferin Stephanie Gruber vorerst davon absieht. Eine Rezension des kompletten Buchs werden wir dann in ein paar Tagen parat haben.
– geschrieben am 10. April 2021
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