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KINDLE
 
30 Tage
Verfasser: Oliver Pätzold (4)
Verlag: Books on Demand (3621) und Eigenverlag (19257)
VÖ: 5. März 2021
Genre: Dystopie (687) und Thriller (7015)
Seiten: 424 (Taschenbuch-Version), 492 (Kindle-Version)
Themen: Alpen (216), Menschlichkeit (35), München (363), Radioaktivität (26), Schutz (73), Überleben (223)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Überleben ist nicht immer die beste Option

Während eines heißen Sommers geschieht das Unfassbare: Der schwelende Konflikt mehrerer Supermächte eskaliert, es folgen weltweite nukleare Einschläge.
Für die neunzehnjährige Nina beginnt ein verstörender und unfassbarer Albtraum. Wie viele andere Metropolen wird auch das nahe liegende München ausgelöscht. Völlig überhastet flieht sie zusammen mit ihren beiden Gefährtinnen Julia und Valerie sowie ihrem Freund Sascha nach Süden, dorthin, wo man keine radioaktive Verseuchung vermutet. Doch mit jedem Tag stirbt mit den Bewohnern auch die Menschlichkeit der Überlebenden.
Gibt es in den Alpen wirklich die ersehnte Schutzzone? Und wie viel Zeit bleibt ihr noch in einer grausamen, nuklear verstrahlten Welt, in der Leben kein Gewinn, sondern eine verdammte Strafe ist?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oliver Pätzold für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Oliver Pätzold gibt es auf seiner Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Als würden Steine auf ihr liegen, ließ Nina sich auf die Couch fallen. Sie konnte ihren Blick nicht abwenden, nicht zur Fernbedienung greifen, um diese verstörenden Bilder auszuschalten. Es ging nicht mehr nur um irgendwelche Inseln im Chinesischen Meer, sie selbst waren dabei, die Europäer, und es herrschte wirklich Krieg. Alles zog sich in ihr zusammen, sie fror, hoffte aber gleichzeitig, es würde bei einigen abgeschossenen Flugzeugen und Schiffen bleiben.
     Wieder wurde die Moderatorin eingeblendet, hinter ihr sah man eine Pressekonferenz im Weißen Haus, daneben amerikanische Truppeneinheiten, die wohl per Bus und anderen Transportfahrzeugen zu Kasernen oder Seehäfen gefahren wurden.
     »Hat der Kanzler schon etwas gesagt? Warum machen wir da mit?«
     Julia sagte nichts, auch sie war offenbar von diesen Bildern gefangen. Und als Nina die mögliche Tragweite der Lage klar wurde, fielen ihr die Worte ihres Vaters am Telefon ein.
     Energisch schaltete sie den Fernseher aus. »Lass uns einkaufen. Mein Vater hat gesagt, in München überrennen sie die Läden. Wer weiß, was alles geschieht.«
     »Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein voller Kühlschrank hilft.«
     »Lass es uns trotzdem tun.«
     Gerade, als sie die Wohnung verlassen wollten, kam Valerie die Treppe hochgelaufen. Deutlich schockiert erzählte sie, dass sie und Tim bereits seit Stunden fernsahen. »Aber jetzt wollte ich euch sehen.«
     »Perfekt«, versuchte Nina, ihre Freundinnen aufzurütteln. »Du hast einen Lappen und das Auto dazu.«
     Schon am Geldautomaten standen sie in einer ungewohnt langen Schlange. Die Menschen unterhielten sich über die neueste Entwicklung, ein Mann schimpfte, weil die Deutschen die Amerikaner unterstützten, ein anderer war sich sicher, dass China in Sachen Sturheit nicht hinter der USA anzusiedeln sei. Nina wollte dies alles nicht hören, noch immer rebellierte ihr Magen, dann dachte sie kurz an Vater, den sie am liebsten gegen seinen Willen ins Krankenhaus fahren würde.
     Endlich konnten sie Geld abheben und fuhren zum nächsten Discounter. Zu ihrem Entsetzen war der Parkplatz rappelvoll, als fänden heute Abend Weihnachten und Silvester gleichzeitig statt. Menschenmengen kamen ihnen mit Kisten und Tüten bepackt entgegen, einer von ihnen trug sogar einige Motorölflaschen mit sich, eine Frau rangierte acht Wasserkästen in zwei Einkaufswagen zu ihrem Auto.
     Im Gebäude herrschte das pure Chaos. Wie angewurzelt blieb Nina stehen und starrte auf die völlig überfüllten Gänge, während sich immer neue Kunden an ihr vorbeidrängelten. Überall eine unbeschreibliche Hektik. Die Leute rissen die Packungen aus den Regalen, schmissen und stopften sie in die Einkaufswagen, als sei es der letzte geschäftsoffene Tag für alle Zeit. Zuerst versuchten die drei, ruhig zu bleiben, doch um die Dinge zu ergattern, die sie sich wünschten oder wirklich benötigten, mussten sie sich wohl oder übel körperlich durchsetzen. Einige wenige hörten über ihr Handy Radio, drei Männer unterhielten sich vor der Wurst- und Fleischtheke über die neuesten Entwicklungen, Nina achtete nicht darauf, sie wollte nur, so schnell es ging, aus diesem Laden herauskommen. Die Luft stand, sie schwitzte, manche Kunden stanken, als hätten sie seit Tagen nicht geduscht, die Klimaanlage konnte diesem Ansturm und der Hitze fast nichts entgegensetzen.
     Plötzlich brach eine noch größere Unruhe aus. Ein Mann rief etwas, ein weiterer im Nebengang auch. Während einige völlig entsetzt um sich sahen, weinte eine Frau unkontrolliert los. Die meisten starrten auf ihre Handys und schüttelten ungläubig die Köpfe. Erschrocken sah Nina zu Julia und Valerie. Was zum Teufel war passiert?
     »Was ist denn?«, fragte Valerie schließlich einen Mann, der wie erstarrt neben seinem Einkaufswagen stand und seinem Handy zuhörte.
     »Die Chinesen haben Nuklearwaffen eingesetzt. Irgendwo Richtung Japan.«
     »Was?« Nina schnappte nach Luft. Das konnte nicht sein, sicher eine Falschmeldung. »Eine Atombombe?«
     Der Mann antwortete nicht, sondern starrte nur auf den Boden, das Handy am Ohr, als sei er in Trance. Und als Nina zu den anderen Menschen sah, blickte sie in ängstliche und irritierte Gesichter, alles drängte zu den Kassen.
     »Los!«, rief Valerie schließlich. »Holen wir unsere Sachen und dann nach Hause. Ich muss meine Eltern anrufen.«
     Nina und Julia wollten dies auch, warfen schnell noch ein paar Dinge in ihren Wagen und stellten sich an. Die Schlangen reichten durch mehr als den halben Discounter, einige versuchten, sich vorzudrängeln, es wurde geschimpft und geschoben. In der Nachbarschlange stießen sich zwei Männer gegenseitig zu Boden, während eine Frau einen fremden Einkaufswagen energisch zur Seite schob. Er knallte gegen einen Sonderstand mit Überraschungseiern, die sich polternd über den Boden ergossen.
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