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KINDLE
 
Tatzenfreu(n)de
Verfasser: Julia Salenz (1)
Verlag: Books on Demand (4139)
VÖ: 2. Februar 2021
Genre: Kinderbuch (6039)
Seiten: 96 (Taschenbuch-Version), 158 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 74 (Kindle-Version)
Themen: Abenteuer (157), Freundschaft (2417), Katzen (745), Tiere (800)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Liebevoll beschriebene Geschichten rund um das liebste Haustier und Lesespaß für die ganze Familie.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Julia Salenz für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Im Laufe der Zeit kamen noch viele streichelnde Hände dazu, sodass Tinka und ihre Welpen den Hof nicht mehr verließen.
     Allerdings schaute von Zeit zu Zeit Humpelkater vorbei, der aufgrund seines Handicaps einer steifen Pfote, welche er sich bei einem Unfall zugezogen hatte, manchmal etwas launisch war. Oftmals spielte er Verstecken mit den kleinen Katzen und sie liebten es, wenn er sie in ihrem vermeintlich sicheren Versteck aufspürte. Mit eng nach hinten anliegenden Ohren sausten sie dann flach geduckt an dem großen stattlichen Kater vorbei, dabei noch schnell ein paar Haken schlagend, um erst bei der nächsten Abbiegung zurückzuschauen, ob der etwas träge Kater die Verfolgung aufgenommen hatte. Meist war er dann nicht mehr zu sehen, denn Humpelkater war schlau: Er kannte den Reiterhof seit Jahren und jedes Loch und jede noch so kleine Abkürzung nutzte er zu seinem Vorteil. Was waren der Schrecken und das Gekreische groß, wenn er wie durch Zauberhand auf einmal wieder vor den jungen Kätzchen auftauchte, gerade als sie meinten im neuen Versteck angekommen ein wenig von dem vorherigen Spurt verschnaufen zu können.
     Nelly hatte etwas Angst vor Humpelkater und war froh, wenn dieser nicht sie, sondern ihre Brüder verfolgte.
     Auch heute sahen sie das graubraun getigerte Fell schon von weitem. Bevor die drei Geschwister allerdings Humpelkater sahen, hörten sie ihn bereits seine grummeligen Selbstgespräche führen: „Murr, mau, mauh, murr“, brabbelte er vor sich hin.
     „Oh je, Humpelkater hat heute wieder schlechte Laune! Nichts wie weg!“ Ehe sich Nelly versehen konnte, waren ihre beiden Brüder auch schon verschwunden.
     In der Tat: Der Kater war übel gelaunt. Als er heute Morgen seinen Napf besucht hatte, um zu frühstücken, war dieser bis auf ein paar winzige Krümel leer gewesen. Da hatte der freche Igel doch schon wieder sein Futter geklaut.
     Außerdem schmerzte Humpelkater durch die ungleichmäßige Fortbewegung mit der steifen Pfote manchmal der leicht gekrümmte Rücken - so auch heute. Der Tag hatte schlecht begonnen und die drei vorwitzigen Racker, gerade einmal vier Monate alt, sollten ihm jetzt bloß nicht auf der Nase rumtanzen.
     Nelly schaute sich ratlos um, wo sollte sie bloß hin? Aus den Augenwinkeln sah sie gerade noch Max und Shorty zurück zum Pferdestall rasen und durch das kleine Loch in der Tür, das extra für die Katzen eingesägt worden war, verschwinden.

Zu spät, durchfuhr es Nelly. Der griesgrämige Kater hatte sie schon erspäht und verharrte regungslos, das Zucken der weißen Schwanzspitze verriet sein Missbehagen und Nelly ahnte nichts Gutes.
     Sie hielt die Luft an, aus Angst, ihr Atem könnte sie verraten und zog es vor, langsam im Rückwärtsgang, vorsichtig, ganz vorsichtig - eine Pfote nach der anderen - fast schon im Schneckentempo nach hinten aus der Richtung, aus der sie eben noch gekommen war, davonzuschleichen, um sich dann plötzlich und ohne Vorwarnung umzudrehen und mit großen Sprüngen dem naheliegenden Feld entgegenzulaufen. Hier hoffte sie, sich im Dickicht des Feldrandes verstecken zu können.
     Doch heute war alles anders. Humpelkater rannte Nelly so schnell, wie sie ihn noch nie erlebt hatte hinterher - die Ohren dicht am Kopf anliegend. Seiner Kehle entwich ein fürchterliches Fauchen. Nelly lief so schnell sie konnte, weiter, immer weiter durch das Feld, welches sie inzwischen schon lange erreicht und in dem sie zwischendurch sogar schon die Richtung gewechselt hatte.
     Humpelkater war ihr immer noch auf den Fersen, sie spürte es genau, hörte sein drohendes Grollen und wagte es somit nicht, auch nur eine Sekunde anzuhalten.
     Endlich, nach endlosen erscheinenden Minuten, ihre Beine waren nach der Anstrengung schon ganz lahm, Dreck und Staub hatten sich auf ihrem Gesicht verteilt und im Fell haftete die eine und andere kleine Klette, wagte sie, das Tempo zu verringern und einen Blick zurück zu werfen. Humpelkater war nicht mehr zu sehen.
     Puh, Nelly erreichte eine kleine Wiese und ließ sich dort erschöpft, aber erleichtert durchatmend nieder. Das war knapp. Ich bleibe jetzt besser erstmal eine Weile hier und warte ab, bis ich sicher bin, damit Humpelkater mir nicht mehr begegnen kann, ehe ich mich auf den Rückweg mache, dachte sie noch.

Soweit reichte ihre Erinnerung und nachdem sich Nelly genüsslich gestreckt hatte benötigte sie noch ein wenig Zeit, um richtig wach zu werden. Sie sah freudig dem Schmetterling und den Hummeln nach, als ein Knacken sie erschreckt aufhorchen ließ. Die Erlebnisse des Morgens kamen ihr ins Gedächtnis.
     Ich muss hier weg, dachte sie und machte sich auf in die Richtung, aus der sie vermeintlich gekommen war.
     Komisch, die großen alten Bäume waren ihr auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen. Die kleine Katze war sich aber trotzdem sicher, dass sie dieses Gebüsch mit den weißen Blüten bei der Flucht vor Humpelkater gekreuzt hatte.
     Sie trabte frohen Mutes los, denn Nelly überkam plötzlich eine tiefe Sehnsucht nach ihren Geschwistern Max und Shorty.
     Nach einiger Zeit blieb sie verwirrt stehen. Hier kam ihr alles unbekannt vor und es roch auch völlig fremd. Die Geräusche klangen ebenfalls anders, kein vertrautes Wiehern der Pferde, keine Kinderstimmen und auch kein tuckerndes Motoren-geräusch des Treckers waren zu hören. Nelly hatte sich auf dem Weg zurück zum Pferdestall verirrt.
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