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KINDLE
 
Tatzenfreu(n)de
Verfasser: Julia Salenz (1)
Verlag: Books on Demand (3608)
VÖ: 2. Februar 2021
Genre: Kinderbuch (5281)
Seiten: 96 (Taschenbuch-Version), 74 (Kindle-Version)
Themen: Abenteuer (141), Freundschaft (2180), Katzen (665), Tiere (696)
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Liebevoll beschriebene Geschichten rund um das liebste Haustier und Lesespaß für die ganze Familie.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Julia Salenz für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

E I N S


„Miau, miaauuu. Hallooo, hört mich denn keiner?!“
     Das Maunzen wurde immer kläglicher, bis es von einem Scharren und Schnaufen abgelöst wurde. Stinker tat alles, was in ihrer Macht stand, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Krallen ihrer weißen Pfoten kratzten wild und unaufhörlich über den kalten nackten Betonboden. Das kleine rosafarbene Schnäuzchen presste sich fest gegen den harten Widerstand, der sich ihr in den Weg stellte.
     Sie war sich so sicher, dass sie aus dieser Richtung gekommen ist!
     Stinker nahm ihren eigenen Duft, den ihre kleinen Pfötchen hinterlassen hatten, noch deutlich wahr. Aber vergeblich, an dieser Stelle gab es keinen Weg mehr hinaus. Die kleine Katze wurde schlagartig sehr traurig, als ihr dies bewusst wurde. Um sie herum herrschte gespenstige Dunkelheit und sie verstand die Welt nicht mehr. Wo war die Sonne geblieben, die sonst ihr schwarzes Fell wärmte und sie blinzeln ließ?
     Stinker erinnerte sich nur noch an diesen herrlichen Geruch, der sie von ihrem Zuhause weg, einmal direkt über die Straße geführt hatte. Sie folgte ihm, diesem verführerischen Duft, die Nase dicht am Boden und vergaß dabei alles um sich herum. Vor allem dachte sie in diesem Moment nicht an Socke, diesen naseweisen Kater, der vor wenigen Wochen ungefragt in ihr Zuhause eingezogen war und sie bisher nur genervt hatte. Ewig wollte er spielen oder sie ausgiebig beschnüffeln. Und wenn sie gerade herrlich träumte, tobte er quiekend um sie herum, sodass einer zierlichen Katze wie ihr Angst und Bange wurde. Da galt es nur noch, die Flucht auf den nächst-gelegenen Schrank anzutreten, um bei der ungestümen Jagd von Socke auf unsichtbare Mäuse nicht wie ein Brummkreisel über den Boden zu trudeln. Seinetwegen trug sie auch diesen blöden großen rosafarbenen Verband an der Schwanzspitze.
     Natürlich liebte Stinker es ebenfalls Mäuse zu jagen - sichtbare und unsichtbare - aber sie, die weitaus erfahrenere Jägerin, wusste natürlich, dass Gepolter und Gequieke sogar die taubste Maus verschrecken würde.
     Wenn Stinker auf Mäusejagd ging, benahm sie sich geduldig und still. Auf lautlosen Sohlen näherte sie sich in Zeitlupentempo, ganz vorsichtig, eine Pfote vor der anderen, auch dem leisesten Rascheln. Dabei versuchte sie selbst, ja kein Geräusch zu verursachen, nur ihr Schwanz zuckte leicht vor Anspannung. Plötzlich und ganz unvermittelt setzte sie dann zu einem gezielten Sprung an, ihr Rücken formte sich dabei zu einem halbrunden Buckel, um auf der vermeintlichen Maus zu landen. Manchmal klappte es, oftmals nicht. Stinker machte das nichts aus und sie startete, wenn ihr gerade danach war, einen neuen Versuch.

Doch all das schien gerade weit weg. Mit kleinen trippelnden Schritten hatte Stinker nach der ausgiebigen Mittagsruhe, die sie täglich in einem Körbchen liegend auf dem Regal verbrachte, die Straße überquert, glücklicherweise nur eine wenig befahrene Sackgasse. Stinker war ursprünglich etwas wütend auf ihren Lieblingsmenschen gewesen.
     „Stinkie, so geht das nicht, sieh doch was Du angerichtet hast. Ich muss arbeiten und jetzt habe ich erneut diese Fehlermeldung auf dem Bildschirm“, hörte sie noch die Worte im Ohr, als Frauchen plötzlich mit einer Tasse Tee aus der Küche kommend vor dem Schreibtisch gestanden hatte. Energisch war Stinker von der Tastatur des Computers, auf der sie so gerne saß, um ihren Kopf am Bildschirm zu reiben, heruntergehoben und nach draußen vor die Tür gesetzt worden.
     „Schau mal, wie schön die Sonne scheint und Socke ist auch schon draußen“, lautete die eindeutige Ansage, jetzt bloß nicht weiter zu stören.
     Pah, der, dachte Stinker verächtlich. Socke soll mich bloß in Ruhe lassen! Mein Schwanz tut mir immer noch weh!
     Noch unentschlossen hatte sie deshalb auf der Terrasse gesessen, als von weitem dieser fremde, aber doch interessante Geruch an ihre Nase drang. Die Schmerzen in der Schwanzspitze und den Ärger über den Lieblingsmenschen vergaß sie in diesem Moment völlig.
     Urplötzlich hatte sich ein wenig Aufregung in ihr breit-gemacht, ein wohliges Gefühl der Neugierde und pure Lebensfreude war in sie hineingeströmt. Ihre rosafarben umwickelte Schwanzspitze bewegte sich am leicht nach unten gebogenen Schwanz aufgeregt hin- und her, als sie durch den Garten lief: Zuerst an dem kleinen Teich vorbei, die Gold-fische, die bei dem Anblick des Schattens der kleinen Katze schnell in die Tiefe huschten, beachtete sie nicht. Dann übersprang sie zunächst die niedrige Buchsbaumhecke, bevor sie vorsichtig die gepflasterte Straße überquerte. Auch hier bemerkte sie nicht, dass sie aus dem gegenüberliegenden Gebüsch heraus beobachtet wurde.
     Der Duft, der sie angelockt hatte, zog sich weiter, immer weiter. Vorbei an einem riesigen Tisch, auf dem allerlei Zeugs stand und von dem es plötzlich etwas müffelte. Stinker stoppte kurz, hob den Kopf und schüttelte sich angewidert. „Pfui, woher kommt denn dieser widerliche Geruch?“, murmelte sie vor sich hin.
     Eilig war sie - mit ihren kurzen Beinen einen kleinen Bogen schlagend - vorbei an vier großen Rädern getippelt und hatte die wohlduftende Fährte wieder aufgenommen. Mit jedem Schritt wurde es dunkler um sie herum und ihr Herz schlug dann doch etwas schneller.
     „Nur noch ein kleines Stückchen“, beruhigte sie sich selbst. „Nur mal kurz gucken, was hier so herrlich riecht, dann kehre ich wieder um.“
     Plötzlich war da dieses dumpfe Geräusch gewesen, ein schepperndes Grollen und schließlich ein quietschendes Poltern. Stinker erschrak und da sie nicht zur Heldin geboren war, schlüpfte sie mit zwei großen Sprüngen unter ein Regal, das gleich neben ihr mit bedenklich vielen Sachen bis unter die Decke vollgestopft stand. Die Sonne verschwand innerhalb von Sekunden und als es völlig dunkel um sie herum wurde, herrschte nur noch diese unheimliche Stille.
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