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Die anderen Anderen 9 - Nachtgeheimnis
Verfasser: Melissa Ratsch (18)
Verlag: Eigenverlag (19257)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Fantasy (13173) und Romantische Literatur (23104)
Seiten: 328 (Taschenbuch-Version), 288 (Kindle-Version)
Themen: Gargoyles (36), Geheimnisse (4570), Nachbarn (885), Restaurants (393), Visionen (229)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Die anderen Anderen (10)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Was hat das Leben für einen Sinn, wenn man nicht mehr schön ist?

Noel Dupont kann hübsche, eingebildete Frauen nicht leiden.
Doch ausgerechnet so eine wohnt nun im selben Haus wie er und über der Bar, in der er arbeitet. Loana heißt sie und gehört seiner Meinung nach auf den Laufsteg statt in einen irischen Pub. Gegen seinen Willen ist er von ihr fasziniert, denn jeden Nachmittag kommt Loana in den Pub und scheint auf jemanden zu warten. Nur auf wen?
Während zwischen den beiden sprichwörtlich die Funken fliegen, bemerkt Loana nicht, dass Alii’s Feind ihr dicht auf der Spur ist. Kann sie den Gargoyle rechtzeitig finden, den ihre Visionen ihr gezeigt haben?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Erleichtert atmete Loana aus und sah wieder zu dem Mann neben den nun friedlich glimmenden Kohlen. „Warum musst du dich so unmöglich ihr gegenüber benehmen?“
     „Ich?“, fragte Dastan und legte sich eine Hand auf die breite Brust, als wäre er getroffen worden. „Wer sagt denn, dass ich angefangen habe? Ich könnte genauso gut das Opfer sein.“
     „Nein“, erwiderte Loana entschieden, aber mit einem Lächeln. „Es heißt zwar, im Zweifel immer für den Angeklagten, aber ich habe keine Zweifel. Du machst das absichtlich.“
     „Warum sollte ich?“
     „Keine Ahnung. Vielleicht, weil es dir gefällt, Reika auf die Palme zu bringen?“
     Der Ifrit zog ein düsteres Gesicht und brummte: „Das ist doch lächerlich.“
     Loana zuckte nur mit den Schultern, während ihr Lächeln noch ein wenig breiter wurde. Dastan, der das gesehen hatte, schnaubte. Doch kurz darauf wurde der Ausdruck in seinen ungewöhnlichen Augen schelmisch, schmeichelnd, ehe er fragte: „Hab ich dir schon gesagt, wie schön du heute Abend bist?“
     „Bemüh dich nicht“, erwiderte Loana. Sie zwang sich, ihr Lächeln beizubehalten, doch in ihrer Brust wurde alles zu Eis. Nicht, weil ihr Dastans Flirtversuche unangenehm waren. Der Ifrit war ein Spieler in dieser Hinsicht, charmant und gewitzt, aber niemals aufdringlich. Es war nicht das erste Mal und würde auch sicher nicht das letzte Mal sein, dass er ihr oder den anderen Frauen auf dem Anwesen ein solches Kompliment machte.
     Nein, Loanas Blut gefror aus einem ganz anderen Grund.
     Es erstarrte bei dem Gedanken daran, dass sie irgendwann einen Sonnenaufgang wie den jetzigen fürchten würde. Nicht an diesem Abend, nicht im nächsten Monat und wahrscheinlich nicht einmal in den nächsten Jahrzehnten. Dennoch würde die erste Nacht kommen, in der sie nicht mehr makellos sein würde, sondern unaussprechlich hässlich.
     Denn ihre Cousine Nika erwartete ein Kind. Sie war im vierten Monat, bald schon würde man die Wölbung ihres Bauches sehen. Da es nie, niemals in ihrer Familiengeschichte, mehr als dreizehn lebende Lacroix-Frauen gegeben hatte, ließ Nikas Schwangerschaft nur einen Schluss zu: Noch vor der Geburt würde ein Mitglied von Loanas Familie sterben.
     Keine von ihnen wusste, wen es treffen würde. Das Schicksal und die Zukunft versperrten sich jedem einzelnen ihrer Versuche, diese Frage zu beantworten. Auch diejenigen von Alii, die mit Magie umzugehen wussten, konnten keine Antwort finden.
     Andererseits, was würde es nützen zu wissen, wer von ihnen gehen würde? Das Schicksal würde sich nicht ändern lassen. Dennoch zerfraß die Ungewissheit jede einzelne Lacroix. Hinzu kam die Angst, dass es eine der erwachten Korriganen sein würde, die sterben musste.
     Wenn eine aktive Korrigan starb, eine der neun unter ihnen, die schon die volle Bürde ihres Erbes trugen, dann würde eine der noch rein menschlichen Lacroix-Frauen nachfolgen. Besonders bitter, da es in diesem Fall Nika treffen würde, denn der Fluch der Erwachung traf immer die älteste der noch inaktiven Korriganen. Ein Los, welches das ohnehin schwere Schicksal von Loanas Tante noch unerträglicher machte.
     „Stimmt etwas nicht?“, fragte Dastan und holte sie aus der Düsternis ihrer Gedanken. Mit großen Augen sah sie den Ifrit an, rang nach Worten. Zu ihrem Glück näherten sich aufgeregte Stimmen und kündigten die Ankunft der Pixies an.
     „Alles in Ordnung“, log Loana. Sie drehte sich um, schnappte sich ein Glas Champagner von einem der Tische und stellte sich zu den anderen, um die Pixies willkommen heißen wollten.
     Genug, dachte Loana und atmete tief durch. Heute war ein fröhlicher Tag. Ein Tag zum Feiern, zum Lachen und ein Tag, der mit Freunden und Familie genossen werden sollte. Es war kein Tag, der von den dunklen Schatten der Zukunft beschmutzt werden durfte.
     Also schob Loana ihre Ängste und Sorgen ganz weit in den Hintergrund, vergrub sie wieder in den Tiefen ihrer Seele, und stimmte in das ‚Happy Birthday‘ ein, als Moira und die anderen um das Gebäude bogen.
     Denn es war alles, was sie im Moment tun konnte.
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