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Die anderen Anderen 9 - Nachtgeheimnis
Verfasser: Melissa Ratsch (18)
Verlag: Eigenverlag (19252)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Fantasy (13170) und Romantische Literatur (23102)
Seiten: 328 (Taschenbuch-Version), 288 (Kindle-Version)
Themen: Gargoyles (36), Geheimnisse (4570), Nachbarn (885), Restaurants (393), Visionen (229)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Die anderen Anderen (10)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Was hat das Leben für einen Sinn, wenn man nicht mehr schön ist?

Noel Dupont kann hübsche, eingebildete Frauen nicht leiden.
Doch ausgerechnet so eine wohnt nun im selben Haus wie er und über der Bar, in der er arbeitet. Loana heißt sie und gehört seiner Meinung nach auf den Laufsteg statt in einen irischen Pub. Gegen seinen Willen ist er von ihr fasziniert, denn jeden Nachmittag kommt Loana in den Pub und scheint auf jemanden zu warten. Nur auf wen?
Während zwischen den beiden sprichwörtlich die Funken fliegen, bemerkt Loana nicht, dass Alii’s Feind ihr dicht auf der Spur ist. Kann sie den Gargoyle rechtzeitig finden, den ihre Visionen ihr gezeigt haben?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Melissa Ratsch für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Melissa Ratsch gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Lediglich Yue, deren Naturell mit Eis und Schnee verbunden war, freute sich auf die kühleren Jahreszeiten. Was allerdings niemanden bei Alii verwunderte.
     Loana lächelte vor sich hin, als sie ihr Zimmer verließ. Sie hatte sich ein letztes Mal frisch gemacht und flache Sandalen angezogen, denen das Gras nichts anhaben konnte. Zurück in der Küche fand sie etwas vor, das man am besten mit koordiniertem Chaos beschreiben konnte.
     „Ah, du kommst genau richtig!“, rief Marleen und winkte sie zu sich her. Die Sirene stand neben dem großen Kachelofen. Loana schob sich zwischen Samir und Lír hindurch, die mit Getränkekisten beladen zum Hinterausgang strebten.
     „Was brauchst du von mir?“, fragte Loana, nachdem sie bei der anderen Frau angekommen war.
     „Du musst als Puffer dienen“, erwiderte Marleen. „Andernfalls steht uns eine Katastrophe bevor.“
     „Ist das nicht ein bisschen theatralisch?“
     Marleen hob eine dunkle Augenbraue und fragte: „Sagst du das auch noch, wenn ich dir erzähle, dass ein bestimmter Ifrit und eine Kitsune sich schon seit fünf Minuten lautstark im Garten streiten?“
     „Oh nein“, murmelte Loana und ihre Erheiterung verflog. Wenn Dastan und Reika sich stritten, war eine kleine bis mittlere Katastrophe vorprogrammiert.
     „Oh doch“, schnaubte Marleen. „Ich hätte Dastan schon längst gezwungen, die Klappe zu halten, aber ich habe Lír versprochen, dass ich mich heute benehme. Der Teufel weiß, warum ich mich dazu habe überreden lassen.“
     „Wahrscheinlich, weil du ihn liebst“, erwiderte Loana.
     Die Sirene seufzte und nickte anschließend. „Da hast du wohl recht. Da ich also nicht den Sirenengesang einsetzen darf, musst du irgendwie dafür sorgen, dass die beiden sich nicht an die Gurgel gehen. Oder das ganze Haus in Brand stecken.“
     „Ich verstehe. Wo sind die Streithähne?“
     „Draußen und kümmern sich um die Glut im Grill.“ Marleen schüttelte den Kopf und brummte: „Es ist, als würde man zwei Feuerteufel auf ein Pulverfass aufpassen lassen.“
     Bei diesen Worten machte sich ein mulmiges Gefühl in Loana breit, denn Marleen hatte recht: Es war eine gefährliche Kombination, die beiden feueraffinen Alii-Mitglieder so nah an Kohle und Grillanzünder zu lassen.
     „Ich mach mich auf den Weg“, sagte Loana und drehte auf dem Absatz um.
     „Viel Glück!“, rief Marleen ihr hinterher. Loana schätzte, dass sie das gebrauchen konnte.
     Sie hatte kaum die ersten Meter auf dem Kiesweg zurückgelegt, als sie schon das Gezeter der beiden hören konnte. Kurz darauf blieb Loana mitten auf der Wiese hinter dem Haupthaus stehen und sah zum Grill hinüber. Das Bedürfnis, sich zu bekreuzigen, überkam sie, obwohl sie nicht gläubig war.
     Denn wenn es je etwas oder jemanden wie den Teufel geben sollte, inklusive Höllenfeuer, dann sah Loana hier eine Inkarnation davon: Flammen und Glutfunken stoben hoch in den Abendhimmel, wirbelten und kreisten um zwei Gestalten, die sich davon nicht beeindrucken ließen.
     Stattdessen waren sie in einen heftigen Streit verwickelt. Die Kitsune, die dem Ifrit gerade bis zur Brust reichte, zeterte und hatte so einen wilden Ausdruck auf dem Gesicht, als würde sie jeden Moment die Krallen ausfahren und Dastan damit die Augen auskratzen.
     Mehrere andere Alii-Mitglieder tummelten sich auf dem kleinen Festplatz und zwischen den Tischen, aber Loanas Augen blieben nur an einer Frau hängen, die mit einem Müllsack direkt auf sie zukam.
     „Kaori“, sagte Loana und hielt die Kitsune am Arm fest. „Warum unternimmst du nichts dagegen?“
     Mit einem Kopfnicken deutete Loana in die Richtung der beiden Streithähne. Kaori folgte ihrem Blick, seufzte tief und sagte mit einer gehörigen Portion Resignation: „Weil ich Reikas Cousine bin und damit nicht mehr unparteiisch.“
     Verdammt, dachte Loana und hätte um ein Haar laut geflucht. Das wäre ihr noch vor zwei Jahren nicht passiert und sie wollte es auf den schlechten Einfluss mancher Alii-Mitglieder schieben, aber das wäre gelogen gewesen. Sie war allgemein in letzter Zeit reizbar.
     „Weißt du, um was es dieses Mal geht?“, fragte Loana und ließ die andere Frau los.
     „Keine Ahnung“, seufzte diese. „Aber haben sie je einen Grund gebraucht?“
     „Nein.“
     „Eben“, antwortete Kaori. Sie sah nochmal zu den beiden, dann wieder zu Loana und sagte: „Pass auf, dass du nicht ins Kreuzfeuer gerätst.“
     „Ich gebe mir Mühe“, erwiderte Loana und setzte ihren Weg fort. Sie kam sich vor, als würde sie direkt auf eine tickende Bombe zugehen. Warum hatte Marleen ausgerechnet sie losgeschickt? Das nächste Mal, das schwor sich Loana, würde sie sich weigern. Sollten sich andere die Finger verbrennen, sprichwörtlich.
     Es war lächerlich, wie oft sich Dastan und Reika stritten. Loana hatte die Theorie – die sie mit einigen anderen Alii-Mitgliedern und ihren eigenen Cousinen teilte – dass die beiden nur so aneinander hochgingen, weil sie heimlich aufeinander standen, aber das ließ sie weder Reika noch Dastan wissen. Sie war immerhin eine Hexe, die hatten von Natur aus mehr Respekt vor Feuer als andere Lebewesen.
     Sie suchte noch fieberhaft nach einer Möglichkeit, die beiden zu trennen und dabei selbst nicht angesengt zu werden, als ein Prickeln durch die Luft ging. Erleichtert atmete Loana aus. Das war der perfekte Aufhänger, um die beiden endlich zur Vernunft zu bringen.
     Mit einem Meter Sicherheitsabstand zum Funkenregen blieb sie stehen und sagte laut: „Moira kommt!“
     Sofort richteten sich bronzefarbene und dunkelgrüne Augen auf sie.
     „Du hast recht“, murmelte Reika. Sie räusperte sich, warf Dastan einen letzten, giftigen Blick zu, ehe sie verkündete: „Du entschuldigst mich?“
     „Aber selbstverständlich“, erwiderte Dastan süffisant, deutete eine Verbeugung an und grinste so breit, dass er damit selbst Marleens Haifischgebiss Konkurrenz gemacht hätte. Loana sah genau, dass Reika etwas erwidern wollte, doch statt zu kontern, schnaubte die Kitsune nur, drehte auf dem Absatz um und stampfte davon.
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