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Der Fall des Präsidenten
Verfasser: Marc Elsberg (5)
Verlag: blanvalet (1665)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Thriller (7015)
Seiten: 608 (Gebundene Version), 609 (Kindle-Version)
Themen: Athen (28), Geheimdienste (407), Gericht (50), Juristen (7), Prozess (122), USA (611), US-Präsident (123), Wahlkampf (35), Whistleblower (16)
Charts: Einstieg am 12. März 2021
Höchste Platzierung (1) am 13. April 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 2 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 9)
6 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 9)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Errechnet auf Basis von 147 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Fall des Präsidenten« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (6)     Tags (7)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Dieser Tage sind außergewöhnlich viele neue Bücher erschienen, die einen Blick wert scheinen, und eines davon haben wir uns herausgesucht, um es im Rahmen unseres »Projekts 10« zu thematisieren. Dies bedeutet, dass sich fünf Mitarbeiter unserer Webseite gemeinsam daran gemacht haben, die ersten (rund) zehn Seiten eines Buchs zu lesen, um anschließend zu entscheiden, ob sie anhand dieses Auftakts Lust verspüren würden, das komplette Werk zu schmökern. Getroffen hat es den neuesten Thriller von Marc Elsberg.

Das Buch

Elsberg ist ja bekannt dafür, außergewöhnlich spektakuläre Themen in den Mittelpunkt seiner Bücher zu rücken, bei denen man sich immer wieder fragt, wieso vor ihm noch kein anderer auf die Idee gekommen ist. So auch dieses Mal: Bei ihm wird dieses Mal der ehemalige amerikanische Präsident bei einem Besuch in Griechenland auf Anweisung des Internationalen Strafgerichtshofs verhaftet. Dessen Nachfolger setzt sofort alle Hebel in Bewegung, den Mann wieder freizukommen, pfeift dabei auf alle diplomatischen Gepflogenheiten und schreckt dabei auch nicht vor Erpressungen zurück. Die Juristin Dana Marin, welche am der Festnahme beteiligt ist, steht fortan unter gewaltigem Druck, insbesondere da die amerikanischen Geheimdienste dem Whistleblower im Nacken hängen, mit dessen Aussage alles stehen und fallen würde.

Das Buch wurde am Montag vom blanvalet Verlag veröffentlicht. Obgleich es noch so frisch ist, hat es schon den ersten Troll angelockt, der es bei Amazon herabgevotet hat, obwohl er es nicht gelesen hat, da es angeblich »amerikafeindlich« sei. Angesichts des gewählten Themas müssen Elsberg und der Verlag vermutlich mit dem weiteren Auftauchen solcher Gesellen rechnen. Das Buch ist 608 Seiten stark und kostet 24 Euro, für die Digitalausgabe fallen vier Euro weniger an. Ein 15:42 Stunden langes - ungekürztes - Hörbuch wurde von Dietmar Wunder eingelesen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch lässt seinen Leser gar nicht erst ruhig ankommen, sondern beginnt direkt mit der Verhaftung des einstigen Präsidenten D.T. (Douglas Turner). Dieser ist in Elsbergs Buch dreieinhalb Jahre zuvor abgewählt worden. Nun wird er von griechischen Polizisten umstellt und aufgrund des Vorwurfs, Kriegsverbrechen bewusst veranlasst zu haben, verhaftet. Bei seiner Festnahme präsentiert er sich nicht erschüttert oder demütig, sondern zetert herum wie ein Rohrspatz. Sein Nachfolger (der von der anderen Partei stammt) befindet sich indessen mitten im Wahlkampf und hält gerade eine Rede vor 20.000 Zuschauern, als er von seinen Mitarbeitern dazu gebracht wird, schnell zum Schluss zu kommen und sich mit ihnen zu besprechen. Als Ziel wird ausgegeben, die Sache erst einmal komplett aus den Medien herauszuhalten und den verhafteten Präsidenten binnen weniger Minuten wieder freizubekommen, insbesondere unter Berufung darauf, dass die Vereinigten Staaten keine Prozesse gegen amerikanische Bürger vor dem Internationalen Strafgerichtshof akzeptieren und sich der Insitution daher nie angeschlossen haben. Um Turner freizubekommen, sollen sofort drastische Methoden ausgeschöpft werden: Einreiseverbote für Mitarbeiter des Gerichtshofs und deren Verwandten, für griechische Einwohner, Untersagung des Handels griechischer und europäischer Unternehmen und Banken auf amerikanischem Boden, und so weiter. Die Hoffnung, die Medien außen vor lassen zu können, erledigt sich sofort von selbst: Ein Video der Verhaftung taucht online auf.

Fazit

Bemerkenswert ist zunächst einmal, wie aktuell Elsbergs Buch zu sein scheint. An wen der verhaftete Präsident angelehnt ist, kann man sich vermutlich denken, wenngleich dem orangefarbenen Original ausgerechnet Kriegsverbrechen bei alledem, was er ansonsten angerichtet hat, vermutlich noch am wenigsten vorgeworfen werden können. Dass er nach einer Amtsperiode abgewählt wurde, wurde hier ebenso eingebaut wie ein Hinweis auf die (zum Zeitpunkt der Buchstory abgeklungene) Corona-Pandemie. Allein beim Alter von »Turners« Nachfolger lag Elsberg falsch. Die mutmaßliche eigentliche Protagonistin des Romans (bzw. eine davon), nämlich Dana Marin, spielt bis hierhin noch keine große Rolle, aufgrund der Bedeutsamkeit des Vorgangs, an dem sie beteiligt ist, ist man trotzdem sofort gespannt, was mit ihr wohl alles geschehen wird. Abgesehen von dem eigentlichen Verhaftungsvorgang baut Elsberg von Anfang an ein großes Spannungspotenzial durch die Massivität der sich andeutenden amerikanischen Reaktion auf, denn man kann sofort spüren, dass hier eine Geschichte erzählt wird, in der die ganze Welt in Aufruhr versetzt wird. Etwas, das man von Elsbergs Büchern mehr oder weniger gewohnt ist, und das er fast immer mit Bravour in Szene gesetzt hat. Über allem strahlt aber die eigentliche Buchidee und die Konsequenz, mit der es in der Hinsicht direkt losging. Insgeheim wird sicher schon so mancher darauf gehofft haben, dass ein amerikanischer Präsident vor den Internationalen Gerichtshof gezerrt wird, und jeder davon dürfte sich dafür begeistern, dies mal in Buchform durchgespielt zu sehen. Wir wurden jedenfalls sofort gepackt, so dass sich Lydia Neidhardt, Sebastian Leder, Tino Miccolis, Tom Rietzschel und Yvi Leutbecher allesamt entschlossen haben, das komplette Buch zu lesen. Wir werden also alsbald eine komplette Rezension zur Verfügung haben.
– geschrieben am 3. März 2021
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