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Der Fall des Präsidenten
Verfasser: Marc Elsberg (5)
Verlag: blanvalet (1664)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Thriller (7013)
Seiten: 608 (Gebundene Version), 609 (Kindle-Version)
Themen: Athen (28), Geheimdienste (407), Gericht (50), Juristen (7), Prozess (122), USA (610), US-Präsident (123), Wahlkampf (35), Whistleblower (16)
Charts: Einstieg am 12. März 2021
Höchste Platzierung (1) am 13. April 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 2 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 9)
5 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 9)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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auf Basis von sechs Bloggern
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24mal in den Tagescharts platziert
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Errechnet auf Basis von 134 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Fall des Präsidenten« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (5)     Tags (5)     Cover
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor wenigen Tagen thematisierten wir den Einstieg in Marc Elsbergs neuesten Thriller, der den Titel »Der Fall des Präsidenten« trägt und zum Monatsbeginn im blanvalet Verlag erschienen ist. Was bisher noch fehlte, war unsere Besprechung des gesamten Buchs, und diese wollen wir nun nachschieben. Das Buch hat einen Umfang von 608 Seiten und kann für 24 Euro erworben werden, die E-Book-Ausgabe kostet vier Euro weniger. Dietmar Wunder hat seine thrillererprobte Stimme für ein 15:42 Stunden langes Hörbuch zum Einsatz gebracht.

In der Vergangenheit hat Elsberg der Welt literarisch den Saft abgedreht, Menschen über Datenbrillen manipuliert und Babys gentechnisch optimiert. Dieses Mal hat er sich auch wieder ein Szenario ausgedacht, das die ganze Welt bewegt, denn er lässt den einstigen amerikanischen Präsidenten während eines Athen-Besuchs mit dem Vorwurf, für Kriegsverbrechen verantwortlich zu sein, verhaften. Dies wird insbesondere von einer Frau namens Dana Marin vom internationalen Gerichtshof begleitet. Douglas Turner, so der Name des (mehr oder weniger) fiktiven Präsidenten, landet in einem griechischen Gefängnis und muss sich einem Verfahren stellen, in dem über seine Auslieferung nach Den Haag verhandelt wird. Daraufhin setzen intensive "Schmutzkübelkampagnen" (Elsberg ist halt Österreicher) gegen die integeren Vertreter des Gerichtshofes ein, ein politisches Drohszenario wird aufgebaut, eine (semi-) militärische Spezialeinheit wird in Stellung gebracht, und an der Identifizierung des Whistleblowers wird von amerikanischer Seite auch so intensiv gearbeitet, dass dieser alsbald in große Gefahr gerät. Ob am Ende für Gerechtigkeit gesorgt wird, erzählt Elsberg nun in seinem Thriller.

Würde man das Buch gänzlich isoliert von seiner Wirkung auf den Leser betrachten, dann gäbe es hier durchaus den ein oder anderen kritisch anzumerkenden Punkt. So agieren der amtierende amerikanische Präsident und sein Team beim Versuch, den einst mächtigsten Mann der Welt freizubekommen, derart durchschaubar, als würden sie mit einer bunten Flagge mit der Aufschrifft »Turner ist schuldig, aber wir vertuschen das jetzt« herumwinken. Auch wenn die Menschheit dazu neigt, einen gerne mal eines Besseren zu belehren: So töricht, dass man den Akteuren das so einfach durchgehen lassen würde, dürfte die Mehrheit der Leute eigentlich nicht sein. Auch sind die juristischen Winkelzüge, die vor dem griechischen Gericht versucht werden, nun, sagen wir mal: etwas einfach gestrickt. Allerdings stört das gar nicht sonderlich, wenn man bis zu einem gewissen Grat den erhobenen Zeigefinger senkt, ein Stückchen von der Realität abstrahiert, die eigene Rübe eine Spur herunterschaltet und sich stattdessen von dem, was Elsberg sich da ausgedacht hat, einfach berieseln lässt. Dann erlebt man hier nämlich einen packenden Thriller, der - insbesondere dank der Manipulationen der Gegenseite - schön fies mit seinen Protagonisten umgeht und den Leser mit ihnen leiden lässt, obwohl ihr Blut dazu gar nicht tropfen muss. Die thematisierten Kriegsverbrechen & Co. verfehlen auch dann nicht ihre emotionale Wirkung auf den Leser, wenn man den Rest mit einer gewissen Distanz zur Realität betrachtet. Die Möglichkeiten, die der Stand der Technik zum Lenken der Öffentlichkeit hergibt, wurden hier sehr geschickt zu einem spannenden Szenario zusammengeschmiedet, das trotz seines umfangreichen juristischen Aspekts durchaus actionreich rüberkommt. Insbesondere zum Ende hin eskaliert die Geschichte ziemlich ... genauer gesagt ab einer Wendung, die einen Aspekt beinhaltet, der etwas mit einem Deep Fake zu tun hat und mit dem wir an dieser Stelle überhaupt nicht gerechnet haben. In der Form gelingt dies einem Buch selten. Alles in allem kann man sagen, dass Elsberg auch dieses Mal wieder ein Buch gelungen ist, das der hohen Erwartungshaltung gerecht wird, die man seit seinen ersten Thrillern hat. Wieder ist es ihm geglückt, eine außergewöhnliche Idee auf packende Weise in Szene zu setzen und einen beim Lesen bis zum Ende gut bei der Stange zu halten.
– geschrieben am 9. März 2021 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz