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Klima
Verfasser: David Klass (1)
Verlag: Goldmann (2097)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Thriller (7436)
Seiten: 416 (Broschierte Version), 417 (Kindle-Version)
Original: Out of Time
Themen: Anschläge (631), FBI (612), Klima (27), Suche (1343), Terrorismus (432)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
In den vergangenen Wochen sind auffällig viele Bücher erschienen, die man als »Klima-Thriller« bezeichnen könnte. Drogeriekönig Dirk Roßmann stürmte mit seinem Buch »Der neunte Arm des Oktopus« bis auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste, wir haben hier schon Noah Richters Buch »2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt« und Tom Roths »CO2 - Welt ohne Morgen« besprochen. Die Bücher hatten ihre Höhen und Tiefen, der richtige Aha-Effekt fehlte bisher noch. Wir geben jedoch nicht auf, einen perfekten Klima-Thriller zu finden, und haben mit dem nächsten Werk dieser Sorte weitergemacht. Loslegen wollen wir mit unserem »Projekt 10«, was bedeutet, dass zunächst einige unserer Mitarbeiter den Auftakt gemeinsam angelesen haben, um anschließend zu entscheiden, ob dieser ihnen Lust auf den kompletten Roman macht.

Das Buch

Im Gegensatz zu den erwähnten anderen Büchern entstammt »Klima« nicht der Feder eines deutschsprachigen Autors, sondern eines Mannes, der zuvor diverse Drehbücher für Hollywood erarbeitet hat und an der Filmschule der Columbia University arbeitet. Das Original, das den Titel »Out of Time« trägt, ist ein Dreivierteljahr alt, die deutschsprachige Ausgabe erschien am 1. März dieses Jahres als E-Book. Dieses kostet vorübergehend 4,99 Euro (später doppelt so viel). Seit gestern gibt es nun auch eine Printversion, diese kann man für dreizehn Euro bekommen. Eine elfstündige Hörbuchfassung wurde von Mark Bremer eingelesen.

In Klass' Werk wird ein Klimawandel-Aktivist seit mehreren Monaten vom FBI gejagt, da er mehrere Anschläge durchgeführt hat. Der als »Green Man« bekannte Mann entkommt jedoch jedes Mal spurlos. Obwohl er über Leichen geht, hat er jede Menge Anhänger, und deren Zahl steigt von Anschlag zu Anschlag. Ein junger Datenanalyst vom FBI stellt sich ihm in den Weg, steht aber vor einem möglichen moralischen Dilemma, denn womöglich will der »Green Man« ja wirklich die Welt retten.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Zum Auftakt des Romans begegnet man dem »Green Man« direkt bei der Durchführung eines Anschlages. Sein Ziel ist es, einen Staudamm in die Luft zu jagen, der dafür bekannt ist, dass durch seine Errichtung der Lebensraum von Lachsen zerstört wurde. Der (trotz seines Namens schwarz gekleidete) »Green Man« hat dazu selbst eine Drohne konstruiert, die groß genug ist, um den Sprengsatz unmittelbar an einen kritischen Punkt der Staumauer zu fliegen. Der Anschlag gelingt, der Staudamm bricht. Dabei kommen mehrere Menschen ums Leben. Kollateralschäden, die der »Green Man« gezielt einkalkuliert hat. Ein gewissenloser Irrer ist der Man trotzdem nicht: Man erfährt, dass er in Yale studiert hat, dass er ein Familienvater ist und nicht nur extrem akribisch vorgeht, sondern auch über allerhand wissenschaftliches Fachwissen verfügt. Im nächsten Abschnitt begegnet man dann Tom Smith, seinem mutmaßlichen Gegenspieler. Dieser ist eigentlich ein Nerd, der im Silicon Valley schnell reich werden könnte, er hat sich jedoch trotzdem dazu entschieden, seine Fähigkeiten für das FBI einzusetzen. Mit seinem Vater, der jahrzehntelang Ermittler war und von ganz alter Schule zu sein scheint, streitet er über den Fall. Dem Vater passt die Vorgehensweise des FBI nicht, er scheint seinen Sohn für verweichlicht und unfähig zu halten, und er wirft ihm vor, Sympathien für den Täter zu empfinden (was nicht komplett falsch zu sein scheint).

Fazit

In Noah Richters Buch wollten Klimaaktivisten mit terroristischen Methoden auf Missstände hinweisen und für ein umfassendes Umdenken sorgen. In Tim Roths Buch wollten Klimaaktivisten mit terroristischen Methoden auf Missstände hinweisen und für ein umfassendes Umdenken sorgen. Hier will nun also offenbar ein Klimaaktivist mit terroristischen Methoden auf Missstände hinweisen und für ein umfassendes Umdenken sorgen. Haben sich die Autoren etwa alle miteinander abgesprochen? Und liegt der Gedanke wirklich so nahe, dass Klimaaktivisten gleich mal über Leichen gehen!?

Dass einem der Ansatz nach der vorausgegangenen Lektüre der beiden anderen Thriller so bekannt vorkommt, muss aber nichts schlechtes sein, denn zum einen hatten die beiden anderen Autoren ja noch etwas Luft nach oben gelassen, zum anderen ist es eine interessante Zwickmühle, in welche die Leserschaft gestoßen wird. Denn selbst die engagiertesten Greta-Anhängerinnen und -Anhänger werden nicht damit einverstanden sein, dass über Leichen gegangen wird, werden aber zwangsläufig die Ziele der Thriller-Klimaterroristen für richtig halten. Und nicht wenige werden es inzwischen selbst erlebt haben, dass man mit Demonstrationen und schönen Worten häufig nicht sehr weit kommt und nur drastischere Mittel Wirkung zeigen.

Die beiden Protagonisten, die hier bisher vorgestellt wurden, könnten in Sachen schriftstellerischer Machart nicht unterschiedlicher sein: Der eine weicht komplett vom Standardbild eines Terroristen ab, der andere scheint geradezu holzschnittartig einem typischen aufstrebenden jungen Roman-Ermittler zu entsprechen ... inklusive klischeeüberladenen Vater-Sohn-Konflikt. Dennoch wird es interessant sein, die beiden beim Aufeinanderprallen zu erleben, zumal bereits durchklingt, dass der junge Ermittler durchaus Verständnis für die Ziele des »Green Man« (wenngleich nicht für seine Mittel) hat. Und so holzschnittartig die Herangehensweise des Autors bei ihm auch sein mag, kann man nicht umhin, die Wirkung zu leugnen. Erprobte Methoden sind eben auch deshalb erprobt, weil man festgestellt hat, dass sie beim Leser funktionieren.

Auf jeden Fall stellt sich »Klima« bis hierhin als gelungen dar, und es bestehen zumindest alle Chancen, dass das Buch qualitativ besser abschneidet als die anderen Klima-Thriller, die uns zuletzt in die Finger gekommen sind. Unsere Mitarbeiter Lydia Neidhardt, Patrick Wolff und Yvi Leutbecher haben sich daher entschieden, das Buch zu lesen, so dass wir euch bald eine Rezension bieten können werden. Unser Helfer Sebastian Leder, der das Buch ebenfalls für unser »Projekt 10« angelesen hat, will indessen lieber erstmal noch abwarten.
– geschrieben am 16. März 2021
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