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Klima
Verfasser: David Klass (1)
Verlag: Goldmann (2008)
VÖ: 1. März 2021
Genre: Thriller (7015)
Seiten: 416 (Broschierte Version), 417 (Kindle-Version)
Original: Out of Time
Themen: Anschläge (575), FBI (524), Klima (22), Suche (1205), Terrorismus (411)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Klima« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (6)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (2)     Tags (1)
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor wenigen Tagen thematisierten wir die ersten Seiten des Thrillers »Klima« von David Klass im Rahmen unserer Rubrik »Projekt 10«, was bedeutet, dass mehrere Mitarbeiter von Leserkanone.de die ersten Seiten des Buches gemeinsam angelesen haben. Was noch ausstand, war unsere Meinung zum kompletten Roman, und diese soll nun folgen. »Klima« ist am 1. März dieses Jahres vom Goldmann Verlag veröffentlicht worden und hat einen Umfang von 416 Seiten. Es kostet dreizehn Euro, das E-Book kann man vorerst für 4,99 Euro bekommen. Später wird der Preis des digitalen Werks ansteigen. Mark Bremer hat eine Hörbuchausgabe eingelesen, die rund elf Stunden lang ist.

In Klass' Thriller geht der »Green Man« um, ein Umweltaktivist, der Anschläge auf exponierte institutionelle Umweltsünder durchführt. Dabei geht er mit höchster Präzision vor. Bei seinen Anschlägen zeigt er wenig Skrupel und nimmt auch größeren personellen Schaden in Kauf. Sein Ziel ist es, der Welt deutlich vorzuführen, was der Umwelt angetan wird und für ein Umdenken zu sorgen, damit Mutter Erde noch eine Chance aufs Überleben bleibt. Damit hat er viele Anhänger hinter sich geschart, jedoch auch das Gesetz im Nacken. In Klass' Thriller beobnachtet man nun das Aufeinandertreffen eines innovativen jungen Datenanalysten vom FBI und des Mannes, den viele als Heilsbringer ansehen, andere jedoch als schlimmsten aller Terroristen.

In den vergangenen Wochen haben wir ja nun schon einige Klimathriller gelesen, teilweise sogar mit einigen inhaltlichen Überschneidungen, was den eigentlichen Ansatz zur Storyline angeht. Als vollauf überzeugend empfanden wir keines der Bücher, und leider reiht sich auch Klass' Buch in dieser Hinsicht ein. Insbesondere störten uns einige Aspekte rund um die beiden großen Gegenspieler. FBI-Neuling Tom Smith soll dem Leser als aufstrebender junger Mann mit innovativen neuen Herangehensweisen dargestellt werden, doch das funktioniert einfach nicht. Einige seiner »innovativen« Ideen dürften seit vielen Jahren absolute Standardprozeduren sein, ansonsten würde beim FBI etwas gehörigen schieflaufen. Die anderen Methoden sind genau die Hellseherei, die der Figur zwischenzeitlich belustigt unterstellt wird. Wie seine eigenen Leute mit Tom Smith umgehen, ergibt regelmäßig keinen Sinn. So möchte er selbst neue Befragungsmethoden durchführen, ihm wird jedoch der Mund lange verboten, aber nur, um ihn dazu zu provozieren, sich durchzusetzen, um seine Befragungsmethoden vornehmen zu dürfen. Äh ... wie jetzt? Das wollte er doch sowieso, warum stoppt man ihn also erst? Und solche Spielchen soll das FBI ausgerechnet während der Fahndung nach einem solch gefährlichen Terroristen machen?

A propos Terrorist: Dass der »Green Man« zahlreiche Fehler macht, obwohl er als praktisch fehlerloses Genie hingestellt wird, ist noch halbwegs verschmerzbar. Gäbe es keine Fährten, hätte ein Autor schließlich wenig zu erzählen. Dass aber nicht herausgearbeitet wird, warum in aller Welt der »Green Man« aus Sicht der Bevölkerung »die letzte Chance der Menschheit« sein soll, ist ein unentschuldbarer Fehler. Der »Green Man« weist auf Umweltprobleme hin, die hinlänglich bekannt sind und die von den Verursachern trotzdem nicht ausreichend bekämpft werden. Das tut er durch Anschläge, bei denen er bewusst Kollateralschäden bis hin zu toten unbeteiligten Kindern hinnimmt, und die Welt soll daraufhin allen Ernstes »Na dann, jetzt denken wir alle viel ökologischer und machen alles anders« denken, und die Menschen feiern ihn als den großen Retter und die einzige (!) Chance, die der Welt noch bleibt? Was soll das? Nach dieser verqueren Logik hätten sich die USA nach dem 11. September aus dem Nahen Osten zurückgezogen, und Osama bin Laden wäre ein amerikanischer Volksheld geworden.

Sorry, aber das ist einfach hanebüchen. Das hätte wirklich viel bessere Erklärungen bedurft. Irgendwie hätte man das vielleicht halbwegs gut argumentativ hinbiegen können, aber das ist hier einfach nicht geschehen. Hier wird einfach gesagt: Die Leute sehen den »Green Man« als letzte Chance für den Planeten an, bämm, nehmt es hin, ihr Leser. Tja, und wenn man bereits den Ansatz des Ganzen für fragwürdig hält, dann hat man eben auch keinen Spaß am Rest des Buchs. Zumal es auch dort diverse Kritikpunkte gäbe, insbesondere was die Rolle des Zufalls (Beispielstichwort für alle, die das Buch schon gelesen haben: Wachmann mit fotografischem Gedächtnis) und das Einstreuen von Belanglosigkeiten (Beispielstichwort: Safarihut) angeht. Von daher: Leider wieder kein Klimathriller, der das Prädikat »muss man lesen« verliehen bekommen kann. Ist das denn bei einem derart weltbewegenden Thema wirklich so schwierig?
– geschrieben am 20. März 2021 (2.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz