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Abseits der Zeit
Verfasser: Anna Musewald (3)
Verlag: Inkpot (1)
VÖ: 13. Februar 2021
Genre: Fantasy (13511) und Romantische Literatur (23815)
Seiten: 594 (Taschenbuch-Version), 352 (Kindle-Version)
Themen: Bayern (402), Geheimnisse (4672), Neuschwanstein (9), Schlösser (390)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Auf dem bayerischen Schloss Neuschwanstein lebt die junge Küchenhilfe Emma ein arbeitsreiches, von strengen Regeln bestimmtes Leben. Ein Tag scheint wie der andere. Harte Strafen drohen denjenigen, die sich den Regeln widersetzen. Doch Emma hat ein schreckliches Geheimnis.

Dann kam Paul, der eine unglaubliche Wahrheit offenbarte.

Können sie zusammen den Bann brechen?
Können sie alleine über ihr eigenes Schicksal entscheiden? Oder werden sie für immer Gefangene der Zeit bleiben?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Anna Musewald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Anna Musewald gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Was machen Sie hier? Ich bin sicher, dass dies nicht Ihr Zimmer ist.“
     „Und was interessiert es dich? Sagen wir mal, ich kenne denjenigen sehr gut, der hier lebt“, erwiderte der Mann.
     Ohne auf meine Antwort zu warten, näherte er sich dem Nachttisch und zog mit seiner linken Hand einen kleinen, silbernen, dreiarmigen Kerzenständer heraus. Seine rechte Hand nahm kaum an dem Vorgang teil. Es war bestimmt schwierig wegen ihres elenden Zustands. Die Haut der Hand war an vielen Stellen rau und gerafft, als ob sie verbrannt wäre; die Finger waren ungewöhnlich gekrümmt und konnten sicher nicht fest greifen.
     „Unfall?“, fragte ich und fühlte direkt eine Anspannung im Bauch. Ich bedauerte sofort meine indiskrete Frage.
     Doch er nickte zustimmend. „Erinnerung an das Unglück“, antwortete er, ohne mich anzusehen, mit einem rätselhaften, bitteren Lächeln auf seinen Lippen.
     „Lassen Sie ihn hier“, sagte ich und starrte auf den silbernen Kerzenständer in seiner linken Hand.
     „Vergiss es!“, antwortete er. Sein Blick war wütend. „Hör mit den Befehlen auf und hau ab, wenn du nicht wegen Diebstahls verhaftet werden willst“, fauchte er. „Es ist die Zeit der ersten Kontrolle. Die Wächter werden bald hier vorbeikommen.“
     „Mich? Warum sollten sie mich verhaften?“
     Ich sah den fremden Mann an, der mir Befehle zu geben schien, als hätte ich den größten Spinner der Welt vor mir. Was wohl so ein Mann hier zu suchen hat, dachte ich und betrachtete seine stechenden Augen.
     „Hau doch endlich ab, worauf wartest du noch?“, wiederholte er seine Aufforderung. „Dir zuliebe. Wenn sie mich erwischen, werden sie mich schnell freilassen. Ich habe dir doch gesagt, ich kenne den Zimmerbewohner. Aber du? Wie willst du deine Anwesenheit rechtfertigen?“, fragte er spöttisch.
     Der Gestank kommt von seinen Socken und seiner schmutzigen Kleidung, er braucht auf jeden Fall ein gutes Bad, dachte ich, ohne mich in Richtung Tür zu bewegen. Ich hatte es, trotz seiner Drohungen, nicht vor. Meine Neugier auf den fremden Mann wurde mit jedem Moment größer.
     „Sie müssen den Kerzenständer an Ort und Stelle lassen“, wiederholte ich erneut, verwirrt durch sein unverantwortliches Verhalten.
     „Auf keinen Fall. Geht nicht.“
     „Wieso? Sie brauchen ihn nicht. Ich bin sicher, Sie haben ein Leuchtmittel in Ihrem Zimmer. Nicht wahr?“
     „Ich nehme ihn nicht für mich. Ich kann dir versichern, dass ich einer von denen bin, denen die Dunkelheit besser steht als das Kerzenlicht.“
     Seine Worte verwirrten mich. In seinem Blick war etwas, was mich unruhig werden ließ.
     „Aber warum dann?“, wisperte ich.
     Er zuckte nur verlegen mit den Schultern und versank in Schweigen. Obwohl er mich leicht lächelnd ansah, war mir klar, dass er nicht bereit war mir zu antworten. Sein Schweigen gab mir Zeit, mich zu fassen. Ich warf ihm einen strengen Blick zu und hoffte, dass ich ihm Angst machen und so zwingen würde, den Kerzenständer hier zu lassen.
     „Geben Sie mir einen guten Grund, warum Sie es tun, und ich verspreche zu versuchen Ihnen zu glauben“, sagte ich zu ihm. „Aber ich hoffe, Sie erzählen mir keinen Mist, denn dann werde ich sofort die Wächter rufen.“
     Er seufzte, als hätte ihn meine Beharrlichkeit erschöpft.
     „Du bist so naiv! Wie willst du deine Anwesenheit neben mir erklären? Oder glaubst du, du kannst sie davon überzeugen, dass du hier bist, um die Beute zu beschützen?“
     „Ich werde ihnen die Wahrheit sagen, dass ich vorbeigegangen bin und Sie beim Klauen ertappt habe!“
     „Mach dir keine Illusionen. Sie werden dir nicht glauben.“
     Ich bemerkte, dass sowohl seine Stimme als auch sein Gesicht weicher geworden waren.
     „Vielleicht haben Sie recht, Herr...“, sagte ich.
     „Bastian Schwarz. Und du? Wie ist dein Name?“
     „Emma.“
     „Emma was? Einfach Emma? Ohne Nachname?“
     „Einfach Emma“, wiederholte ich kurz und beeilte mich das Thema zu wechseln. Ich konnte absolut nicht zugeben, dass ich keinen Nachnamen hatte. Und das vor einem Unbekannten! „Lassen Sie den Ständer hier und lassen Sie uns beide verschwinden.“
     Bastian Schwarz nahm wieder seinen steifen Ton an und schüttelte verneinend den Kopf.
     „Ich fürchte derjenige, der darauf wartet, wird wütend sein, wenn ich ihn ihm nicht rechtzeitig liefere.“
     Seine Antwort ließ mich ihn mit offenem Mund anstarren.
     „Worin sind Sie verwickelt? Wer hat Sie dazu beauftragt, ihn zu stehlen?“
     „Sind wir jetzt plötzlich Freunde geworden? Glaubst du, du kannst mich verstehen, wenn du die ganze Geschichte hörst?“
     „Ihre Gedanken sind schmutziger als unser Taubenhaus“, erwiderte ich wütend.
     „Meine Gedanken?“, fragte er sarkastisch. „Du meinst wohl meine Kleider. Macht dir mein Aussehen etwa Angst, weil es nicht zu deiner Welt passt?“
     „Ich versuche Ihnen zu helfen“, sagte ich protestierend.
     „Wie?? Mit Schlägen unter die Gürtellinie?“, höhnte er, indem er mich abschätzend mit seinen kleinen grünen Augen ansah, in denen ich nur Abwertung und Gleichgültigkeit erkennen konnte.
     „Schön, ich hoffe es ist bei Ihnen angekommen, dass ich keine Angst davor habe, mit ähnlichen Schlägen weiterzumachen.“
     „Ich fühle mich von deinem Interesse geschmeichelt. Ein nettes und hübsches Mädchen wie du. Bist du dir sicher, dass du mit jemandem wie mir zu tun haben willst?“
     „Noch nie in meinem Leben war ich mir sicherer. Ich fürchte Sie sind bereit etwas zu tun, was Ihnen überhaupt nicht zugute kommen wird. Was haben Sie zu verlieren?“
     „Ich? Nichts. Aber du wirst mindestens deine Zeit verlieren und vielleicht bekommst du auch noch eine Strafe für deine Abwesenheit aus der Küche.“
     Ich starrte ihn verdutzt an.
     „Dein schwarzes Kleid... Es ist schon von Weitem zu erkennen, dass du in der Küche arbeitest.“
     Die Härte in seinem Gesicht verschwand plötzlich. Ich sah ihn trocken schlucken, als wollte er seine Würde zurückgewinnen. Er runzelte die Stirn.
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