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Iosua - Ein Leben im Schatten
Verfasser: Annemarie Bruhns (1)
Verlag: Eigenverlag (19246) und epubli (1534)
VÖ: 17. Januar 2021
Genre: Gegenwartsliteratur (3250)
Seiten: 159 (Gebundene Version), 224 (Taschenbuch-Version), 181 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 149 (Kindle-Version)
Themen: Anziehungskraft (632), Begegnungen (3044), Berlin (1179), Diebe (470), Doppelleben (167), Migration (38)
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Erklärung der Bewertungssysteme
BUCHVORSTELLUNG - WERBUNG FÜR DAS BUCH:
Was bist du bereit für ein Leben in Freiheit zu riskieren?

Joshua ist ein Krimineller mit Migrationshintergrund. Jedenfalls ist das der Stempel, der ihm aufgedrückt wird. Er selbst hat sich nichts davon ausgesucht. In Berlin geboren und aufgewachsen, versucht er seinen Namen Iosua ebenso wie seine rumänische Herkunft zu verdrängen. Aber sein Vater ist der brutale Kopf einer Diebesbande und Joshua steckt tief in einem Strudel von Unterdrückung und Gewalt. Als Taschendieb trifft er auf Isabelle. Wie ein Hoffnungsschein dringt sie in seine Welt voller Dunkelheit. Er kann ihrer Anziehung nicht widerstehen und erfährt zum ersten Mal Momente des Glücks. Doch sein Doppelleben ist gefährlich und ein erbitterter Kampf für seine Freiheit beginnt.

Gleich zu Beginn führt Annemarie Bruhns den Lesenden mitten in das Geschehen. Der Spazierweg am Ufer der Panke im Norden Berlins wird zum Schauplatz eines Verbrechens. Joshua als Täter scheint klar zu sein, aber die Frage der Schuld ist vielschichtiger. Ist man schuldig, wenn man emotional erpresst wird? Machen die äußeren Umstände ihn zum Opfer? Die Autorin beschreibt den Leidensweg der Protagonisten empfindsam, aber unverblümt - und nimmt den Lesenden mit auf eine gefühlvolle Reise. Die Szenen der Gegenwart werden mit Erinnerungen verflochten, um die intensive Zeit von Joshua und Isabelle hautnah zu erleben. Wie ein eng geschnürtes Korsett nimmt das soziale Umfeld die Luft zum Atmen und erschwert den Kampf für eine selbstbestimmte Zukunft. Der sozialkritische Gegenwartsroman regt an, über den äußeren Druck der Gesellschaft und kulturelle Vorurteile nachzudenken.

Über die Autorin
Annemarie Bruhns ist Jahrgang 1985 und lebt in Brandenburg. Dank Selfpublishing erfüllt sie sich den Wunsch, ihren Debütroman IOSUA selbst zu veröffentlichen. Am Schreiben fasziniert sie die Erschaffung von Romanfiguren mit ihren ganz eigenen Gefühlen, Träumen und Zweifeln. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, die Charaktere für die Leserinnen und Leser zum Leben zu erwecken.

Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Annemarie Bruhns für die Einsendung dieser Buchvorstellung! Mehr zu Annemarie Bruhns gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 2. April 2021 um 14:49 Uhr (Schulnote 1):
» Die Geschichte von Iosua hat mich so berührt, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal durchschnaufen musste. Das Cover an sich drückt schon die Schwere der Geschichte aus, passt aber genau deshalb so gut zum Inhalt und der Klappentext lässt nichts Gutes erahnen. In einem sehr empatischen Schreibstil beschreibt die Autorin die Protagonisten, vor allem Iosua und Isabelle, als wäre sie selbst Teil der Geschichte gewesen. Hart und schonungslos wird hier über ein Leben im Schatten geschrieben, ein Leben aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Ich konnte das Leid spüren und war beschämt über Iosuas Bescheidenheit, sein Glück schon darin zu sehen, einfach nur ein mal kurz daran schnuppern zu dürfen.
Ich selbst durfte während meiner Tätigkeit als Pädagogin in dieses Millieu blicken und weiß, wie erschreckend authentisch diese Geschichte ist.
Ich hätte gerne noch länger weitergelesen um das Unvermeidbare nicht schwarz auf weiß lesen zu müssen.
Aber auch viel Tröstliches habe ich entdeckt und bin mit Iosua und Isabella ganz bewußt durch diese Geschichte gegangen, die mich aufgewülht und unglaublich berührt hat.
Ich möchte nicht viel mehr zum Inhalt verraten und kann hier nur eine klare Leseempfehlung geben.
Vielen Dank für diese Geschichte.«
  13      0        – geschrieben von UlrikeBode
Kommentar vom 1. März 2021 um 17:17 Uhr (Schulnote 1):
» "Iosua" von Annemarie Bruhns

Was bist du bereit für ein Leben in Freiheit zu riskieren?

Der junge Rumäne Iosua (Joshua) ist in Berlin aufgewachsen, inmitten eines kriminellen Umfeldes. Seine Mutter hat ihn früh verlassen und sein Vater ist der Chef einer skrupellosen Diebesbande. Schon als Kind wurde er gezwungen zu stehlen. Anstatt Liebe und Zuneigung zu erfahren, werden Zigaretten auf seinem Körper ausgedrückt und er wird grün und blau geschlagen.
Gegen seinen cholerischen und jähzornigen Vater kommt Joshua nicht an und um zu überleben, gehorcht er.
Doch mit den kriminellen Machenschaften seines Vaters will er nichts mehr zu tun haben und auch am liebsten vergessen woher er kommt. Denn schon durch seine rumänische Abstammung wird ihm ein Stempel aufgedrückt, der es ihm schwer macht, in der Gesellschaft einen Platz zu finden.
Als er bei einem seiner Streifzüge auf Isabelle trifft, ist er sofort fasziniert von ihr und schöpft Hoffung auf ein Leben ohne Kriminalität. Doch es ist nicht so einfach, sich aus den Fängen der Diebesbande zu lösen.

Das Cover ist schlicht gehalten, passt jedoch sehr gut zur Stimmung des Buches.
Mit ihrem leichten, flüssigen Schreibstil hat Annemarie Bruhns mich direkt in den Bann gezogen. Nichts lässt erahnen, dass es sich hierbei um ihr Debüt handelt.

Schon auf der ersten Seite wirft die Autorin ihre Leser mitten ins Geschehen. Ein schicksalhafter Zwischenfall ist der Ausgangspunkt für die Geschichte von Joshua. Im weiteren Verlauf erfahren wir durch geschickt eingeschobene Rückblenden nach und nach immer mehr über die Vergangenheit und die Zusammenhänge.
Ungeschönt und authentisch beschreibt die Autorin wie Joshua versucht, sich aus diesem Millieu und von seinem tyrannischen Vater und dessen Nachfolger zu befreien.
Die Perspektiven wechseln zwischen Joshua und Isabelle. So fiel es mir leicht, mich in die beiden Propagonisten hineinzuversetzen.
Joshua und Isabelle sind starke Charaktere, die mir beide sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Erst durch Isabelle lernt Joshua Gefühle, wie Glück, Zufriedenheit und Fürsorge kennen.
Aber auch Yvonne war mir sofort sympathisch, denn sie ist nicht nur Isabelle eine große Stütze und Hilfe.
Die Figuren sind ausführlich charakterisiert, sehr realistisch und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
Die Autorin schildert die Gefühle und Empfindungen so ausdrucksvoll und lebendig, dass man als Leser den Eindruck bekommt, durch die Augen des Propagonisten zu schauen.
Das Ende hat mich sehr überrascht! Ich werde sicher noch oft darüber nachdenken.

Mit "Iosua" ist Annemarie Bruhns ein beeindruckendes und fabelhaftes Erstlingswerk gelungen. Sie hat mich mit ihrer tragischen, sozialkritischen Geschichte emotional berührt und sehr bewegt.
Ihren Namen sollte man sich auf jeden Fall merken.
Ein tolles Debüt, dass 5 Sterne verdient und eine Leseempfehlung!

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  16      0        – geschrieben von Gila 63
 
Kommentar vom 23. Februar 2021 um 7:19 Uhr (Schulnote 2):
» Iosua lebt in Berlin und hat einen Migrationshintergrund . Sein Vater ist Rumäne und Kopf einer kriminellen Bande . Da Radu zudem jähzornig und unberechenbar ist hasst Iosua ihn . Bei einem Diebstahl trifft er auf Isabelle . Durch sie lernt Iosua eine andere Welt kennen und möchte deshalb aus der Spirale von Gewalt und Unterdrückung aussteigen . Ob ihm das gelingt ?

Die Spannung war zu Beginn des Buches greifbar und sie steigerte sich kontinuierlich . Die Kapitel wechseln sich zwischen Iosua und Isabelle ab zudem gibt es immer mal wieder Rückblenden . Die Protagonisten sind glaubwürdig und zum Teil komplex dargestellt . Der Schreibstil ist flüssig und ruhig aber auch zeitweise dicht geschrieben .

Fazit : Schon das erste Kapitel liest sich spannend und ich musste mich immer mal wieder fragen wie es mit Iosua wohl weitergeht . Ich fand es auch spannend wie die Behörden und der Polizeiapparat mit Iosua umgehen . Dazu kommt noch Korruption innerhalb der Polizei , Unterdrückung und Gewalt durch Bandenmitgliedern und mitten drin Iosua und Isabelle . Ich kann dieses Buch in zwei verschiedene Genres unterbringen : Krimi und Liebesroman . Aus dieser Mischung schrieb die Autorin eine spannende , schöne aber auch tragische und traurige Story die meine Leseempfehlung auf jeden Fall bekommt .«
  8      0        – geschrieben von Ulrike's Bücherschrank
 
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