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KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Monolith
Verfasser: Daniel Cortés (1)
Verlag: Eigenverlag (18882)
VÖ: 10. Februar 2021
Genre: Science Fiction (2643)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 502 (Kindle-Version)
Themen: Artefakte (282), Flüchtlinge (182), Gefahr (1361), Monolithen (5), Norwegen (184), Studenten (1070)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Cortés für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Karl blickte ihn erstaunt an. Eine kalte Böe blies die warme Luft davon und Leon begann zu frieren.

***


Schon wieder fand er sich auf einer verschneiten Ebene, die sich in jede Richtung bis zum Horizont erstreckte. Er fröstelte, in seinem dünnen Pullover und entschied zu joggen, um sich warm zu halten.
     »Warum träume ich diesen Traum wieder und wieder, in einer abgewandelten Form?«, fragte er laut.
     »Vielleicht, weil der Traum etwas bedeutet«, erklang die dunkle Stimme.
     »Träume bedeuten nie etwas. Man verarbeitet darin nur Geschehnisse, die man tagsüber erlebt.«
     »Dass gerade du, von allen Personen, das sagen würdest. Deine Familie war anderer Meinung.«
     Leon kämpfte sich durch den brusthohen Schnee. Was für ein merkwürdiger Traum. Er dachte an seine Familie und Trauer wallte in ihm auf. Trauer um Carolina, um Finn, um seine Eltern.
     Dunkelheit umschlang Leon erneut und schwebte plötzlich in einer psychischen Kälte, die seine Gedanken lähmte. Seine Gedanken besaßen ein merkwürdiges Echo. Sie waren Boote, die auf klarem Wasser wippten, und jedes Boot verursachte kleine Wellen, die sich trafen und komplexe Muster bildeten. Er bekam ein komisches Gefühl. Ein Gefühl der Leere, als würde er von innen aufgesaugt werden. Ihm schien, dass er nicht komplett verstanden hatte, was das Wesen ihm hatte vermitteln wollte.
     Nach und nach konnte er wieder seine tauben Gliedmaßen fühlen. Absolut orientierungslos versuchte er seine Hand zu bewegen. Er konnte nur kryptische Konturen spüren. Dort wo Widerstand war und dort, wo keiner war. Er packte eine runde Fläche, die merkwürdig knisterte und wollte sie genauer ergründen, da gab sie einen Laut. Den Laut eines Mädchens, das beim Schlafen gestört wurde. Seine Nichte! Es dauerte einige Minuten, bis Leon die Kraft fand, seine Augen zu öffnen und er bemerkte, dass der Tag dunkler geworden war. Das war nicht gut, denn in der Nacht wurde es kalt. Zu kalt.
     Mit Nachdruck weckte er Sara auf. Beide zitterten erbärmlich, als sie aufstanden und der Schnee von ihnen abfiel. Sie packten ihre Sachen und wanderten weiter durch den Schnee, der nie ein Ende zu finden schien. Der Schneesturm hatte an Stärke verloren, aber die Sichtweite war immer noch erbärmlich. Plötzlich schälte sich zwanzig Meter vor ihnen ein Eisbär aus dem Schneerauschen. Leon und Sara blieben stehen.
     Bezaubert von dem weichen Fell, von den sanften, intelligenten Augen und der Stupsnase, schaute Sara zu dem weißen Riesen hinüber. Für sie war es ein magischer Moment. Unbewusst ging sie einen Schritt nach vorne, doch als sie einen zweiten gehen wollte, hielt ihr Onkel sie zurück.
     Der Eisbär schien ebenfalls überrascht zu sein. Schnuppernd kam er näher, neugierig. In dem Moment schwächelte der Schneeschleier und Leon und Sara sahen im fahlen Licht die blutige Schnauze des Eisbären und seinen knochigen Rücken.
     »Glaubst du... ?«, fragte Sara, ohne den Blickkontakt zum Bären abzubrechen oder den Satz zu beenden. Ihr Onkel antwortete nicht, sondern nahm den Rucksack von den Schultern und kramte nach seiner Pistole. Das Fell des weißen Riesen war verfilzt und seine Augen sprachen eine Sprache, die jedes Lebewesen kannte: Hunger. Ein Hunger, der so intensiv war, dass man zu allem bereit war, um ihn zu stillen.
     Der Bär hatte sich noch nicht entschlossen anzugreifen. Menschen passten nicht in sein übliches Beuteschema. Das Raubtier überwand seine Vorsicht und kam langsam näher.
     Endlich bekam Leon einen Pistolengriff zu fassen, doch er stellte fest, dass er seine Leuchtpistole gezogen hatte. Leon feuerte eine Leuchtkugel auf den sich nähernden Bären, der sich von der rötlich zischenden Leuchtkugel verunsichern ließ und zurückwich. Aber Leon wusste, dass der Bär zu hungrig war, um so leicht aufzugeben. Panisch kramte er in seinem Rucksack und warf verschiedene Dinge in die Richtung des Bären. Der Bär gewann wieder an Entschlossenheit und ohne die verpackten Nahrungsmittel zu beachten, mit denen er beworfen wurde, fing er an loszulaufen.
     Sara erblickte die Masse an Muskeln und Knochen, die sich direkt auf sie zu bewegte. Aus Instinkt drehte sie sich um und rannte. Als der Bär Sara wegrennen sah, folgte er seinem Jagdinstinkt und er sprang Sara mit einer Wucht in den Rücken, die ihren Kopf tief in den Schnee, bis gegen die Eisschicht rammte. Adrenalin flutete durch ihren Körper, als sie das Gewicht des Bären in ihrem Rücken fühlte und seine Zähne und Klauen an ihrer äußeren Kleiderschicht rissen. Leon stach mit seinem Jagdmesser wild auf den Rücken des Bären ein, bis dieser unter lautem Gebrüll von Sara abließ und ihn stattdessen angriff. Leon versuchte die Augen des Bären mit dem Messer zu verletzen. Die Klinge rutschte jedoch ab, und schnitt bis zum Knochen der Schnauze. Ein dünner roter Strich erschien über der Nase des Bären, bis zwischen die großen Augen, doch bevor Leon zum nächsten Stich ausholen konnte, biss der Bär seinen Unterarm. Er fühlte, wie sein Unterarm zwischen den mächtigen Kiefermuskeln des Bären wie ein Streichholz brach, vor Überraschung versagten seine Beine und er fiel auf den Rücken. Der Bär war sofort über ihm und schüttelte seinen Kopf, Leons gebrochenen Arm fest in seiner Schnauze.
     Sara hob benommen ihren Kopf aus dem Schnee. Dumpf hörte sie das laute Knurren des Bären und die Schreie ihres Onkels. Ihre Erinnerung setzte wieder ein und sie sprang auf, um ihrem Onkel zu Hilfe zu kommen. Sie rannte an dem Bären und ihrem Onkel vorbei und schlitterte bis zum Rucksack. Sie konnte ihren linken Arm nicht bewegen. Unbeholfen schüttelte sie den Rucksack mit der rechten Hand aus und der Inhalt entleerte sich in den Schnee.
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