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Monolith
Verfasser: Daniel Cortés (1)
Verlag: Eigenverlag (19912)
VÖ: 10. Februar 2021
Genre: Science Fiction (2776)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 502 (Kindle-Version)
Themen: Artefakte (297), Flüchtlinge (189), Gefahr (1475), Monolithen (5), Norwegen (190), Studenten (1139)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Cortés für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Du hast mir das nie erzählt«, sagte Malina ungläubig. »Ich meine... ich weiß, dass du mit Dr. Solano in der Klinik irgendwas ausgetüftelt hattest, aber ich hatte nie erwartet...«
     »Dass es Wellen schlägt?«
     »Schon... ja. Ich fühle mich jetzt irgendwie so profan, als lehrende Jägerin, Fallenstellerin und Rettungssanitäterin. Mir war nie klar, dass ich Albert Einstein persönlich im Bett hatte.«
     »Wen stört denn, was du machst? Ich möchte nur mein ganzes Leben mit dir verbringen, bis wir alt und grau sind, und ich Haare wie Albert Einstein habe.« Er nahm sie fest in die Arme und küsste sie. »Und vergiss ja nicht, dass du mir noch was schuldest.«
     »Das stimmt.«
     Sie nahm ihn an der Hand und führte ihn die Treppen hoch, in das warme Schlafzimmer.
     Retrospektiv war es eine gute Entscheidung gewesen, seinen Algorithmus durch ein Patent lizenzpflichtig zu machen. Jede Nutzung dieses Protokolls brachte dringend benötigtes Geld auf sein Konto, von dem Malina und seine Schwester die Klinik ausbauen konnten. Falls das Geld weiterhin so üppig floss, überlegten sie in Schneeraupen zu investieren, damit sie einen geregelten Transport zwischen Fehmarn und Hamburg etablieren konnten. Es kam ihnen sogar die Überlegung, einen Rettungsflieger für das Niemandsland nördlich von Deutschland anzuschaffen, um verirrte und verhungernde Wanderer zu retten. Aber das war alles noch Zukunftsmusik und von der finanziellen Seite bisher nicht umsetzbar. Schließlich wollte er auch die Versorgung seiner Familie sicherstellen, damit sein jüngst geborener Sohn Ezekiel, wenn die Zeit reif war, für ein gutes Studium finanziell gedeckt war.
     Abwertende Kommentare von Fremden, die ihn von den Zeitungsartikeln wiedererkannten, ließen ihn auflachen. Sollte er sich denn stattdessen in irgendein reiches afrikanisches Land einkaufen, und sich dort ein Haus bauen lassen? Was hatte er denn dort zu suchen?
     Hier, vor Ort, musste aufgebaut werden. Fehmarn war jetzt seine Heimat, und er wollte investieren, damit Ezekiel eine gute Kindheit haben konnte, genau wie alle anderen Kinder, die dort aufwachsen würden.
     Er hatte seiner Mutter und den Jägern in Nordfjordeid etwas Geld schicken wollen, erfuhr jedoch über Umwege und mündliche Berichte, dass seine Mutter nur wenige Jahre nach ihrer Abreise verstorben war und die meisten Jäger nach einer Weile vor der Kälte geflohen waren. Nordfjordeid war nun eine Geisterstadt und es schmerzte ihn, nicht das Grab seiner Geschwister besuchen zu können. Die Stadt war unerreichbar, außer in seinen Gedanken, in denen er Nordfjordeid beinahe täglich besuchte.
     Verworrene Träume, in denen er sich Schneeballschlachten mit Carolina, Finn und Vanessa auf dem zugefrorenen Nordfjord lieferte, und abends in einer warmen Holzhütte von seiner Mutter Rotwildsteak mit Roter Bete und Sauerkraut serviert bekam, während sein Vater unablässig am Tisch herumscherzte, wie es in seiner frühen Kindheit in Seattle so häufig gewesen war. All das Gelächter und Vergnügen, das im Rest der Welt so zu fehlen schien.

***


Wenige Wochen später stand er auf einer steinigen Klippe in Kroatien. Leon seufzte nachdenklich und konzentrierte sich wieder auf das Zählen und Markieren der kleinen Echsen. Dabei verwendete er ein bestimmtes Verfahren, das allgemein als tagging bekannt war. Die Tiere wurden mit einem digitalen Chip versehen, welche die Gesundheit der Tiere sowie ihre Bewegungen aufzeichnete. In der Brandung konnte er das Forschungsschiff Paramount sehen, das sich gelegentlich gegen seinen Anker warf. Leon hielt inne, wischte sich mit seinem Unterarm den Schweiß von der Stirn und nahm noch einen Schluck aus seiner Wasserflasche. Bald würde die Sonne untergehen, aber noch schien sie kraftvoll auf das Archipelago zwischen Italien und Kroatien hinunter. Wie lange war er schon hier? Seit Vormittag? Die Zeit flog geradezu, wenn er in seine Arbeit vertieft war. Aber es wurde spät und langsam merkte er, wie er hungrig wurde.
     Mit außerordentlicher Obacht verstaute er die luftdruckbetriebene Pistole in dem kleinen schwarzen Koffer mit der Aufschrift Tagging. Die Verschlüsse schnappten zu. Eine Echse in seiner Nähe zuckte vor Schreck zusammen und drehte den Kopf. In der Flanke war eine sandkorngroße Wunde erkennbar. Als Leon aufstand, wuselte sie durch eine Spalte im Fels und verschwand. Leon tat es der Echse gleich und machte sich auf den Rückweg.
     Die Sonne küsste zärtlich das Meer, als Leon am Sandstrand ankam. Das Forschungsteam hatte dort ein kleines Lager aufgeschlagen und veranstaltete ein Barbecue zur Feier der bisher erfolgreichen Expedition. Neue Daten fluteten schon die Laptops.
     »Gute Arbeit«, sagte Professor Karl Ziegel mit einem Salatteller in seiner Hand. »Die meisten platzierten Chips senden. Ein oder zwei müssen zu tief eingedrungen sein, denn wir bekommen von ihnen kein Signal.«
     Die Laptops standen auf mehreren halbtransparenten Kästen, in denen verschiedene Echsenarten lebendig gefangen waren. Auf Metalltischen in einem der Zelte lagen mehrere sezierte Exemplare. Diesen Teil der Forschung hatte Leon heute beim Tagging verpasst. Er wanderte in das Zelt, gefolgt von Karl, und spielte den Videolog ab.
     »Videolog Tag 3. Nachkommen der Podarcis sicula von Pod Mrcaru. Sezierung und DNA-Analyse von Nazir Najjar.«
     Leon beobachtete die Videoaufnahmen auf den zwei holografischen Monitoren. Eine Kamera fing den Praktikanten ein, während eine weitere über dem LED-beleuchteten Seziertisch hing, damit man die gewonnenen Erkenntnisse an der Echse dokumentieren konnte.
     Nazir nahm sich ein Skalpell und mit einem schnellen Längsschnitt von Kiefer bis Bauch zerteilte er die Oberhaut der bräunlich-grünen Eidechse.
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