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TASCHENBUCH
 
Monolith
Verfasser: Daniel Cortés (1)
Verlag: Eigenverlag (18882)
VÖ: 10. Februar 2021
Genre: Science Fiction (2643)
Seiten: 400 (Taschenbuch-Version), 502 (Kindle-Version)
Themen: Artefakte (282), Flüchtlinge (182), Gefahr (1361), Monolithen (5), Norwegen (184), Studenten (1070)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniel Cortés für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Sind Sie Herr Imbriale?«, fragte der Fremde.
     »Das ist korrekt.«
     »Ich bin Professor Karl Ziegel, vom Institut für Zoologie der Universität Leipzig. Darf ich kurz reinkommen?«
     Leon trat zur Seite und führte den würdevollen Professor in seine bescheidene Küche. »Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?«
     »Einen Tee, bitte.« Leon nickte und stellte Wasser auf. »Ich habe Ihre Publikation über die zukünftige Pflanzen- und Tiervielfalt gelesen. Noch mehr Gefallen hat mir Ihre methodische Publikation Rebuilding Earth: Resurrection of Biodiversity [Wiederaufbau der Erde: Auferstehung der Artenvielfalt]. Liege ich richtig in meiner Annahme, dass Sie 27 Jahre alt sind und bisher keinen Doktortitel absolviert haben?«
     »Das ist korrekt«, sagte Leon, etwas verblüfft über die persönliche Frage, als auch über den unerwarteten Gast. »Momentan bin ich noch dabei, meinen Master in Bioinformatik abzuschließen.«
     »Erstaunlich. Außerordentlich erstaunlich«, sagte der Professor in Bestätigung und richtete sich die Brille.
     »Wenn es um mein Programm geht, habe ich es schon als Patent angemeldet. Es wird nicht öffentlich zugänglich sein.«
     Der Professor lachte leise in sich hinein. »Deshalb bin ich nicht gekommen. Nein, ganz und gar nicht deshalb. Mein Motiv für den heutigen Besuch ist trivialer. Ich wollte Ihnen eine Stelle in meiner Arbeitsgruppe für Ihre Masterarbeit anbieten. Einschließlich einer zoologischen Forschungsreise durch das Mittelmeer.«
     Leon stellte die Teetasse vor den unerwarteten Gast und schenkte sich selbst einen Kaffee ein.
     »Was ist hier los?«, fragte Malina vorsichtig, und betrat im Morgenmantel die Küche.
     »Hier dein Kaffee, Schatz. Darf ich vorstellen? Professor Ziegel von der Uni Leipzig.«
     »Ich habe gerade Ihrem Ehemann die Teilnahme an einer meiner Forschungsreisen angeboten«, sagte der Professor freundlich.
     »Ach so?«, fragte Malina skeptisch und setzte sich.
     »Wissen Sie eigentlich, dass Ihr Gatte eine junge Koryphäe in seinem Gebiet ist? In seiner letzten Publikation hat er eine Therapie vorgeschlagen, die aus wenigen individuellen Fossilien einer lange verstorbenen Spezies-DNA extrahieren, und den Bestand mit Tausenden lebenden Exemplaren wieder zum Leben erwecken könnte. Das Besondere an dieser Therapie...«, erzählte er eifrig weiter. »...ist allerdings, dass sie sich keine Klonierungsstrategien zu eigen macht. Jedes wiederbelebte Tier ist individuell verschieden, sodass auch keine nachfolgenden Inzestsymptome bei der Paarung auftreten können, wie dies bei geringer Population in einer Spezies sonst der Fall ist. Experimentell bewiesen hat er es an Wüstenmäusen. Der Trick war, mehrere verstorbene Individuen der Zielspezies auszuwählen und ihre DNA gezielt zu modifizieren. Mithilfe eines Computerprogrammes hatte er kleine Variationen in den Bauplan des Lebens eingeschleust. Nur wie, ist mir schleierhaft.« Malina schaute Leon fragend an, und dieser zuckte mit den Schultern. »Mit diesem Algorithmus war es ihm jedenfalls möglich, eine kleine, aber sehr gravierende, Adjustierung der verschiedenen Baupläne des Lebens durchzuführen. Das war das eigentlich Besondere. Es mit einem Algorithmus für so viele Tierarten möglich zu machen, praktisch zu automatisieren. Mögen Sie mir das vielleicht erklären?«
     Leon setzte die Kaffeetasse nieder. »Durch genomische Vergleiche zwischen Individuen habe ich viel dazugelernt. Um eine erneute Vielfalt im Genpool der Spezies zu erzeugen und Gendefekten bei der Vermehrung vorzubeugen reichte eine stochastische Veränderung von einem in 1.200 Bausteinen der DNA. Allerdings mussten diese Veränderungen sehr gezielt durchgeführt werden, und nicht in hochkonservierten Bereichen der DNA vorkommen, die in ihrer Zusammensetzung lebenswichtig sind.
     »Früher hätten sich zahlreiche Forscher jahrzehntelang mit solch einem Projekt beschäftigt, und Ihnen ist es alleine gelungen – einem unbekannten Studenten, mit einem selbstgeschriebenen Computerprogramm. Sie verkörpern die moderne Wissenschaft. Die Zeiten sind vorbei, in denen konservative Forscher ihr ganzes Leben in die Beweisführung einer Theorie investieren. Mit der neuesten Computertechnologie reicht einzig und allein eine Idee aus, und einen Funken von Ahnung, wie man sie verwirklichen will, um die Welt zu verändern. Und wie Sie dies mit Ihrem Algorithmus geschafft haben, ist bemerkenswert.«
     »Da ist noch Raum für Optimierung im Algorithmus. Leider hatte ich dafür nicht mehr die Finanzierung.«
     »Ich bezweifle, dass Sie sich deshalb noch lange sorgen müssen. Hören sie, ich bin hier auf Fehmarn, um meinem werten Bruder einen Besuch abzustatten. Ich wäre jedoch höchst erfreut, wenn Sie eine bezahlte Masterarbeit in meiner Arbeitsgruppe durchführen würden. Sie müssen wissen, wie schwer es ist noch gebildeten Nachwuchs zu finden. Fast alle jungen Erwachsenen werden Zuhause gebraucht, um für ihre Familien zu sorgen. Aber wir brauchen noch gute Bioinformatiker, und selbstverständlich könnten Sie von Zuhause weiterarbeiten. Das Internet sollte ja mittlerweile gut genug hier sein, nicht wahr?« Leon nickte nur. »Und überlegen Sie sich das mit der Exkursion. Die meisten Studenten reißen sich um einen Platz in unserer Forschungsreise durch das Mittelmeer.«
     »Wovon handelt das Projekt?«
     »Evolutionäre Veränderungen in Tieren nach der Aufspaltung in mehrere Arten, aufgrund von geografischen Bedingungen. Allopatrische Artbildung. Also genau ihr Milieu.«
     Nachdem sie den Professor zur Tür begleitet und verabschiedet hatten, setzten sie sich wieder in die Küche.
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