Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.001 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »INA94«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Stefan Grote und Stine Lessing 2 - Emsdeichmord
Verfasser: Hans-Rainer Riekers (2)
Verlag: Klarant (712)
VÖ: 8. Februar 2021
Genre: Kriminalroman (7973)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 163 (Kindle-Version)
Themen: Diebstahl (612), Kommissare (2162), Leichen (2211), Mord (6208), Ostfriesland (596)
Reihe: Stefan Grote und Stine Lessing (2)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Februar 2021 nominieren
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
In der neuen Dienststelle in Aurich haben sich Hauptkommissar Stefan Grote und seine junge Kollegin Stine Lessing gut eingelebt. Als sie bei einem spektakulären Geldautomatenraub, der mit dem Tod von zwei Männern endete, als Sonderermittler hinzugezogen werden, stellt sich bald heraus, dass hier ihr ganzes Können gefragt ist. Sie stoßen auf weitere Leichen, die sie zunächst nicht miteinander in Verbindung bringen können. Doch dank akribischer Ermittlungsarbeit lichtet sich der Nebel und es offenbart sich, dass Täter manchmal auch Opfer sind und wie ein missglückter Raub und eine aus dem Ruder gelaufene Strafaktion in einer Katastrophe enden konnten, die so keiner der Beteiligten wollte. Und es ist noch nicht vorbei: Um den Täter zu stellen, muss Stine ihr Trauma, das sie seit ihrem ersten Einsatz auf Juist mit sich trägt, überwinden und über sich hinauswachsen...
Quelle: Klarant
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hans-Rainer Riekers gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Norbert Wild war inzwischen laut vor sich hin schimpfend erneut aus dem Auto gestiegen und eilte zum Imbiss hinüber. Irgendwas lief dort gehörig schief. Doch dann sah er zufrieden, wie sich die Tür des Gebäudes öffnete und die Brüder heraustraten. Er blieb stehen und wollte gerade wieder umkehren, als ein Donnerschlag erklang, dessen Echo trotz des dichten Nebels von den Nachbargebäuden zurückgeworfen wurde und sich in ein dumpfes Grollen verwandelte. Im selben Augenblick brach die Außenwand des Imbissgebäudes auseinander wie ein zerplatzender Luftballon. Eine Feuerwand sprang ihn an und verbrannte ihm Teile seiner Gesichtshaut. Dann raste ein Regen aus Glasscherben, kleinen Steinen und Metallteilen auf ihn zu. Er konnte zwar noch den Ellenbogen vor das Gesicht heben, trotzdem spürte er, wie die auf ihn einprasselnden Teile ihm eine Unzahl kleiner Verletzungen beibrachten. Wild schrie vor Schmerzen auf, sank zusammen und brauchte einige Zeit, bis er wieder in der Lage war, die Augen zu öffnen. Als er sich unter Schmerzen aufgerappelt hatte, sah er das Inferno vor sich: Der ganze vordere Bereich des Gebäudes war komplett zusammengebrochen. Dort, wo sich einmal die Eingangstür befunden hatte, lagen zwei zusammengekrümmte Körper auf dem Boden, die von den Metallteilen der Tür und umherfliegendem Mauerwerk erschlagen worden waren.
     Norbert Wild war versucht, sich sofort in den von umherfliegenden Steinen schwer lädierten BMW zu setzen und panisch das Weite zu suchen, doch dann erkannte er zwischen all den Trümmern den Geldautomaten, der immer noch an seinem Platz stand. Während sich im Imbissbereich des Gebäudes ein Brand ausbreitete, konnte er die Vorderfront des Automaten deutlich sehen. Sie war wie von einem gigantischen Dosenöffner aufgerissen worden, und die vier Geldkassetten lagen offen da.
     Wild war skrupellos genug, um über die beiden toten Brüder hinwegzusteigen. Er empfand nicht einmal Mitleid bei ihrem Anblick, nur die Genugtuung darüber, dass mit dem Tod seiner Mittäter ein Problem gelöst war. Niemand würde mehr Ansprüche auf die Beute erheben und seinen Anteil fordern.
     Es gelang ihm ohne große Mühe, drei der vier Kassetten aus den Trümmern des Geldautomaten herauszureißen. Die vierte Kassette hatte sich verkantet und verwehrte ihm den Zugriff so beharrlich, dass er es dabei bewenden ließ. Schließlich hatte er keine Zeit zu verlieren, denn jemand musste diesen gigantischen Knall schließlich gehört haben. Bestimmt gab es in der einen oder anderen Firma Nachtwächter, die jetzt durch die Explosion aufgeschreckt worden waren. Also stürmte er mit den drei Geldkassetten zum Auto, warf sie in den Kofferraum und raste davon.
     Erst während der Fahrt bemerkte Wild, dass beide Seitenscheiben des Autos gesprungen waren. In einer klaffte sogar ein handtellergroßes Loch. Als der Wagen über die erste Bodenwelle fuhr und kräftig durchgeschüttelt wurde, brachen beide Scheiben zusammen und eiskalte Luft strömte ihm in das Gesicht. Spätestens nun war ihm klar, dass er mit diesem demolierten Auto nicht mehr über die Autobahn fahren konnte, ohne aufzufallen. So entschloss er sich, über die einsame Nebenstrecke entlang des Emsdeichs nach Riepe zu fahren.
     Nachdem er das Industriegebiet verlassen hatte und auf die Landstraße gelangte, hätte er am liebsten Vollgas gegeben, doch der Nebel, der von den nassen Wiesen auf die Straße zog, wurde von Meter zu Meter dichter. Das Licht der Autoscheinwerfer brach sich an den Millionen winziger Wassertropfen, die in der Luft schwebten und ließ vor ihm eine undurchdringliche, grauweiße Wand entstehen, die ihn blendete. Er verlangsamte seine Fahrt, rieb sich über die versengten Augenlider und schrie vor Schmerzen auf. Seine Brust brannte von den vielen kleinen Wunden, die ihm die Splitter und Gesteinsteilchen zugefügt hatten.
     Norbert Wild fluchte, doch er war fest entschlossen, nicht aufzugeben. Der Gedanke an die Geldkassetten, die sich in seinem Kofferraum befanden, half ihm, den Schmerz zu ertragen. Nur noch zwanzig Minuten, dann würde er endlich Ove Tammens Bauernhof erreichen, seine Wunden versorgen und danach erwartungsvoll die Geldkassetten aufbrechen. Anschließend konnte sein neues Leben beginnen. »Wunden heilen, aber das Geld bleibt.« Dieser Gedanke ließ ihn die Zähne zusammenbeißen. Außerdem hatte er in seinem Leben schon Schlimmeres erleiden müssen.
     Als er mit tränenden Augen in den Rückspiegel blickte, hatte er wieder für einen kurzen Augenblick das Gefühl, hinter sich die Scheinwerfer eines Autos gesehen zu haben, doch da mochten ihm seine Nerven einen Streich gespielt haben. So starrte er wieder in den Nebel und fuhr weiter.
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz