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Eine hanseatische Familiensaga 1 - Elbleuchten
Verfasser: Miriam Georg (2)
Verlag: Rowohlt (1754)
VÖ: 26. Dezember 2020
Genre: Familienepos (553) und Historischer Roman (5184)
Seiten: 640 (Taschenbuch-Version), 625 (Kindle-Version)
Themen: 19. Jahrhundert (1520), Geheimnisse (4851), Hamburg (695), Reederei (14), Unfälle (1272)
Reihe: Eine hanseatische Familiensaga (2)
Charts: Einstieg am 18. Februar 2021
Höchste Platzierung (2) am 27. Februar 2021
Zuletzt dabei am 4. März 2021
Erfolge: 7 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 4)
28 × Spiegel Taschenbuch Top 20 (Max: 5)
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Erklärung der Bewertungssysteme
1886 – die Welten von Lily und Jo treffen aufeinander und lösen in Lily erdrutschartige Entwicklungen aus.
Lesermeinungen (8)     Blogger (4)     Tags (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Juni 2021 um 19:13 Uhr:
» Dieser Roman hat mich auf vielfache Weise berührt.
Es war auch eine Reise in meine eigene Stadt, immer auch mit prägenden und unvergesslichen Stationen in Wuppertal, der Heimatstadt von Friedrich Engels (1820–1895), der Wirkungsstätte des katholischen Sozialreformers Adolph Kolping (1813 – 1865), vieler Textil- und Metallwarenfabrikanten. Dieser persönliche Bezug ließ mich noch tiefer in diese Geschichte hier eintauchen, das Lebensgefühl dieser Zeit erwachte in mir und die Stadt Hamburg wurde vor meinem geistigen Auge so lebendig wie damals Wuppertal.
Ich erinnere mich an vergleichbare Geschichten von menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Handwerksgesellen, Weber, Bandwirker etc. im sozialgeschichtlichen Kontext vor der Frühindustrialisierung. Barmen und Elberfeld waren ebenso kommerzielle Mittelpunkte – wenn auch ohne Hafen wie Hamburg, jedoch auch soziale Brennpunkte. Armut, Hunger, fehlende Hygiene und Wohnungsnot prägten den Alltag der Arbeiterklasse auch hier. Der Zugang zur höheren Bildung war ihnen verwehrt, sogar Kinder wurden als billige Arbeitskräfte ausgebeutet.
Im weiteren Band ‚Elbstürme‘ würde ich vermuten, daß die anfangs bürgerlich demokratische Bewegung der Arbeiter in Hamburg zu wichtigen Veränderungen auch für Frauen und Mädchen führt.«
  5      0        – geschrieben von easymarkt3
Kommentar vom 30. Mai 2021 um 16:50 Uhr (Schulnote 2):
» Elbleuchten ist der erste Teil einer Dilogie der Autorin Miriam Georg. Lily Karsten, Tochter einer reichen Reederfamilie löst versehentlich eine Tragödie aus. Beim Versuch einer Wiedergutmachung trifft sie auf Jo Bolten, einem Hafenarbeiter der in einem Hamburger Elendsviertel aufgewachsen ist. Beide kommen sich näher und lösen somit weitere Tragödien aus.

Die Autorin erzählt mit lebendigen Bildern die Geschichte rund um Lily und Jo. Dabei fängt sie gut die Entwicklung von Lily ein als diese sich von einer verwöhnten Tochter aus guten Haus zu einer selbst denkenden jungen Frau entwickelt. Dennoch schafft es Lily immer wieder ,diejenigen die sie liebt, in eine Katastrophe zu ziehen weil sie erst handelt und dann nachdenkt. Das gefiel mir an dieser Akteurin nicht so toll, gehört aber zu der Figur einfach dazu, um die Handlung weiter zu führen. Die Nebendarsteller unterstützen den Fortgang der Geschichte gut und als Leser hat man schnell seine Lieblinge und seine Hassfiguren. Gefangen in den Zwängen der Zeit muss sich Lily letztendlich dem Familienzwang beugen.

Besonders interessant fand ich die Szenen im Elendsviertel und die Beschreibung der Zustände dort, für uns in der heutigen Zeit unvorstellbar aber in der damaligen Zeit wohl üblich.«
  9      0        – geschrieben von manu63
Kommentar vom 19. März 2021 um 11:46 Uhr (Schulnote 2):
» Eine Hamburger Familiensaga

Das Cover:
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Unverwechselbares Hamburg, die junge Frau und die Farbgebung, alles zusammen eine in sich stimmige Buchpräsentation, die mich überzeugt und total angesprochen hat.


Die Geschichte:
1886. Die junge Lily Karsten, Tochter eines Reeders in Hamburg, träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Villa an der Bellevue. Als sie bei einer Schiffstaufe eine Rede halten soll, geht einiges völlig daneben und außerdem wird ein Arbeiter wegen ihrem Hut, der weggeflogen war, schwer verletzt.
Jo Bolten, der als Kind im Elend des Altstädter Gängeviertels lebte und ebenfalls in Hafen arbeitet, will für seinen verletzten Freund in der Villa um Hilfe bitten. Doch er wird abgewiesen. Lily aber fühlt sich schuldig und möchte helfen. Jo nimmt sie mit und zeigt ihr, wie das Leben sein kann. Elend und schwer. Sie ist geschockt.
Die beiden kommen sich näher, was aber nicht sein kann und nicht sein darf.

Meine Meinung:
Ich habe mich etwas zurückhaltend in die Geschichte hineinbewegt. Denn da war Lily, die anfänglich äußerst naiv ihre Tage gestaltete. Auch die anderen Figuren ihrer Familie fand ich zunächst nicht immer so, dass mich ihre Charaktere begeistert hätten. Alle anderen Protagonisten zeigten sich charakterstark und überzeugend. Als dann Jo Bolten in der Villa auftauchte und Lily in eine für sie völlig andere Welt mitnahm, begann ich die Geschichte voller Spannung zu verfolgen. Die extremen Gegensätze zwischen den ärmsten Menschen, Tagelöhnern und Hafenarbeitern, mit all den Auswüchsen von Hunger, Krankheit und Tod sowie auf der anderen Seite der extreme Reichtum, die gesellschaftlichen Stände und zum Teil auch Machenschaften geben der Geschichte die Würze.
Miriam Georg schreibt in einer leicht verständlichen, bildhaften und flüssigen Sprache. Die Zeitgeschichte und das Hamburg dieser Zeit sind sehr gut beschrieben und eingearbeitet. Zahlreiche Perspektivwechsel halten die Spannung aufrecht.
Mein Fazit: Eine Familiensaga, die mich sehr gut unterhalten und überzeugt hat. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Meine Leseempfehlung spreche ich gerne aus.

Heidelinde von friederickes bücherblog«
  15      0        – geschrieben von friederickesbücherblog
Kommentar vom 19. Februar 2021 um 15:08 Uhr (Schulnote 1):
» Lily Karsten ist die Tochter eines angesehenen Hamburger Reeders. Daher soll sie auch bei der Schiffstaufe dabei sein. Eine Windbö weht ihren Hut in die Elbe und ein Arbeiter muss ihn zurückholen. Doch es geschieht ein Unfall und er verliert seinen Fuß. Daher wird der Mann nicht mehr arbeiten können. Jo Bolten bittet bei den Karstens um Unterstützung für seinen Freund, wird aber abgewiesen. Nur Lily fühlt sich schuldig an dem, was passiert ist, und will helfen. Jo nimmt sie mit in das Altstädter Gängeviertel, wo Not und Elend herrscht. Lily erkennt, wie wenig sie vom Leben weiß. Sie erkennt die Ungerechtigkeit. Schon Bald kommen sich Lily und Jo näher, aber eine Verbindung zwischen ihnen darf es nicht geben.
Ich liebe Hamburg und lese gerne Bücher, die dort spielen. Der Autorin gelingt es gut, die Unterschiede im damaligen Hamburg deutlich zu machen. Es gibt die erfolgreichen und angesehenen Kaufleute, Reeder usw., aber daneben gibt es auch großes Elend und den Kampf ums Überleben. Die Arbeit im Hafen ist lebensgefährlich und es gab weder ein Gesundheitssystem, noch eine Absicherung im Fall von Krankheit und Unfall. Doch langsam formiert sich Widerstand.
Lily wächst sehr behütet auf, aber sie verhält sich doch immer wieder auch recht naiv. Sie ist Henry von Cappeln versprochen und stellt das auch nicht in Frage, im Gegenteil, sie glaubt sogar, dass sie ihn liebt. Mir war Lily sympathisch, vor allem, weil sie ein Herz für ihre Mitmenschen hat. Es war schön zu sehen, dass sich Lily im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Durch Jo lernt sie kennen, dass es noch anderes als ihr sorgloses Leben in der Villa an der Bellevue. Jo ist im Gängeviertel großgeworden. Er muss hart arbeiten, damit seine Familie überleben kann. Durch ihre Freundin, die Ärztin Emma, wird Lily in ihrem Denken beeinflusst, was ihrer Familie nicht gefällt.
Der Autorin Miriam Georg ist es gelungen, mich mit ihrem packenden Schreibstil und ihrer interessanten Geschichte zu fesseln. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Elbstürme“.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 17. Februar 2021 um 18:39 Uhr (Schulnote 2):
» Große Familiensaga mit vielen Geheimnissen

Die Reedersfamilie Karsten aus Hamburg ist erfolgreich und geachtet. Ihre Tochter Lily wächst behütet in der Villa an der Bellevue auf. Die junge Frau hat große Träume, weiß aber wenig von dem, was im Leben wirklich vor sich geht. Sie ist verlobt und eigentlich liebt sie ihren Henry. Aber irgendetwas treibt sie immer um. Etwas um sich nicht an die auferlegten Regeln zu halten. Im Sommer 1886 soll sie einer Schiffstaufe beiwohnen und die Rede halten, als ein Unglück geschieht. Lily fühlt sich schuldig, denn ein Hafenarbeiter wurde durch ihre Schuld schwer verletzt. Jo Bolten ist ein Freund des Arbeiters und will um Hilfe bitten, doch er wird abgewiesen. Jo lebt in dem Gängeviertel Hamburgs. Lily will unbedingt helfen, ihr schlechtes Gewissen treibt sie an. So macht sie sich mit Jo auf den Weg in die Elendsviertel der Stadt. Es bleibt nicht bei dieser einen Begegnung, aber haben Jo und Lily überhaupt eine Chance? Unterschiedlicher könnten sie kaum aufgewachsen sein, ihrer beider Leben geht in so unterschiedliche Richtungen.

Miriam Georg nimmt ihre Leser mit in das ausgehende 19. Jahrhunderts in Hamburg. Das Leben der reichen Familie Karsten schildert sie bunt schillernd. Lily ist jung und unschuldig, weiß vom Leben und seinen Problemen nichts. Sie hat Träume und Hoffnungen. Bisher hat sie in einer Welt ohne Armut und Elend gelebt. An der Seite von Jo lernt sie nun ein anderes Hamburg kennen, bald erkennt sie aber auch, dass auch in ihrer Familie nicht alles so ist, wie es nach außen scheint.

Die Geschichte von Lily und Jo hat mich schnell in seinen Bann gezogen und die 600 Seiten waren dementsprechend schnell gelesen, allerdings habe ich so meine Probleme damit, wie naiv die junge Frau zu Werke ging. So manche Szene konnte ich ihr einfach nicht abnehmen. Auch das Verhalten einiger anderer Protagonisten fand ich nicht unbedingt nachvollziehbar. Vor allem Franz, ihr Bruder, hatte so seine seltsamen Anwandlungen. Mir fehlen hier die Ecken und Kanten. Irgendwie kommt mir gerade der Bruder zu blass daher, obwohl er Potenzial zu haben scheint. Auch Sylta, ihre Mutter, kam mir doch sehr naiv vor. Erst bemerkt man sie kaum und dann handelt sie auf eine Weise, die ich so nicht wirklich glauben mag. Die Geheimnisse der Familie und der Versuch, diese zu schützen, waren hingegen wieder interessant.

An der Seite von Jo erlebt Lily ein Hamburg, welches sie so nicht kannte. Ich hatte das Gefühl, dort im Gängeviertel gab es nur Schmutz und Dreck, Diebe und Mörder. Mir war das irgendwie zu einseitig. Auf der anderen Seite schritt die Handlung auch rasend schnell voran. Kaum war ein Problem gelöst, kam das nächste daher.

Der Erzählstil ist zudem leicht und flüssig zu lesen. Die Autorin erzählt in mehreren Handlungssträngen ihre Geschichte. Man erfährt also von so einigen Charakteren, was sie umtreibt und wieso. Dadurch ist die eigentliche Handlung gelungen vielfältig. Interessant fand ich die gesellschaftlichen Strukturen dieser Zeit. Die Frauen beginnen gerade erst selbstbewusst und selbstbestimmt aufzutreten. Sie haben noch einen langen Weg bis zur Emanzipation vor sich, aber die Anfänge in diesen Jahren werden gut dargestellt. Lily und alle Frauen in ihrem Haushalt haben sich dem zu fügen, was die Männer bestimmen. Eine Tatsache, die gerade die temperamentvolle Lily nur schwer ertragen kann. Aber schnell wird auch klar, nicht nur die Frauen haben sich an strenge Regeln zu halten, auch von den Männern gerade in der oberen Gesellschaftsschicht wird einiges verlangt.


Fazit:

„Elbleuchten“ ist der erste Teil einer neuen Reihe über eine hanseatische Familie. Hier wurde alles bedacht vom naiven jungen Töchterchen über großer Bruder, der alles an sich reißt, um sein eigenes Geheimnis um jeden Preis zu wahren und Eltern, die mit ihrer Situation überfordert sind. Es gibt große Geheimnisse, viel Gefühl, die große Liebe und noch größere Sorgen und Verstrickungen der Umstände. Und auch wenn ich nicht zu 100 % überzeugt bin von dem Buch habe ich mich trotzdem gut Unterhalten gefühlt und bin gespannt, was die Autorin Miriam Georg uns in dem zweiten Teil, der bald erscheinen wird, erzählt.«
  22      0        – geschrieben von nirak
 
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