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Career Suicide
Verfasser: Bill Kaulitz (1)
Verlag: Ullstein (1309)
VÖ: 1. Februar 2021
Genre: Biografie (1631)
Seiten: 384 (Gebundene Version), 352 (Taschenbuch-Version), 385 (Kindle-Version)
Themen: Bands (367), Brüder (1030), Magdeburg (16), Sänger (428), Zwillinge (686)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (4)     Blogger (1)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 1. Mai 2021 um 0:06 Uhr (Schulnote 2):
» Interessanter Einblick

Bill Kaulitz steht für das Gesicht der Band Tokio Hotel. Nach einem erstaunlichen Blitzstart lernte er nicht nur die Vorteile der Karriere als Musiker kennen, sondern auch die Nachteile, so dass er mit seinem Zwillingsbruder Tom nach Los Angeles umzog. In diesem Buch erzählt er über die ersten dreißig Jahre seines Lebens.

Erstaunt habe ich seinerzeit dem Hype um die Band Tokio Hotel zugesehen, auch wenn ich eindeutig nicht mehr die Altersgruppe für die Musik war. Dann wurde es etwas ruhiger, bis dahin, dass ich mich erst mit diesem Buch gefragt habe: Wo ist die Band eigentlich abgeblieben? Bill Kaulitz hat die Zeit der Einschränkungen durch Corona genutzt und seine Erinnerungen aufgeschrieben, angefangen von den kargen Jahren, in dem die Kleinfamilie jeden Euro zweimal umdrehen musste und in einer Gegend lebte, in dem bereits Kinder Alkohol tranken und rauchten. Mit ihm erlebt der Leser die Tiefen und auch die Höhen, hier ist Bill Kaulitz sehr ehrlich in seinen Erzählungen. Diese Offenheit erstaunt gerade deswegen, weil der Autor des öfteren angefeindet wurde. Andererseits kann er aber den Leser gut in seine Gedankenwelt und in seine Erlebnisse mitnehmen. Nicht gefallen hat mir aber der Hype, der um die Veröffentlichung des Buches gemacht wurde.

Insgesamt gibt das Buch einen interessanten Einblick in das Leben eines Musikers, der polarisiert hat und dazu auch in seinen Erzählungen steht. Sehr gerne empfehle ich die Geschichte weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.«
  11      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 25. April 2021 um 23:44 Uhr (Schulnote 2):
» interessant

Ich bin kein Fan von Tokio Hotel. Das ist nicht meine Musik. Aber natürlich habe ich von den beiden Brüder gehört und auch nebenher mitbekommen, wie aus zwei kleinen Magdeburger Jungen bekannte Stars wurden.

Aus diesem Grund habe ich auch das Buch gelesen. Biografien finde ich immer interessant und diese hier hat mich wirklich neugierig gemacht.

Das Buch bietet einen guten Einblick in das Leben im Rampenlicht. Wer hätte 2001 gedacht, dass Tokio Hotel einmal so großen Erfolg haben werden. Und das nicht alles eitel Sonnenschein ist, die Schattenseiten einen manchmal zu erdrücken scheinen kann man hier nachlesen. Offen und umfangreich lässt Bill Kaulitz einen Blick in sein Leben zu.

Wünsche, Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte, Alltag, Anfeindungen - die ganze Bandbreite seines Lebens kommen hier zur Sprache. Kaulitz führt(e) kein 0815 Leben, schlug schon in frühen Jahren über die Stränge. Wobei ich mich manchmal fragte, wo blieb die Verantwortung der Mutter ihren Kindenr gegenüber.

Aber ich denke er bleibt seinem Stil treu und wird auch seinen weiteren Weg gehen.

Was mich allerdings gestört hat, waren die vielen ordinären Ausdrücke. Vielleicht soll es das "Rockerimage" etwas hervorheben oder cool herüberkommen. Ich finde es unnötig, es zieht den Stil etwas nach unten.«
  7      0        – geschrieben von Arh
Kommentar vom 25. Februar 2021 um 9:28 Uhr (Schulnote 4):
» Wie bewertet man ein Leben in Sternen? Ich habe es versucht und möchte direkt im Vorfeld schon sagen, dass diese Bewertung mein persönliches Leseempfinden widerspiegelt – nicht mehr, nicht weniger.
Bill Kaulitz ist eine schillernde Gestalt und dieses Image lebt er. Auch wenn ich nie Fan der Band war, muss ich dennoch gestehen, dass mich die Aussage, Bill rechnet schonungslos ab, gereizt hat.
Allerdings muss ich gestehen, dass diese angepriesene Schonungslosigkeit eher enttäuschend ausfiel. Im ersten Teil des Buches beschreibt Bill seine Kindheit. Spannend, werden viele denken, war auch mein erster Gedanke, doch danach wollte ich das Buch eigentlich weglegen. Zum einen berichtet er von vielen Erlebnissen, die er nur aus Erzählungen kennen kann, zum anderen hatte ich das Gefühl, alles durch einen Filter zu betrachten. Seine Familie wird in den Himmel gelobt, während andere schonungslos ihr Fett wegbekommen. Scheinbar ist es normal, wenn auf dem Rücksitz des Wagens ein befreundetes Pärchen der Eltern vor den Augen der Kleinkinder Oralsex hat, aber nicht, wenn Kinder „Doktor spielen“, da wird sofort der Kontakt abgebrochen. Außerdem hat mich gestört, wie herablassend er über ehemalige Spielkameraden und andere Kindergartenkinder spricht. Hier nun aber ins Detail zu gehen, würde den Rahmen sprengen.
Besser wurde es, als es um die Anfänge seiner musikalischen Laufbahn ging. Nachdem ich nach dem ersten Drittel eigentlich abbrechen wollte (das Vorwort war auch ein Gruselfaktor), war ich froh, nun doch weitergelesen zu haben. Was sowohl er als auch Tom erlebt haben müssen, ist heftig. Ausgrenzung, Einsamkeit, Unverständnis, Fan-Terror und vermeintliche Förderer, die eigentlich nur sich selbst die Taschen füllen wollen. Dass dies ein Kind oder einen Jugendlichen prägt, ist klar, allerdings wird auch immer wieder deutlich, dass sie selbst keine Unschuldslämmer waren und sehr gern provoziert haben.
Dennoch, Sex, Drugs an Rock ‘n Roll – dieses Szenario ist allgegenwärtig. Trotzdem hätte ich mir von einem Menschen, der sich Toleranz und Akzeptanz auf die Fahnen schreibt (außer ich habe das immer falsch verstanden), mehr von beidem gewünscht. Wer Respekt fordert, sollte selbst anderen gegenüber respektvoll auftreten. Im Nachwort erwähnt er, dass seine Lektorin meinte, er würde sehr arrogant und überheblich rüberkommen. Leider hat auch die Überarbeitung diesen Eindruck nicht geändert. Für mich ist dieses Buch leider nicht viel mehr als eine weitere Geldquelle, die Herr Kaulitz anzapft. Wie er selbst schreibt, wäre dieses Buch wahrscheinlich nicht zustande gekommen, wenn Corona bedingt nicht die Südamerika-Tour ausgefallen wäre.
Alles in allem war die Lektüre ein gemischtes Vergnügen. Einerseits war es spannend, hinter die Kulissen zu blicken, andererseits hat Bill damit keine Sympathiepunkte sammeln können. Leider.«
  16      0        – geschrieben von Martina Suhr
 
Kommentar vom 12. Februar 2021 um 21:30 Uhr (Schulnote 3):
» Interessant

Bill Kaulitz bringt mit 30 Jahren seine Autobiographie heraus. Er erzählt sein bisheriges Leben, angefangen bei seiner Geburt. Er erzählt, wie er mit seinem Bruder Tom die Band Tokio Hotel gegründet hat und er damit mit 15 Jahren bekannt geworden ist. Er berichtet vom Leben auf der Tour und wie er mit seinem Bruder 2010 nach Los Angeles gezogen ist, um dem Rummel zu entgehen.

Die Geschichte von Bill Kaulitz war mir völlig unbekannt. Ich habe durch das Buch viel Neues erfahren. Ich empfand es als sehr berührend und einnehmend, wie offen Bill seine Geschichte geschildert hat. Der Schreibstil ist einfach bis vulgär. Das hat mir nicht so gefallen. Das Vorwort hat Benjamin von Stuckrad-Barre geschrieben. Das fand ich weniger interessant, denn ich wollte lieber von Bill persönlich seine Geschichte erfahren. Nette Bilder aus dem Familienalbum sind am Kapitelanfang zu sehen. Ich fand das eine nette Aufheiterung. Das Buch selber hat ein tolles Outfit. Es ist besonders schön mit einem schwarzen Buchschnitt versehen worden.

Interessante Einblicke in das Leben von Bill Kaulitz.«
  7      0        – geschrieben von esmeralda19
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