Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.405 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Ebby«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt
Verfasser: Noah Richter (1)
Verlag: Ullstein (1309)
VÖ: 1. Februar 2021
Genre: Thriller (7059)
Seiten: 464 (Taschenbuch-Version), 480 (Kindle-Version)
Themen: Antarktis (46), Bestechung (14), Gletscher (13), Klimawandel (48), Manipulation (195), Verschwörungen (551), Wissenschaftler (406)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
2,85 (63%)
auf Basis von drei Bloggern
1
0%
2
33%
3
33%
4
33%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
2,80 (64%)
1
0%
2
40%
3
40%
4
20%
5
0%
6
0%
Errechnet auf Basis von 5 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Ein junger Experte für Permafrost und dessen beschleunigte Schmelz stirbt unerwartet. Seine Freundin Leela muss nun seine Erkenntnisse zur Rettung unseres Planeten schützen und gezielt einsetzen. Durch Interessenkonflikte kommt es um zum Kampf ums pure Überleben
Lesermeinungen (6)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (3)     Tags (1)
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
In den vergangenen Wochen sind auffällig viele Thriller mit Bezug auf den Klimawandel aufgetaucht. Dirk Roßmann fand neben seiner Arbeit als Leiter der gleichnamigen Kette an Drogeriemärkten die Zeit, um »Der neunte Arm des Oktopus« zu schreiben und bis an die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste zu schnellen, Tom Roth hat uns mit seinem Werk »CO2 - Welt ohne Morgen« mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, und auch ein Autor, der sich »Noah Richter« nennt, hat Lesestoff geschaffen, der in die gleiche Kerbe schlägt. Vier unserer Mitarbeiter haben die ersten Seiten seines Thrillers »2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt« angelesen, um anschließend zu entscheiden, ob sie nach der Lektüre des Einstiegs Lust hätten, das gesamte Werk durchzuschmökern.

Das Buch

Hinter dem Pseudonym des »Noah Richter« verbirgt sich laut Verlagsvorstellung ein erfolgreicher Berliner Autor von Drehbüchern, Theaterstücken und Spannungsliteratur. »2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt« ist das erste Werk, das unter dem Pseudonym erschienen ist. Da für den Juni mit »Die Morgenröte - Sie nehmen dir dein Leben« schon ein weiteres angekündigt wurde, scheint man jede Menge Vorvertrauen zu haben, dass es ein Erfolg wird. Veröffentlicht wurde es am 1. Februar im Ullstein Buchverlag. Es ist 464 Seiten lang und kostet 10,99 Euro, für die E-Book-Ausgabe sind zwei Euro weniger zu zahlen. Ein zwölfstündiges Hörbuch wurde von Oliver E. Schönfeld und Vanida Karun eingelesen.

In Richters Buch löst sich in der Antarktis ein Gletscher, der Milliarden Tonnen schwer ist, und reißt eine Forschungsstation mitsamt dem Glaziologen Jakob Richter in die Tiefen des Meeres. Ehe Richter dem Wasser zum Opfer fällt, sendet er seiner Freundin Leela Dateien, mit denen sich nachweisen lässt, wie die Klimakrise von großen Konzernen angefeuert wird. Leela stellt sich daraufhin den Schwergewichten in den Weg und sieht sich dadurch schon bald einer Übermacht gegenüber, die vor nichts zurückschreckt.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt in einem Kongresszentrum, in dem die Vertreter von Unternehmen zusammenkommen, die für die globale Klimakatastrophe maßgeblich veranwortlich sind. Neben ihnen befindet sich hier auch eine 24 Jahre alte Frau, nämlich die bereits im Klappentext erwähnte Leela. Sie plant, Gas in die Klimaanlage des Gebäudes zu leiten und damit insgesamt 21 Personen um die Ecke zu bringen. Sie deutet dabei dem Leser gegenüber nicht nur grob ihre Gründe an, sie erwähnt bei der Gelegenheit auch, dass sie schwanger ist und zwei Kinder in ihr heranwachsen. Ob sie ihren Plan wirklich in die Tat umsetzt, und ob man sie als Retterin der Menschheit oder als durchgedrehte Irre betrachten sollte, wird an der Stelle noch offengelassen. Anschließend wird ein Sprung drei Monate zurück in der Zeit gemacht. Wieder erlebt man Leela, dieses Mal in Wittenberg, das gerade in einem Jahrhunderthochwasser versinkt. Sie und einige andere kämpfen dagegen an, dass die Stadt von den Wassermassen verschluckt wird. Gerade als sie dabei ist, eine Rehfamilie zu retten, kommt es zum großen Dammbruch, und sie selbst droht dem Kampf gegen das Hochwasser zu erliegen. Ihr Vater rettet sie, die Rehe scheinen es jedoch nicht geschafft zu haben.

Fazit

Interessant an dem Auftakt ist die Parallele zu Tom Roths Buch, denn in beiden Fällen greifen Menschen, die der Klimakatastrophe den Kampf angesagt haben, zu außergewöhnlich drastischen Mitteln. Bei dem einen werden zwölf Kinder als Geiseln genommen und es wird mit der wöchentlichen Tötung jeweils eines von ihnen gedroht, hier sollen einundzwanzig Personen den Tod durch Gas erleiden ... und beides ganz im Sinne des Klimaschutzes. Dass Richter nicht davor zurückschreckt, auch real existierende Konzerne wie ExxonMobil, BP und Shell als Hauptverursacher der Krise namentlich zu benennen, anstatt fiktive Unternehmenstitel zu verwenden, verdient jede Menge Respekt.

Ein gewisses Manko ist die Wahl der Ich-Perspektive von Leela, insbesondere im Verbund damit, dass es anschließend drei Monate in der Zeit zurückgeht. In den wenigsten Büchern aus Ich-Perspektive droht den Protagonisten ernsthafte Gefahr, denn würden sie im Laufe der Story draufgehen, könnten sie diese ja schwerlich rückblickend schildern. Und wenn es dann noch einmal drei weitere Monate zurückgeht, dann weiß man zwangsläufig erst recht, dass keine Gefahr in Verzug ist, selbst wenn die Protagonistin ins Wasser plumpst und innerlich mit allem abschließt.

Davon einmal abgesehen kann man hier von einem gelungenen Auftakt sprechen, der große Lust auf das macht, was da im Laufe der folgenden 450 Seiten kommen mag. Indem der Autor die Protagonistin planen lässt, mit den Verursachern kurzen Prozess zu machen, wird gleich von Anfang an aufgezeigt, dass hier keine Kompromisse gemacht werden, sondern dass es rigoros zur Sache gehen wird. Die Mittel, mit denen dem Leser verdeutlicht wird, dass Leela jemand ist, mit dem man mitfiebern sollte (Sie ist schwanger! Sie kümmert sich unter Einsatz ihres Lebens um Rehkitze!), sind bei Lichte betrachtet vielleicht ein wenig mit der Brechstange gestrickt worden, verfehlen aber ihre Wirkung nicht. Und so ist man hier schon nach wenigen Seiten wie ein Flitzebogen darauf gespannt, was die engagierte junge Frau binnen dreier Monate dazu bringen wird, derart drastische Mittel zum Einsatz zu bringen.

Schlussendlich haben sich drei unserer Testleser - Nadine Wagner, Sebastian Leder und Yvi Leutbecher - dazu entschieden, das Buch im Angesicht seines gelungenen Einstiegs komplett zu lesen. Wir werden in einigen Tagen also eine Rezension parat haben. Unsere Mitarbeiterin Sara Wojciechowski wird derweilen noch darauf warten, was die anderen zu sagen haben, ehe sie sich entscheidet, das Buch zu lesen.
– geschrieben am 7. Februar 2021
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Autorin der Rezension: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz