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TASCHENBUCH
 
Gipsy Love 2 - The Gipsy Dancer
Verfasser: Monica Bellini (18)
Verlag: Eigenverlag (18844)
VÖ: 29. Januar 2021
Genre: Romantische Literatur (22636)
Seiten: 304 (Taschenbuch-Version), 271 (Kindle-Version)
Themen: Doppelleben (164), London (1699), Oper (41), Staatsanwälte (122), Tänzer (129)
Reihe: Gipsy Love (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Er war geheimnisvoll, umschwärmt und unerreichbar. Jetzt flüchtet er vor heiratswütigen Frauen.

Seitdem Damiano Ciprianis Gipsy-Herkunft kein Geheimnis mehr ist, fliegen die Frauen auf ihn wie Bienen auf Blütennektar. Als er auch noch auf der Titelseite des Forbes-Magazins landet, hat er genug.

Er vergräbt sich in Arbeit und lehnt sämtliche Angebote an sein Alter Ego, den maskierten Flamenco-Tänzer Jorge, ab. Nur frühmorgens fühlt er sich frei. Eines Tages sieht er, wie ein kleiner drahtiger Typ seinen massigen Gegner zu Boden bringt. Das Kerlchen entpuppt sich als Frau mit blauvioletten Augen – und verschwindet.
Lynne Maloney führt seit ihrer Rückkehr nach London ein Doppelleben. Tagsüber ernsthafte Staatsanwältin der Krone, bekämpft die Capoeira-Meisterin in ihrer Freizeit soziale Missstände. Mit einer geschenkten Eintrittskarte landet sie im Royal Opera House, wo ihr faszinierender Logennachbar vorschlägt, den Abend bei einem Drink fortzusetzen. Sie deutet ein Ja an – und verlässt die Oper, bevor der letzte Vorhang fällt, was sie kurz darauf bereut. Doch es ist zu spät ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Monica Bellini für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Monica Bellini gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

KAPITEL 3

Zur selben Zeit im DDC-Tower, Southwark, London.


»Du hast es also nicht der Mühe wert gefunden, mich darüber zu informieren, dass du wieder zurück bist, und hast dich gestern den ganzen Tag über in deinem Penthouse versteckt, weil ...?«
     Dante stand im Türrahmen und starrte ihn mit dem lodernden Blick nieder, den er im Normalfall für diejenigen ihres Volkes reserviert hatte, wenn er sie als Schlichter aller europäischen Gipsys mit einem ernsten Wort in ihre Schranken wies. Aber er war sein Bruder und zugleich sein bester Freund. Damiano wusste, was sich hinter der undurchdringlichen Maske versteckte, die er in den vier Jahren, die Dante sich nach seiner Foxy verzehrt hatte, perfektioniert und nicht eine Sekunde abgenommen hatte.
     »Ich bin eine Woche vor dem geplanten Zeitpunkt zurückgekommen und hatte erst einmal andere Pläne.«
     Er zuckte mit den Achseln, drehte sich um und steuerte direkt auf den zweitürigen Kühlschrank im Küchenbereich zu, die den rückwärtigen Teil des enormen offenen Wohnraums einnahm. In seinem Rücken fiel die Eingangstür zu seinem Penthouse lautstark ins Schloss. Sosehr er sich wünschte, dass Dante sie von außen zugezogen hatte, er musste nicht die sich nähernden Schritte hören, um zu wissen, dass sein Bruder ihm den Gefallen nicht tat.
     »Du meinst damit deine frühmorgendliche Einkaufstour zum Billingsgate Market?«
     Damianos ganzer Körper spannte sich an. Steif wie ein Besen öffnete er den Kühlschrank und griff nach einem Bier. Stefano! Sein Freund war ein mieser Verräter.
     »Willst du auch eins?«, fragte er über seine Schulter.
     »Ich will kein Bier, Damiano, sondern eine Antwort!« Dantes Stimme donnerte genauso sehr wie seine Hand, die auf den Marmor der Kücheninsel schlug.
     Damiano drehte sich langsam um, stieß die Kühlschranktür dabei mit der Hüfte an und öffnete die Bierdose. Dann hob er sie an und nahm einen großen Schluck. Das Zeug schmeckte scheußlich, was ihn daran erinnerte, dass er Dosenbier hasste, aber es füllte seine Kehle und gab ihm Zeit.
     Zu viel davon. Denn plötzlich waren all die Worte des Monologs vom frühen Morgen, den er in seinen Gedanken an seinen Bruder gerichtet hatte, wieder da. Er schluckte und erwiderte Dantes Blick.
     »Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.«
     Dante öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Der wütende Ausdruck in seinen Augen wich Verwunderung, wurde zu Besorgnis.
     Seine Lippen bewegten sich. »Du bist ...« Er verstummte.
     »Was?« Damiano umklammerte die kühle Dose. »Eines der beiden Gesichter auf dem Cover des aktuellen Forbes-Magazins? Der begehrteste Junggeselle im Königreich?« Er ging auf Dante zu und seine Stimme wurde lauter. »Der jüngere Bruder des Schlichters, des ungekrönten Oberhaupts aller europäischen Gipsys, der aus einer Laune heraus seine von Geburt an geschützte Identität herausposaunt hat?« Wütend knallte er das Bier auf den Marmor. »Du bist ein Arschloch, Dante! Du hast nicht einen Moment daran gedacht, was du mir mit deinem Outing antust. Du bist immer noch Dante Cipriani, der Unternehmer, und außerdem der Ehemann der bezaubernden, einzigartigen Countess of Willingdon. Aber wo du gewonnen hast, habe ich verloren. Die ganze Welt weiß jetzt, dass ich Jorge bin. Wenn ich meine Maske aufsetzen und auf die Bühne treten würde, könnte ich spüren, dass sich alle fragen, warum ich diese Farce noch aufrecht halte.«
     Sein Bruder setzte zum Reden an, doch Damiano unterbrach ihn mit einer unwirschen Geste.
     »Sag jetzt nicht, dass du es wegen Carina getan hast. Wir wissen beide, dass das nicht stimmt. Sie und ihr Vater hätten niemals von dir verlangt, der Presse mitzuteilen, dass du ein Gipsy bist und im selben Atemzug, sozusagen als Begleiterscheinung, den geheimnisvollsten Flamenco-Tänzer der Welt zu entlarven.«
     »Aber das stimmt doch gar nicht, Damiano! In keinem der Artikel wurde Jorge erwähnt. Außerdem dachte ich, dass du ...« Dante starrte ihn entsetzt an, und fast schien es, als ob seine Augen feucht schimmerten. Aber das konnte nicht sein. Sein Bruder heulte nicht. Niemals. Er war stark, zeigte keine Schwäche.
     »Nein, du hast dir nichts dabei gedacht.« Damiano sprach leise und schüttelte den Kopf. »Du hast deine Entscheidung getroffen, ohne mich zu fragen. Du bist nun einmal der Ältere und hast Vaters Aufgaben innerhalb unseres Volkes übernommen. Aber obwohl wir gleichwertige Partner sind und die Cipriani Ltd gemeinsam zu dem gemacht haben, was sie ist, warst du derjenige, der den ersten Schritt in diese Richtung unternommen hat. Ich bewundere dich dafür, Dante, und ich bin dir dankbar, weil du, seitdem ich mich erinnern kann, immer für mich da gewesen bist – so wie für unseren Vater. Ohne dich wäre vieles nach Mutters Tod anders gekommen, dabei warst du damals gerade mal fünf. Seit mehr als dreißig Jahren hast du immer jede Entscheidung für uns beide getroffen – aber diese eine war die falsche.«
     Damianos Blick verschwamm. Er merkte die verdammten Tränen erst, als Dante sein Gesicht mit seinen Händen umfasste und sie mit seinen Daumen wegwischte.
     »Shit, Kleiner. Warum hast du mir das nicht früher gesagt?«
     Damiano zuckte mit den Achseln. »Hätte das was geändert?«
     »Tut es das jetzt?«
     Tat es das? Verdammt! Natürlich nicht! Als er am Morgen aus Canary Wharf zurückgekommen war, lange bevor noch einer ihrer Angestellten oder irgendwer, der in einer der anderen Firmen, die von ihnen Büros im DDC-Tower gemietet hatten, zur Arbeit erschienen war, hatte er sich in seinem Penthouse eingeschlossen. Er hatte auch darauf verzichtet, den Lift in das private Tanzstudio in der zwölften Etage zu nehmen, das nur Dante und er nutzten, um nicht zufällig irgendjemandem zu begegnen. Und selbstredend hatte er sich vom sechsundzwanzigsten Stockwerk, wo sich die Direktion der Cipriani Ltd befand, ferngehalten. Was lächerlich war, wenn man bedachte, dass das Hochhaus, dessen Name sich aus Dantes und seinen Initialen zusammensetzte, ihnen gehörte.
      Er hatte endlich den fehlenden Schlaf der letzten Nacht nachgeholt, Musik gehört, sich ein Omelett aus frischen Eiern und ebensolchen Kräutern gekocht, dazu Baguette gegessen und dabei in Gedanken Stefano gedankt, der die Zutaten gestern vor seiner Tür hatte abstellen lassen. Da das zweite Penthouse Dante gehörte und somit unbewohnt war, da er mit Carina in deren Haus in Notting Hill lebte, war er sicher gewesen, dass bis Montag niemand wissen würde, dass er zurück war. Auch und schon gar nicht sein Bruder. Dem er auf keinen Fall irgendetwas von all dem sagen hatte wollen, was ihm heute in den frühen Morgenstunden in der Halle des Billingsgate Markets durch den Kopf gegangen war. Der jetzt vor ihm stand, sein Gesicht zwischen seinen Händen hielt und ihn abwartend mit einem unglücklichen Ausdruck ansah.
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