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Gregor Horvath 1 - Der Mathelehrer und der Tod
Verfasser: Marc Hofmann (1)
Verlag: Knaur (1595)
VÖ: 1. Januar 2021
Genre: Kriminalroman (8336)
Seiten: 272 (Taschenbuch-Version), 204 (Kindle-Version)
Themen: Brüder (1030), Doppelmorde (87), Freiburg (30), Lehrer (657), Leichen (2309), Schule (1052), Selbstmord (651), Verdächtige (132), Zwillinge (686)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Durch die deutschsprachige Krimilandschaft hat vom Erdmännchen bis zum Bestatter schon so ziemlich jeder mal ermittelt und den Experten von der Polizei dadurch das Wasser abgegraben. Im Knaur Verlag ist kürzlich ein schnüffelnder Lehrer hinzugekommen. Die ersten Seiten des zugehörigen Buches haben wir dieser Tage von drei Helfern unserer Seite anlesen lassen und sie darum gebeten, anschließend zu entscheiden, ob sie anhand seines Auftakts das komplette Buch lesen würden.

Das Buch

Die Rede ist von »Der Mathelehrer und der Tod«, einem Roman aus der Feder eines Autors namens Marc Hofmann, der im »richtigen Leben« selbst ein Gymnasiallehrer aus Freiburg ist ... exakt wie sein Romanheld. Der Knaur Verlag scheint ein großes Vorvertrauen in die Figur zu hegen, denn es wurde nicht nur »Der Mathelehrer und der Tod« herausgegeben, es wurde für den August mit »Horvath und die verschwundenen« sogar schon ein Nachfolgeband vorangekündigt. Das erste Buch ist 272 Seiten stark und kostet 9,99 Euro. Die (exakt genausoviel kostende) E-Book-Version ist schon vier Wochen länger erhältlich.

In dem humorvollen Kriminalroman stolpert Gregor Horvath - so der Name des Lehrers - über die Leiche eines seiner Kollegen, nämlich eines Mathelehrers, der augenscheinlich aus einem Fenster gefallen ist. Horwaths eigener Bruder leitet die Ermittlungen, doch nachdem es in Freiburg zu einem Doppelmord kommt und sämtliche Ressourcen in die zugehörige Ermittlung fließen müssen, hakt man den ganzen Zwischenfall kurzerhand als Selbstmord ab. Horvath, der seinerseits ein großer Fan von Agatha Christies Privatdetektiv Hercule Poirot ist, lässt die Sache trotzdem nicht mehr los, und so beginnt er selbst zu ermitteln. Und ihm laufen diverse Lehrer, Schüler und Eltern über den Weg, die als potenzielle Mörder des Mannes in Frage kommen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Das Buch beginnt damit, dass der Ich-Erzähler lebendig begraben wird. Für ihn wird an dieser Stelle die Bezeichnung des »Studienrats« verwendet, doch wir gehen bis hierhin mal davon aus, dass der Ich-Erzähler des Prologs und Gregor Horvath ein- und dieselbe Person sind. Man erfährt, dass den Herrn Studienrat das Schickal des erdigen Abgangs ereilen soll, weil er seine Nase viel zu tief in Angelegenheiten - einen Mord - gesteckt hat, die eigentlich gar nicht in seinen Fachbereich fallen. Wie das Begräbnis für ihn ausgeht, wird an dieser Stelle - erwartungsgemäß - noch offengelassen. Im anschließenden ersten Kapitel wird ein zeitlicher Schwenk an einen Montagmorgen gemacht - mutmaßlich früher in der Zeit -, an dem der Ich-Erzähler (immer noch ohne Nennung eines Namens) auf dem Weg zum Robert-Schumann-Gymnasium in Freiburg ist, an dem er arbeitet. Abgeholt wird er von einem Kollegen namens Buchmann, der mit ihm (abgesehen von der Berufswahl) nur wenig Gemeinsamkeiten teilt. Die Fahrt quer durch Freiburg wird vom Autor dazu genutzt, seinen Lesern den Protagonisten ein wenig näher zu bringen und ihnen ein paar Details aus seinem Leben zu vermitteln.

Fazit

Die Bezeichnung des »Studienrats« fanden wir etwas irritierend, denn der letzte Mann, den wir mit diesem Begriff assoziiert hatten, war Oberstudienrat Dr. Knörz aus den Filmen über die »Lümmel von der ersten Bank« an der Grenze von den sechziger zu den siebziger Jahren. Offensichtlich ist die Verwendung eine regionale Angelegenheit, kurzum: Wieder etwas gelernt.

Dass ein Buch, das als humoristischer Krimi beworben wird, gleich mal mit dem lebendigen Begräbnis des (mutmaßlichen) Protagonisten beginnt, war ebenso irritierend, denn das ist gleich mal ganz schön heftig. Spannung wird dadurch natürlich trotzdem nur bedingt erzeugt, denn auf diese Weise würde der Protagonist eines amüsanten Krimis sicher nicht aus der Story geschrieben werden, erst recht nicht, wenn der Nachfolgeroman bereits angekündigt wurde. Dennoch legt das Buch auf diese Weise einen Start hin, der den Leser gleich mal hellhörig werden lässt.

Das Prinzip, in einem Prolog mit etwas besonders Heftigen einzusteigen, um das Interesse der Leserschaft von Anfang an gleich mal richtig nach oben schießen zu lassen, dann aber auf die Bremse zu treten und sich erstmal Zeit für die Protagonistenbeschreibung zu lassen, ist indessen weit weniger überraschend, sondern ein erprobtes und pausenlos angewandtes Konzept. In diesem Fall wurde ganz schön brachial auf die Bremse getreten, denn die Plauderei der beiden Kollegen auf ihrem Weg zur Arbeit ist schon sehr unspektakulär gehalten. Auf Dauer bleibt zu hoffen, dass weder das eine noch das andere angeschlagene Tempo den Maßstab für das Buch vorgeben wird, sondern ein guter Mittelweg gefunden wird.

Schlussendlich haben sich unsere Helfer Nadine Wagner und Sebastian Leder dazu entschieden, das Buch komplett zu lesen, so dass wir alsbald eine Rezension präsentieren werden. Carmen Gruber wartet indessen noch ab, da sich die im Klappentext erwähnte humorvolle Note bisher noch nicht hat blicken lassen, und ein amüsanter Einstieg in eine humorvolle Krimireihe wäre ihrer Meinung nach passender gewesen wäre als ein storytechnischer Dampfhammer. Aber wer weiß: Vielleicht wird sie sich von den beiden anderen ja eines Besseren belehren lassen.
– geschrieben am 8. Februar 2021
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