Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.405 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Ebby«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Die Mitternachtsbibliothek
Verfasser: Matt Haig (14)
Verlag: Droemer (550)
VÖ: 27. Januar 2021
Genre: Fantasy (13305)
Seiten: 320 (Gebundene Version), 322 (Kindle-Version)
Original: The Midnight Library
Themen: Bibliotheken (124), Bücher (574), Entscheidungen (1962), Jenseits (40), Leben (109), Selbstmord (651)
Charts: Einstieg am 12. Februar 2021
Höchste Platzierung (2) am 24. März 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 6 × Media Control Top 10 Print (Max: 6)
14 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 5)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,90 (82%)
auf Basis von zehn Bloggern
1
30%
2
40%
3
30%
4
0%
5
0%
6
0%
57mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
1,70 (86%)
1
57%
2
24%
3
13%
4
3%
5
2%
6
1%
Errechnet auf Basis von 357 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Wo landen Selbstmörder? Im Limbus? In diesem Roman findet sich Nora Seed in eine Bibliothek wieder. Dort sind die Regale gefüllt mit "Was wäre wenns." Den Geschichten der Leben, die man hätte führen können, wenn man sich anders entschieden hätte.
Lesermeinungen (15)     Blogger (11)     Tags (6)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 17. Februar 2021 um 10:11 Uhr (Schulnote 3):
» In Noras Leben ist nichts mehr so, wie sie es mal wollte. Hinter ihr liegen zahlreiche Entscheidungen, die sie im Nachhinein bereut: etwa, dass sie das Schwimmen aufgegeben hat, obwohl sie großes Potenzial hatte. Oder, dass sie aus der Band ihres Bruders ausgetreten ist; dass sie doch nicht Gletscherforscherin geworden ist und dass sie eine Einladung zum Kaffeetrinken ausgeschlagen hat. Schon lange hat Nora mit Depressionen zu kämpfen. Als sie dann auch noch ihren Job verliert und ihr Kater stirbt, weiß Nora: Sie kann das nicht mehr. Sie beschließt, sich umzubringen, indem sie eine Überdosis Tabletten schluckt - und erwacht plötzlich in einer endlosen Bibliothek wieder. Dort trifft sie auf ihre ehemalige Schulbibliothekarin, die ihr eröffnet, jedes der Bücher berge ein alternatives Leben, ein Paralleluniversum, in dem Nora gelandet wäre, wenn sie einzelne Entscheidungen anders getroffen hätte. Nora hat nun die Möglichkeit, in diese Leben hineinzuschlüpfen, so lange, bis sie das Leben findet, das sie sich tief im Inneren wünscht.

Der Gedanke hinter dem Buch gefällt mir ausgesprochen gut - wer hat sich noch nie gefragt, was gewesen wäre, wenn man sich bei dieser einen Sache anders entschieden hätte? Ob man damit auf Dauer nicht glücklicher geworden wäre? Wie das das Leben beeinflusst hätte, wem man dann alles begegnet wäre und wem nicht, wo man dann wohl gerade wäre etc. Schon kleinste Entscheidungen können das Leben enorm beeinflussen. Wäre der Tag gleich verlaufen, wenn ich morgens 10 Minuten früher oder später aus dem Haus gegangen wäre? Wie spannend es wäre, all das herausfinden zu können!

Dennoch hat mich vor allem eines gestört: Nora bekommt zwar die Möglichkeit, einen Einblick in all diese Leben zu erhalten, aber oft sind es nur Kleinigkeiten, die am Ende dazu führen, dass sie sich gegen das jeweilige Leben entscheidet. Sobald sie auf etwas stößt, dass nicht perfekt ist, landet sie wieder in der Mitternachtsbibliothek. Muss denn wirklich alles perfekt sein, damit ein Leben "richtig" für uns ist? Kommt es wirklich darauf an, dass wir mit jedem noch so kleinen Aspekt vollkommen glücklich und zufrieden sind? Diese Botschaft hat mich dann doch ein wenig irritiert.

Gegen Ende des Buches geht dann auch plötzlich alles ganz schnell - die Ausführlichkeit, mit der Haig zuvor die verschiedenen Leben beschrieben hat, geht plötzlich verloren und es wirkt auf mich so, als habe er das Ganze nun möglichst schnell zu Ende bringen wollen. Es wird plötzlich hektisch und chaotisch und das Buch endet recht abrupt.

Aber ich will mich nicht nur beschweren, über weite Strecken hat mir das Buch trotz allem gut gefallen, es bietet auf jeden Fall viel Stoff zum Nachdenken. Da Nora in ihrem Ursprungsleben Philosophie studiert hat, finden auch einige Philosophen wie insbesondere Thoreau, aber auch Russell, Platon oder Aristoteles Eingang in die Geschichte. Das Buch lässt sich sehr angenehm und zügig lesen und ist trotz der zugrundeliegenden Thematik Depression und Selbstmord sehr humorvoll geschrieben.

Insgesamt ein schönes Buch, das mich aber nicht vollkommen überzeugen konnte.«
  18      1        – geschrieben von Anna625
Kommentar vom 15. Februar 2021 um 22:00 Uhr (Schulnote 3):
» Der Droemer-Verlag überließ mir freundlicheweise ein Rezensionsexemplar.
Nora Seed hätte, nach Ansicht ihrer Familie und Freunde, viele Möglichkeiten im Leben gehabt, aber irgendwas ging immer schief.
Inzwischen jobbt die promovierte Philosophiestudentin im „String Theorie“ einem Musikladen und lebt mit ihrer Katze in einer kleinen schäbigen Wohnung.
Nora leidet unter starken Depressionen und Vereinsamung und schleppt sich von Tag zu Tag.
Eine Folge von Schicksalsschlägen in sehr kurzer Zeit sind für Nora zu viel und sie begeht Selbstmord.
Während sie bewusstlos in ihrer Wohnung liegt und auf den Tod wartet, landet Noras Seele in der Mitternachtsbibliothek.
Dort landen die Seelen in dem Moment zwischen Leben und Tod. Hier bietet sich Nora die Möglichkeit des „Was wäre wenn“.
In der Bibliothek lagern in Form von Büchern all die Leben, die Nora hätte leben können, wenn sie sich in der Vergangenheit anders entschieden hätte.
Zum Beispiel: das Leben mit ihrem Ehemann, wenn sie nicht die Verlobung aufgelöst hätte. Oder das Leben, wenn Nora Polarforscherin geworden wäre anstatt Philosophie zu studieren.
Nora erhält die Chance, sich ein „neues Leben“ zu suchen.
Zunächst erinnerte mich das Konzept an „und täglich grüßt das Murmeltier“, allerdings geht es in diesem Buch darum, wie ein Leben verlaufen würde, wenn die Entscheidungen anders verlaufen wären.
Matt Haig erzählt flüssig und mit wenigen Längen. Die Grundidee ist spannend und die Ausführung interessant, das Ende schlüssig.«
  11      1        – geschrieben von Alexandra Scherer
 
Kommentar vom 11. Februar 2021 um 16:56 Uhr:
» Hätte "Die Mitternachtsbibliothek" nicht die Goodreads Choice Awards gewonnen, hätte ich es wohl nicht gelesen. Aber so hatte ich große Erwartungen, die leider nicht 100% erfüllt wurden.

Obwohl der Roman viele philosophische Zitate enthält, da Nora sich für Philosophie interessiert, ist der Schreibstil generell eher durchschnittlich. Auch der Verlauf der Story ist sehr gradlinig und das Ende ist sehr vorhersehbar. Manchmal wirkten die Konsequenzen, die Nora mit dem Rückgängigmachen ihrer Entscheidungen verursacht hat, auf mich auch etwas an den Haaren herbeigezogen.

Trotzdem konnte ich einige Lehren daraus mitnehmen, vor allem dadurch, dass ich mich sehr gut in Nora hineinfühlen konnte, da sie Wünsche und Bedauern hat, die wohl jeder kennt. Das hat mir auch besonders gut gefallen, dass Noras "Wunschleben" nachvollziehbar waren und Matt Haig so mit seinem Roman auch auf die ungelebten Träume des Lesers eingegangen ist.

Insgesamt hatte ich mir den Impact dieses Buches, vor allem aufgrund der vielen positiven Rezensionen
stärker vorgestellt. "Die Mitternachtsbibliothek" ist für mich eine angenehme Lektüre, erfüllt aber nicht, was ich mir davon erhofft hatte.«
  7      0        – geschrieben von Der Bücherwald
Kommentar vom 10. Februar 2021 um 14:07 Uhr (Schulnote 2):
» Für Nora Seed, Mitte 30, läuft das Leben ganz und gar nicht rund. Sie ist Single, kinderlos und seit Neuestem ohne Job. Ihr Bruder will sie nicht sehen, ihre Katze wurde gerade überfahren und sie fühlt sich von niemandem gebraucht. Ein Selbstmord erscheint ihr da als der richtige Ausweg. Doch womit sie nicht gerechnet hat: Auf dem Weg ins Jenseits kommt sie in eine riesige Bibliothek mit all den Leben, die sie hätte führen können. Dort hat Nora die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch bringt sie in eine veränderte Welt. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

„Die Mitternachtsbibliothek“ ist ein Roman von Matt Haig.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus mehr als 70 angenehm kurzen Kapiteln. Erzählt wird aus der Perspektive von Nora. Dieser Aufbau funktioniert prima.

Der Schreibstil ist anschaulich, lebendig und voller Bilder. Dem Autor gelingt es, seine Fantasie so zu schildern, dass man sie sich als Leser gut vor dem inneren Auge vorstellen kann.

Nora steht als Protagonistin ganz klar im Fokus der Geschichte. Sie ist ein durchaus sympathischer Charakter, obwohl sie für ihr Alter ein wenig unreif wirkt. Obwohl ich mich nicht mit ihr identifizieren kann, konnte ich ihre Gedanken gut nachvollziehen. Darüber hinaus tauchen etliche Nebenfiguren auf.

Besonders gereizt hat mich an dem Roman die kreative Idee der Bücher mit den unterschiedlichen Leben, die schlüssig dargestellt wird. Die verschiedenen Welten machen die Lektüre unterhaltsam und kurzweilig. An der einen oder anderen Stelle hätte die Geschichte sogar durchaus etwas ausführlicher sein dürfen und sollen.

Eine Stärke des Romans ist es, dass er zum Nachdenken anregt. Es geht um Lebensentscheidungen, um Reue und vertane Chancen, um Möglichkeiten und bedeutsame Wendepunkte. Philosophische Fragen werden aufgeworfen. Außerdem wird hier das wichtige Thema Depression näher beleuchtet. Das alles trägt dazu bei, dass der Roman erstaunlich tiefgründig ist.

Gut gefallen hat mir zudem, dass sich nicht nur das Cover an der Originalausgabe orientiert, sondern auch der prägnante englische Titel wortgetreu ins Deutsche übersetzt wurde.

Mein Fazit:
Auch wenn man sicherlich aus der Idee noch mehr hätte rausholen können, hat mich Matt Haig abermals nicht enttäuscht. Sein Roman „Die Mitternachtsbibliothek“ bereitet schöne Lesestunden und liefert nebenbei interessante Denkanstöße.«
  15      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 8. Februar 2021 um 19:04 Uhr (Schulnote 1):
» Inhalt:

Nora Seed ist in ihrem Leben sehr unglücklich. Aus lauter Verzweiflung beschloss sie, sich das Leben zu nehmen. Nun findet sie sich in der Mitternachtsbibliothek wieder. Einer Bibliothek mit tausenden von Büchern und jedes Buch enthält ein Leben, das Nora leben hätte können. Sie probiert eines nach dem anderen durch, jedes bringt sie in ein anderes Leben, in dem sie sich erst zurechtfinden muss. Doch kann ein Leben, das man nicht selbst geführt hat, wirklich glücklich machen?



Meinung:

Das ist für mich nicht das erste Buch, in dem es neben unserem eigenen Leben noch unzählige andere Parallelleben gibt. Die Annahme, dass sich bei jeder Entscheidung ein neues Leben abspaltet, ist faszinierend aber auch irgendwie verstörend. Dann würde es tausende Paralleluniversen mit tausenden von jedem von uns geben. Aber es wäre schon interessant, herauszufinden, wie das eigene Leben verlaufen wäre, hätte man dies oder jenes anders gemacht, oder?

Nora Seed hat in der Mitternachtsbibliothek diese Möglichkeit, in der sie sich nach ihrem versuchten Selbstmord befindet. Hier kann sie Bücher auswählen, die ihr ein Leben zeigen, wenn sie hier oder da eine Entscheidung anders getroffen hätte. Aber sind diese Leben wirklich besser?

Matt Haig hat hier ein wundervolles Buch geschaffen über das Leben und die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Es ist ein Hoch auf unser Leben, das - auch wenn es uns manchmal verzweifeln lässt - doch das einzige ist, das uns gehört. Jede Entscheidung, die wir treffen, macht uns und unser Leben aus.

Mir hat diese Geschichte Mut gemacht. Auch wenn es viel gibt, was ich bereue, jede Entscheidung hat zu dem Leben geführt, das ich jetzt lebe. Jede Entscheidung hat dazu geführt, wer ich bin. Natürlich gibt es viele Dinge, die ich bereue und die ich vielleicht anders machen würde. Aber wer weiß, zu wem ich dann geworden wäre. ... wer weiß, vielleicht gibt es ja auch wirklich tausende von Paralleluniversen, in denen es tausende von Caros gibt und in denen jede Entscheidung durchgespielt wird. Vielleicht bin ich in einem davon sogar eine bekannte Autorin oder Schauspielerin oder ähnliches. Aber wer weiß, ob ich in diesen Leben glücklich bin? Ob ich meine drei Kinder habe und meinen jetzigen Mann? Nein, ich bin froh, dass ich hier in meinem Leben lebe.

Wie man an meinen Abschweifungen sicher merkt, ist die Mitternachtsbibliothek eine Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken gibt. Und allein dafür liebe ich dieses Buch!



Fazit:

Eine wundervolle Geschichte über das Leben und die Entscheidungen, die uns ausmachen. Ein Hoch auf das Leben und viel Stoff zum Nachdenken.«
  13      0        – geschrieben von cbee
Seite:  1 2 3
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz