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Die Mitternachtsbibliothek
Verfasser: Matt Haig (14)
Verlag: Droemer (549)
VÖ: 27. Januar 2021
Genre: Fantasy (13277)
Seiten: 320 (Gebundene Version), 322 (Kindle-Version)
Original: The Midnight Library
Themen: Bibliotheken (124), Bücher (572), Entscheidungen (1957), Jenseits (40), Leben (109), Selbstmord (649)
Charts: Einstieg am 12. Februar 2021
Höchste Platzierung (2) am 24. März 2021
Auch heute noch vertreten
Erfolge: 6 × Media Control Top 10 Print (Max: 6)
12 × Spiegel Hardcover Top 20 (Max: 5)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Errechnet auf Basis von 325 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Wo landen Selbstmörder? Im Limbus? In diesem Roman findet sich Nora Seed in eine Bibliothek wieder. Dort sind die Regale gefüllt mit "Was wäre wenns." Den Geschichten der Leben, die man hätte führen können, wenn man sich anders entschieden hätte.
Lesermeinungen (15)     Blogger (10)     Tags (6)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 19. März 2021 um 10:45 Uhr (Schulnote 4):
» Alternative Leben

Wie viele verschiedene Lebens-Möglichkeiten bietet ein Menschendasein? Kurze Antwort: unendlich viele, je nachdem, wie man sich an bestimmten Wendepunkten entscheidet.
Spannend und verständlich geschrieben zeigt Matt Haigs Roman am Beispiel seiner Protagonistin Nora, wie eine einzelne Entscheidung den Verlauf ihres Lebens, aber auch das vieler anderer Menschen, beeinflussen kann.
Nora Seed empfindet ihren Alltag im englischen Bedford nur noch als frustrierend. Arbeits- und mittellos, fühlt sie sich als Versagerin; sie verfällt in Depressionen, niemandem scheint sie etwas zu bedeuten, im Gegenteil: sie glaubt, für das Unglück anderer noch verantwortlich zu sein. Da sie keinen Ausweg aus ihrer verzweifelten Situation sieht, will sie sterben. Doch das erweist sich als nicht so einfach, denn da gibt es eine geheimnisvolle Bibliothek und eine Bibliothekarin, die sie veranlasst, tiefer über sich selbst und verpasste Möglichkeiten nachzudenken, und ihr die Chance verschafft, Entscheidungen, die sie bereut, zu revidieren…
Die Idee der Paralleluniversen, die Matt Haig für seinen Roman gewählt hat, ist ein faszinierendes Thema. Allerdings wäre es eindrucksvoller, wenn er sich auf wenige Lebensentwürfe für Nora beschränkt und diese noch klarer dargestellt hätte. Natürlich will er zeigen, wie breit die Entscheidungsvielfalt für einen einzigen Menschen sein kann, doch je mehr Leben er schildert, desto verschwommener werden für mich die Bilder. Welche Botschaft der Autor dem Leser vermitteln will, wird diesem recht schnell klar: Sterben ist keine Lösung, jeder Mensch hat seine Fähigkeiten und die Möglichkeit, sein Schicksal selbst zu beeinflussen.
„Die Mitternachtsbibliothek" ist ein unterhaltsamer Roman, spannend und anregend, aber mir fehlt der „Funke“, der auf den Leser überspringen soll.«
  14      1        – geschrieben von solveig
Kommentar vom 17. März 2021 um 9:03 Uhr (Schulnote 1):
» Welches Leben hättest du gerne?

Nora Seed hat vor lauter Verzweiflung beschlossen, sich das Leben zu nehmen. Doch überraschend landet sie in der Mitternachtsbibliothek: Hier stehen unendlich viele Bücher, jedes davon birgt ein anderes Leben, das sie hätte führen können, wenn sie sich an irgendeinem Punkt anders entschieden hätte. Sie darf ausprobieren, ob es ein anderes Leben gäbe mit mehr Glück für sie.

Ein spannender Gedanke ist es, den Matt Haig dem Leser hier präsentiert. Wer denkt nicht auch mal darüber nach, wie eine andere Entscheidung das Leben beeinflusst hätte? Nora hat diese Möglichkeit, und es ist spannend mitzuerleben, was das für sie bedeutet. Ob sie aber in einem anderen Leben glücklich werden kann? Sie lernt sich viel besser kennen und einschätzen, und dadurch wird das Buch auf unterhaltsame Weise philosophisch. Der leichte und flotte Schreibstil lässt den Leser durch das Buch fliegen. Mit Nora mag man sehr gerne mitfiebern, welches Leben sie denn vorziehen würde.

Dieses Buch finde ich bestens gelungen, sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.«
  7      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 12. März 2021 um 8:09 Uhr (Schulnote 2):
» Nachdem ich so viel positives Feedback zu "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig vernommen habe, habe ich nun endlich Zeit gefunden, mich dem Roman neben meinen ganzen Rezensionsexemplaren zu widmen. Es handelt sich hierbei um mein erstes Werk von dem Autor, auf welches ich wirklich sehr gespannt war.

In der Geschichte begleitet der Leser die Protagonistin Nora Seed, die ihrem trostlos erscheinenden Leben ein Ende bereiten will. Bevor sie allerdings stirbt, landet sie in der sog. Mitternachtsbibliothek, die ihr die Chance gibt, in all jene Leben einzutauchen, die sie sich immer gewünscht hat. Jedes Buch dort birgt ein anderes Leben und Nora muss sich fragen, was sie tatsächlich will und wirklich zählt...

Matt Haig schreibt seinen Roman aus der Sichtweise von Nora in der dritten Person im Präteritum. So lerne ich sie schnell näher kennen und auch in vielen Punkten verstehen, ging es mir das ein oder andere Mal in meinem Leben tatsächlich ähnlich. Und auch heute kann ich mich nicht von allen Gedankengängen freisprechen. Viele Dinge, die schief laufen, können dazu führen, dass man sein Leben oder auch seinen Lebenssinn wirklich überdenkt, bei Nora ist es allerdings noch schlimmer: Sie will definitiv nicht mehr. Es ist also richtig spannend zu verfolgen, wie sie dann nichtsahnend die Mitternachtsbibliothek entdeckt und darauf reagiert. Unzählige Möglichkeiten bieten sich ihr dort und ich muss sagen, dass ich ihre Situation da sogar ein wenig beneide. Mal in das Leben eines berühren Superstars eintauchen oder einer hochbegabten Mathematikerin? Wäre das Leben da nicht gleich bedeutender?

Der Autor versteht sich wirklich gut darin, solche Sehnsüchte nicht nur in der Protagonistin, sondern auch im Leser zu schüren, aber weiß diese auch prima umzukehren. Denn er transportiert hier eine sehr wichtige Botschaft, die mich wirklich berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Ich bin zwar nicht zu 100% mit jeder Aussage d'accord, aber größtenteils kann ich das alles nur so unterschreiben.

Die Entwicklung von Nora ist demnach gewaltig und ich genieße es sehr, sie die Geschichte über zu begleiten. An ihrer Seite lerne ich viele Dinge neu zu verstehen und zu betrachten und schöpfe auch wieder etwas (Lebens-)Mut :-)

Der Schreibstil ist sehr kurzweilig und leicht, die Kapitel halten sich in angenehmer Länge und besitzen immer wieder eine interessante Überschrift, die meine Neugier weckt.

Mit dem Buch "Die Mitternachtsbibliothek" macht man meiner Meinung nach nichts falsch, auch wenn man psychisch vielleicht nicht ganz so gut aufgestellt ist. Der Anfang kann möglicherweise triggern, aber es lohnt sich sehr dran zu bleiben und Nora in der Geschichte zu begleiten und daraus eigene Schlüsse zu ziehen. Denn ich bin mir sicher, dass in Jedem von uns ein klein bisschen Nora steckt ;)

Ich vergebe demnach eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 volle Sterne *****«
  21      0        – geschrieben von damarisdy
 
Kommentar vom 20. Februar 2021 um 12:40 Uhr (Schulnote 2):
» Was wäre gewesen, wenn... Wer von uns hat nicht schon einmal mit diesem theoretischen Gedanken gespielt? Wie wäre unser Leben verlaufen, wenn wir von unserem Weg abgewichen und andere Entscheidungen gefällt hätten? Wären wir womöglich erfolgreicher und glücklicher geworden? Mögliche Antworten auf diese Fragen finden wir in dem Buch "Die Mitternachtsbibliothek", in dem sich der Bestseller-Autor Matt Haig mit dem Sinn des Lebens auseinandersetzt.

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können. Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

Für mein Empfinden ist das Cover perfekt auf den Inhalt des Buches abgestimmt worden. Eine Katze läuft auf ein hohes Gebäude zu, das von innen heraus zu strahlen scheint. Die Mitternachtsbibliothek ist eine Zwischenwelt zwischen Leben und Tod. Auf ein festes Dach ist verzichtet worden; man ist für alle Optionen offen.

Ehrlich gestanden, ist mir der Einstieg in dieses Hörbuch ziemlich schwergefallen. Nora Seed ist eine schwer depressive, unbedarfte Protagonistin, mit der ich nicht warmgeworden bin. Es ist hart, ihre negativen Gedankengänge verfolgen und den minutiös geschilderten Countdown bis ihrem Selbstmord miterleben zu müssen, und ich war mehr als einmal versucht, das Hörbuch abzubrechen. Dass ich es nicht getan habe, ist der Verdienst der Sprecherin Annette Frier, die mich mit ihrer angenehmen, frischen und klaren Stimme durch dieses anspruchsvolle Hörbuch getragen und die vielen verschiedenen Charaktere deutlich herausgearbeitet hat.

Nach diesem schwierigen Start hat das Hörbuch für mich langsam an Fahrt aufgenommen. In der Mitternachtsbibliothek hat Nora die Chance, alternative Lebenskonzepte zu wählen, die ihr weiteres Schicksal verändert hätten. Wie erwartet, muss sie die Erfahrung machen, dass nicht alles perfekt gelaufen wäre, wenn sie andere Entscheidungen in ihrem Leben getroffen hätte. Leider darf sie nicht dauerhaft in einem Leben verweilen, das jeweilige Konzept wird nur angerissen, aber unterm Strich kann sie wichtige Einsichten gewinnen.

Alles in allem ist Matt Haig ein interessantes und tiefgründiges Buch gelungen, das durchaus zum Nachdenken über den Sinn des Lebens anregt. "Du musst das Leben nicht verstehen, nur leben." Diese einfache Botschaft sollten wir alle beherzigen!«
  19      0        – geschrieben von Bücherfairy
Kommentar vom 18. Februar 2021 um 9:32 Uhr:
» Zum Inhalt

Nichts Neues, aber sehr gut neu verpackt.

Mit Nora Seed erleben wir eine junge Frau, die von Selbstzweifeln geplagt ist. Ihren Job in einem Musikladen verliert sie. Ihr Bruder will mit ihr nichts mehr zu tun haben. Selbst der alte Nachbar nimmt ihre Dienste nicht mehr in Anspruch. Seine Medikamente bringt ihm nun eine Apotheke um die Ecke. Ihre Katze liegt tot auf der Straße. Nora beschließt ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie landet in der Mitternachtsbibliothek. Dort steht der Uhrzeiger stets auf Mitternacht. Sie kann nun per Bücher sämtliche ihrer möglichen Leben bereisen. Leben, bei denen sie eigentlich nur zu Gast ist …..

Meine Meinung


Das Leben besteht nicht nur aus dem was wir tun, sondern auch aus dem, was wir nicht tun. (Seite 130)


Die Geschichte verbreitet Anfangs eine sehr düstere Atmosphäre. Man spürt die Verzweiflung und Todessehnsucht von Nora. Sie hatte stets das Gefühl, falsche Entscheidungen zu treffen. Merkte irgendwie nicht, dass ihr Leben fremdbestimmt wird. Ihr Bruder will mit ihr nichts mehr zu tun haben, weil sie nicht mehr in seiner Band mitspielt. Ihre Eltern, vor allem ihr Vater, hatten auch andere Pläne mit IHREM Leben.

Nora sieht keinen Sinn mehr in ihrem Dasein. Ihre Depressionen können noch nicht mal mehr von ihren Medikamenten gelindert werden. So landet sie in der Mitternachtsbibliothek.

Die Thematik hat mich total interessiert. Parallelwelten haben mich schon von jeher fasziniert. Alleine der Gedanke, dass es mich zig mal in anderen in anderen Universen gibt, ist einfach unvorstellbar. Noch dazu sind manche Wissenschaftler der Meinung, dass dies nicht abwegig ist.

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, Nora bei ihren verschiedenen Leben zu begleiten. Nora hatte somit die Gelegenheit zu erfahren, ob ihr Leben glücklicher verlaufen wäre, wenn sie andere Lebenswege eingeschlagen hätte. Sei es in der Liebe, beruflich oder in der Familie. Sie musste jedoch stets improvisieren, weil sie keine Vorkenntnisse zu den jeweiligen Leben hatte.

Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Ich habe mich schon öfter gefragt, wie mein Leben bisher verlaufen wäre, wenn ich andere Entscheidungen getroffen hätte. Vor allem wird in der Geschichte klar, wie unglücklich ein Mensch wird, wenn er sein Leben fremd bestimmt führt.

ich habe bei jedem Wort gespürt, dass Matt Haig weiß wovon er schreibt. Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau findet große Erwähnung.


Nicht was man betrachtet ist wichtig, sondern was man sieht. (Seite 269. Thoreau)


Der Schreibstil ist sehr bildlich. Viele wunderbare Zitate haben mich zum Nachdenken angeregt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses wertvolle Büchlein für viele Menschen hilfreich ist. Ein Ansporn, das eigene Leben zu überdenken. Mit seinen Entscheidungen nicht stets zu hadern. Sehr oft fällen wir Entscheidungen nach unserem Bauchgefühl. Das sind mit Sicherheit nicht immer falsche Entscheidungen. Eigentlich fühlen wir, was richtig für uns ist. Niemand sonst!

Fazit

Der flüssige Schreibstil und viele wunderbare Zitate haben mir wunderbare Lesestunden beschert. Das Ende macht Mut. Leben im Hier und Jetzt. Wir wissen alle selbst, was für uns gut ist. Warum daran zweifeln?

Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Matt Haig. Ich war sehr gerne in der Mitternachtsbibliothek.«
  13      0        – geschrieben von Giselas Lesehimmel
 
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