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Paul Stainer 2 - Abels Auferstehung
Verfasser: Thomas Ziebula (11)
Verlag: Rowohlt (1865) und Wunderlich (210)
VÖ: 26. Januar 2021
Genre: Historischer Roman (5790) und Kriminalroman (9836)
Seiten: 464 (Gebundene Version), 452 (Kindle-Version)
Themen: Inspektor (295), Journalisten (1276), Leichen (2763), Leipzig (90), Soldaten (612), Zwanziger Jahre (369)
Reihe: Paul Stainer (3)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (5)     Blogger (4)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 19. März 2022 um 20:50 Uhr (Schulnote 1):
» alte Kriminalfälle

Kriminalinspektor Paul Stainer hat das Trauma des ersten Weltkrieges und den Tod seiner Frau noch nicht überwunden. Deshalb stürzt er sich in seine Arbeit, denn gemordet wird immer und somit hat er wieder einen aufregenden, neuen Fall, den es aufzuklären gilt!

Auch im zweiten Band dieser historischen Krimireihe geht es wieder dramatisch zu. Die politische Lage in Deutschland spielt hierbei eine große Rolle. In welcher Verbindung stehen die Opfer? Sind es wirklich Täter aus den rechten Reihen?

Mir gefallen die Bücher über Paul Stainer, er ist ein interessanter Charakter, der diese Bücher lebendig macht. Seine Arbeit bei der Polizei gibt einen guten Einblick, wie die Kriminalistik damals funktionierte. Spannend und unterhaltsam!!!«
  7      0        – geschrieben von NikoLaus
Kommentar vom 7. März 2022 um 20:03 Uhr (Schulnote 1):
» Historischer Krimi!

Nach dem erstren Band musste ich mir sofort den zweiten kaufen. Ich war gespannt, wie es mit dem Leipziger Kriminalinspektor Paul Stainer. weiterging,

Mich hat vor allem das Drumherum begeistert. Das Leben in dieser Zeit, die Schicksale und Verbrechen. Und das es mal nicht in Berlin spielt, sondern im schönen Leipzig.

Ein Mord der Rätsel aufgibt. Ist er politisch motiviert? Der Autor führt seine Leser wieder auf eine spannende Zeitreise, hinein in die Studentenverbindungen, die Burschenschaften und die private Welt der Beteiligten. Der Geschichtsunterricht, der im Buch immer zwangsläufig präsent ist, gefällt mir sehr gut!!!

Stainer hat wieder alle Hände voll zu tun und man bekommt einen authentischen Einblick in seine Arbeit. Sehr interessant!

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!«
  8      0        – geschrieben von Kleenkram
Kommentar vom 11. März 2021 um 14:47 Uhr (Schulnote 1):
» Packender und atmosphärisch dichter historischer Kriminalroman, der im Leipzig des Jahres 1920 spielt

In diesem historischen Kriminalroman lässt der Autor Thomas Ziebula seinen Ermittler Paul Stainer zum zweiten Mal im Leipziger der 20er Jahre ermitteln und bietet dabei nicht nur viel Spannung und Dramatik, sondern darüber hinaus auch noch eine atmosphärisch dichte Geschichte, die den damaligen Zeitgeist gut transportiert.

Obwohl die Geschichte direkt an die des ersten Bandes anknüpft, kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen und nachvollziehen. Alle dazu erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Wer sich beim Auftaktband die Spannung bei der Auflösung erhalten möchte, sollte die Bücher aber doch in der richtigen Reihenfolge lesen.

Gerade erst hat der immer noch an einem Kriegstrauma leidende Paul Stainer seine Frau Edith zu Grabe getragen, da wartet bereits der nächste Fall auf ihn, der aber gerade recht kommt, um ihn von seinem Schmerz abzulenken. In einem Leipziger Hotel wurde die Leiche eines Soldaten und ehemaligen Mitglieds einer jüdischen Studentenverbindung gefunden, der offenbar gerade erst an einer Mensur teilgenommen hat. Stecken die radikalen Rechten, die sich gerade in Leipzig breit machen, hinter dem Mord ? Ein weiterer toter Soldat, der im Rhein bei Basel ertrunken ist, lässt den Fall dann aber in einem anderen Licht erscheinen. Als die Journalistin Marlene Wagner, die in dem toten Soldaten aus Basel zunächst ihren seit dem Krieg vermissten Bruder vermutet hatte, Paul Stainer und seinem Kollegen Siegfried Junghans bei ihren Ermittlungen in die Quere kommt, überschlagen sich die Ereignisse förmlich.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und facettenreiche Geschichte voran und lässt dabei das immer noch von den Folgen des 1. Weltkrieges gezeichnete Leipzig der 20er Jahre vor unseren Augen auferstehen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Das der Autor sorgfältig für die Hintergründe seiner Geschichte recherchiert hat, merkt man dem Buch jederzeit an. So sprengt es auch immer wieder die Grenzen des Kriminalromans und stellt darüber hinaus ein rundherum gelungenes Sittengemälde der damaligen Zeit dar.

Wer auf historische Kriminalromane steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Mich konnte das Buch auf jeden Fall auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. Auf den nächsten Band der Reihe bin ich nun schon sehr gespannt.«
  13      0        – geschrieben von ech68
Kommentar vom 7. März 2021 um 20:45 Uhr (Schulnote 1):
» Der Autor Thomas Ziebula erzählt in seiner Fortsetzung „Abels Auferstehung“, wieder einen packenden und spannenden Kriminalfall um den Leipziger Kriminalinspektor Paul Stainer.

Inhalt:
Leipzig, Februar 1920. Eigentlich hat Paul Stainer in seinem Leben schon genug Tote gesehen – nicht zuletzt den Mord an seiner Frau Edith. Doch das Verbrechen kennt keine Schonzeit, und es gibt genug Arbeit in der Wächterburg: Die Leiche eines Soldaten stellt Stainer und seinen Kollegen Siegfried Junghans vor ein Rätsel: Wurde das ehemalige Mitglied einer jüdischen Studentenverbindung von den radikalen Rechten ermordet, die ihre Netze in Leipzig enger weben? Dafür sprechen die frischen Wunden, die eindeutig von einer Mensur herrühren. Oder hängt sein Tod mit dem eines weiteren jungen Soldaten zusammen, der bei Basel aus dem Rhein gezogen wurde?
Nicht nur Stainer interessiert sich für die Morde, sondern auch die junge, ehrgeizige Journalistin Marlene Wagner, die für die Leipziger Volkszeitung schreibt. Während Stainers Ermittlungen ihn in die rechten Abgründe Leipziger Studentenverbindungen führen, geht Marlene der Spur eines Zigarettenetuis nach, das der Tote aus dem Rhein bei sich trug – mit verhängnisvollen Folgen, wie auch Stainer bald bemerken wird…

Meine Meinung:
Leipzig 1920: Paul Stainer ist vor kurzem aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und kann seinen alten Job als Kriminalinspektor wieder übernehmen. Gesundheitlich ist er noch sehr angeschlagen, versucht dies aber vor den Augen seiner Umwelt zu verbergen. Auch seinen schweren Verlust, den Tod seiner Frau Edith, hat er noch nicht verkraftet und stürzt sich daher mit voller Energie in seinen neuen Mordfall.

Die Erzählung beginnt kurz nach den Ereignissen im Vorgängerband. Der Autor verwebt gut recherchiert die Geschehnisse mit dem historischen, politischen und sozialen Hintergrund. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Leiche eines Soldaten, sondern auch die persönlichen Geschichten der einzelnen Protagonisten, die bandübergreifend weiter erzählt werden. Besonders die Malerin und Clubbesitzerin Rosa Sonntag, deren Geschichte aus dem letzten Band immer noch einige offene Lücken hat, wird vielleicht im folgenden Teil geschlossen.

Auf die Leiche des Soldaten folgt eine weitere Leiche, die bei Basel aus dem Rhein geholt wird. Hängen die Morde zusammen? Rätsel über Rätsel! Nicht nur Stainer interessiert sich für die Morde, sondern auch die junge, ehrgeizige Journalistin Marlene Wagner, die für die Leipziger Volkszeitung schreibt. Marlenes Recherche und gutes Gespür, lösen eine Menge Unruhe aus und dies wird ihr zum Verhängnis. Die wunderbare Beschreibung über Marlene, hat mir persönlich, sehr gut gefallen und gerne hätte ich viel mehr über sie gelesen.

Die Aufklärung der Mordfälle sind sehr aufregend und spannend, da sie voller Details und unerwarteter Wendungen, geschildert werden. Paul Stainer, hat sich damit wahrscheinlich die Achtung seiner Vorgesetzten und Kollegen, etwas gerade biegen können.

Fazit:
Dem Autor Thomas Ziebula ist es gelungen, mit seinem spannenden Schreibstil rund um den Kriminalinspektor Paul Stainer, eine außergewöhnliche, historische Krimi-Reihe zu erzählen, die mich durchaus begeistert. Auch die Protagonisten und deren Dialoge, die ihnen Leben im Laufe der Handlung einhauchten, haben mir sehr gut gefallen. Auch freue ich mich schon auf weitere spannende Folgen über Paul Stainer.
Von mir eine klare Leseempfehlung!«
  15      0        – geschrieben von Luise
Kommentar vom 11. Februar 2021 um 18:09 Uhr (Schulnote 1):
» Abels Auferstehung, Historischer Kriminalroman von Thomas Ziebula, 460 Seiten, erschienen im Wunderlich-Verlag
Ein weiterer spannender und historisch korrekter Kriminalroman.
Nach dem Tod seiner Frau Edith fällt es Kriminalinspektor Stainer nicht leicht, seine Arbeit in der Wächterburg gewissenhaft zu erledigen. Noch hängt ihm die Kriegsneurose aus seinen Erlebnissen im großen Krieg in den Knochen. Alkohol und die daraus resultierenden Albträume lassen ihn nicht zur Ruhe finden. Ein neuer Fall beschäftigt die Leipziger Behörden, ein ermordeter Maler in einem Hotelzimmer, noch frisch die Wunden aus einer vorangegangenen Mensur. Wurde er, Mitglied einer jüdischen Studentenverbindung von radikalen Rechten ermordet und hat sein Tod eher etwas mit einer mysteriösen Leiche zu tun, die bei Basel aus dem Rhein gefischt wurde? Nicht nur Stainer und sein Kollege Junghans beginnen zu ermitteln, sondern auch die ehrgeizige Journalistin der Leipziger Volkszeitung, Marlene Wagner, die die Spur eines Zigarettenetuis verfolgt, das bei dem Toten aus dem Rhein gefunden wurde. Doch die Ermittlungen haben verhängnisvolle Folgen.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die sich in 46 Kapitel in idealer Leselänge aufteilen. Jedes Kapitel ist mit einer zum Inhalt hinweisenden Überschrift versehen. Dazwischen immer wieder kursiv, somit gut kenntlich gemacht, die Ansichten des Mörders. Schlagfertige Dialoge, in einem in die Zeit hervorragend passenden Jargon, beleben den Plot.
Dass „Roter Judas“ kein Zufallstreffer war, beweist der Autor mit dem 2. Fall des interessanten Kriminaler Stainer. Abels Auferstehung hat mir tatsächlich noch besser unterhalten als der Vorgängerband. Unmittelbar nach dem Ende des 1. Teils setzt vorliegender Fall ein. Sofort hat sich Lesefluss eingestellt. Mehrere Erzählstränge in auktorialer Erzählweise geben einen umfassenden Einblick in das Geschehen. Die Spannung steigt unaufhörlich, schon bei der Hälfte des Buches hatte ich eine Ahnung wer der Täter sein könnte, aber der Autor hat es geschafft mich bis zum letzten Kapitel hinzuhalten. Ungeahnte Wendungen und ein überraschendes Ende haben mich gepackt. Ziebula scheut sich nicht auch wichtige Figuren zu opfern.
Ich fühlte mich unbedingt in die Zeit der Weimarer Republik versetzt. Gaslaternen, Kanapee, Hüfthalter, Blitzlichtpulver und Fernsprecher ich mag diese Zeit und ihre Worte, so hat mir auch mein Urgroßvater oft von Schmissen, Mensuren und seiner schlagenden Verbindung aus seiner Studentenzeit erzählt. Die Sprache vermittelt Zeit- und Lokalkolorit und bezeugt eine hervorragende Recherchearbeit. Solche Sätze wie:“ Die Abenddämmerung verdüsterte längst beide Stromufer und verwandelte ihm die Felsen, die aus dem Wasserfall aufragten, in verkrüppelte und dem Abendhimmel drohende Titanenfäuste. (S.9), erzeugen bei mir sofort Bilder im Kopf. Chapeau!
Dieses Buch hat sich fast von selbst gelesen, der Fall ist gut aufgebaut, die Charaktere sind glaubhaft und authentisch. Sie agieren nachvollziehbar. So tiefgründig charakterisiert, dass ich auch hoffe einigen in weiteren Fällen bald wieder zu begegnen. Allen voran natürlich meine Lieblingsfigur – Paul Stainer- menschlich, ein hervorragender Kriminalist aber mit posttraumatischer Belastungsstörung und sehr sympathisch. Noch einmal hat er eine Chance sein Leben in den Griff zu bekommen, erhalten. Auch von Junghans und seiner zukünftigen Verlobten, habe ich gerne gelesen, ihre Mama, die Straßenbahnschaffnerin ist auch eine tolle Figur. Die Nachtclubbesitzerin Rosa, auch schon das zweite Mal im Umfeld Stainers mit von der Partie. Die toll beschriebenen Kollegen, Schilling, Kubitz, Dr. Prollmann, sie alle habe ich beim Lesen vor Augen. Auch auf ein Wiedersehen mit Heinze freu ich mich. Sogar die Titel die Ziebula seinen Krimis gibt, machen Sinn und ich finde sie faszinierend, wer die Bücher gelesen hat, weiß warum und ich bin schon neugierig wie Band 3 wohl heißen könnte.
Es gibt sicher noch viele Geschichten aus Leipzig in den 20er Jahren zu erzählen und hoffentlich etliche Fälle für die Kriminaler aus der Wächterburg zu lösen. Gerne sehe ich dabei Stainer und den Kollegen über die Schulter, für Stainer wünsche ich mir eine Frau an seiner Seite, ein paar Ideen hätte ich da schon. Eine Empfehlung an alle Leser die historische Kriminalromane mögen. Man könnte diesen Teil als Einzelband lesen, aber sich den ersten Fall entgehen zu lassen wäre schade. Dafür volle Punktzahl Note 1«
  18      0        – geschrieben von Ele95
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