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TASCHENBUCH
 
Kripo Norden ermittelt 1 - Die Leiche am Westerdeich
Verfasser: Stefan Albertsen (1)
Verlag: Klarant (715)
VÖ: 11. Januar 2021
Genre: Kriminalroman (8029)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 161 (Kindle-Version)
Themen: Deich (27), Inseln (1848), Kommissare (2187), Leichen (2226), Mord (6248), Nordsee (348)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Hauptkommissar Axel Groot und Kommissarin Hilka Martens sind die neuen Ermittler der Kripo Norden. Doch Zeit, sich an der Nordseeküste einzuleben, bleibt keine, denn schon am Tag vor dem offiziellen Dienstantritt haben die beiden ihren ersten Fall. Nach einer wilden Sturmnacht liegt ein Mann tot am Westerdeich von Neßmersiel! Auf den ersten Blick scheint er im Meer ertrunken und an Land angespült worden zu sein. Mehrere Stichverletzungen lassen jedoch keinen Zweifel: Es war Mord.
Wer hatte ein Motiv, den Hobby-Historiker Rolf Behrend, der sich mit der ostfriesischen Geschichte beschäftigte, aus dem Leben zu reißen? Ist er in seinen Nachforschungen auf unerwünschte Wahrheiten gestoßen, und wurde deshalb auch sein Laptop gestohlen?
Der erste Weg der beiden Ermittler führt zu Behrends Tochter Christel. Sie bringt einen konkreten Verdächtigen und ganz andere Motive ins Spiel …
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei David Groeger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Stefan Albertsen gibt es bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Er stürzte ins Freie.
     Nein, er floh vor der Angst und dem Schmerz mitten hinein ins Brüllen des Sturms. Die zornige Kraft des Unwetters prallte in einem Gemisch aus Regenwasser und Wind gegen ihn und ließ ihn zurücktaumeln.
     Ein verzweifelter Schrei wurde ihm von den Lippen gerissen, als er ins Dunkel torkelte und sich mit den letzten Reserven, die sein geschundener Leib aufzubringen in der Lage war, vorwärts kämpfte. Stimmen erklangen hinter ihm. Er verstand nicht, was sie sagten, aber sie schrien, so viel war sicher, ansonsten hätte er sie nicht gehört.
     Weg, nur weg hier, peitschte es in ihm.
     Schwerfällig stürzte er weiter, stolperte mehr, als dass er lief. Das Herz pochte wie wild, schien den Brustkorb zu zersprengen. Der Atem quälte sich würgend hervor und rasselte dermaßen, dass er ihn sogar trotz des Windes vernahm. Im selben Moment krallte sich eine Woge aus Schmerz in die linke Hälfte des Oberkörpers und verwandelte jede Bewegung zu einer nicht enden wollenden Tortur.
     Weg, nur weg, lauf ...
     Das Schreien in seinem Geist wurde zu einem Mantra, das ihn aufrecht hielt. Der Ort, an dem alles so furchtbar schiefgelaufen war, blieb hinter ihm zurück.
     Weg, nur weg von hier ...
     Neue Kraft erwachte in ihm. Das Brennen im Rumpf wandelte sich in ein heißes Pochen, das Laufen fiel ihm leichter, obwohl seine Füße wie Blei an ihm hingen.
     Er merkte, wie der Weg steil in die Höhe führte.
     Der Deich, erkannte er mit jenem winzigen Rest Logik, der ihm geblieben war, hoch da, nur dann habe ich eine Chance. Er ließ sich mit den Armen nach vorne fallen und kämpfte sich auf Händen und Füßen vorwärts.
     Der Untergrund war matschig und nachgiebig. Die Finger griffen automatisch zu, zerrten an Grasbüscheln und zogen ihn weiter. Mühsam und quälend langsam kam er voran. Immer wieder stieß er kurze, abgehackte Laute aus. Er spuckte bittere Galle, als die Schmerzen erneut aufflammten und beinahe jede seiner Bewegungen lähmten.
     Mein Gott, wie oft denn noch, blitzte es im Chaos der Gedanken auf, wie oft rutsche ich noch ab? Wie weit muss ich noch klettern? Wann ist es genug?
     Es war, als hätte der Himmel ihn erhört. Er ertastete flachen Grund vor sich. Die Finger glitten durch nasses Gras, und der Wind fuhr ihm ungebremst ins fiebrige Gesicht.
     Er war angelangt, hatte die Krone des Deichs erreicht. Wenn er sich jetzt nach links wandte, dann ...
     Aus der Dunkelheit, die sich wie eine undurchdringliche Decke über das Land gelegt hatte, schoss ein Schatten auf ihn zu. Der Flüchtende riss den Mund auf, doch statt eines Schreis drang nur rasselnder Atem daraus hervor. Ein harter Körper prallte gegen ihn und stieß ihn endgültig von den Beinen. Hände verkrallten sich in seine Schulter und die Kehle. Er bekam keine Luft mehr. Ein Knie bohrte sich ihm in die Seite und die Pein trieb ihn fast in eine tiefe Bewusstlosigkeit.
     Obwohl er leer war, völlig am Ende, riss er den rechten Arm hoch, ballte dabei die Faust und vollbrachte das Wunder zuzuschlagen.
     Er traf den Kopf des Schattens. Vielleicht am Kinn, vielleicht an der Schläfe. Unmöglich zu sagen. Ein weiteres Wunder geschah. Die kräftigen Hände lösten sich von ihm, rutschten ab, und ein erstickter Schmerzschrei zitterte durch das Sturmgetöse.
     Er stemmte sich auf die Beine, die unter der Last seines Körpers nachzugeben drohten.
     Nein, nur weg von hier, hämmerte es in ihm. Die innere Stimme war wieder da. Sie trieb ihn voran.
     Er presste die linke Hand gegen die Rippen. Er war sich sicher, dass die Feuchtigkeit, die er ertastete, nicht nur vom Regen stammte. Die Wunde pochte und brannte und zog die für die Flucht notwendige Kraft aus den Gliedern.
     Nein, so nicht, ich gebe nicht auf, ich ...
     Der gedankliche Satz wurde abrupt unterbrochen.
     Er blieb wie angewurzelt stehen, als sich etwas in seinen Körper bohrte. Ein noch viel intensiverer Schmerz jagte ihm durch den Leib.
     »Oh Gott ...«, hauchte er, und die Worte verwehten ungehört.
     Er stürzte, fiel, rutschte in die Tiefe, wusste nicht mehr, wo oben, wo unten war ...
     Alles ohne Belang. Egal.
     Eisig kaltes Wasser beendete seinen Sturz, umschloss ihn jäh und riss ihn davon. Das Meer nahm ihn als Opfer an, wirbelte ihn umher und tauchte ihn unter.
     Hinein in einen endlosen Abgrund ... hinein ins absolute Nichts ...
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