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Der Therapeut
Verfasser: Matthias Ernst (1)
Verlag: Digital Publishers (294)
VÖ: 1. Dezember 2020
Genre: Thriller (6848)
Seiten: 509
Themen: Albträume (170), London (1672), Mord (6114), Psychiater (155), Schriftsteller (1215), Selbstmord (626), Tagebücher (415), Therapeuten (132), Träume (738)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Therapeut« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Einmal mehr haben sich drei Mitarbeiter unserer Seite dazu entschlossen, den Einstieg in ein Buch gemeinsam zu lesen, um anschließend zu entscheiden, ob sie anhand seines Starts den kompletten Roman lesen würden. In diesem Fall haben wir beschlossen, den Start eines Thrillers unter die Lupe zu nehmen.

Das Buch

Bei »Der Therapeut« handelt es sich um ein Werk, das von dem in Ulm geborenen und in Oberschwaben lebenden Schriftsteller und »Syndikats«-Mitglied Matthias Ernst verfasst wurde, der als Self-Publisher unter einem Pseudonym historische Romane geschrieben hat, später Krimis für das Ullstein-Imprint Midnight und den Kölner Emons Verlag verfasst hat und obendrein zu Anthologien unterschiedlicher Genres kurze Beiträge beigesteuert hat. »Der Therapeut« wurde nun wiederum beim Stuttgarter Verlag Digital Publishers herausgegeben. Das umgerechnet 509 Seiten lange Werk ist seit dem Dezember für 4,99 Euro in E-Book-Form zu bekommen, eine Printausgabe existiert offenbar nicht. Stattdessen gibt es eine Hörbuchversion, die mit einer Spielzeit von 13:15 Stunden daherkommt und von Omid-Paul Eftekhari eingelesen wurde.

In dem Werk kommt es zum Tod eines Schriftstellers, woraufhin seinem Psychotherapeuten von den Medien vorgeworfen wird, aufgrund schlechter Behandlungsmethoden Schuld an dem Tod zu tragen. Jon Burgess, so der Name des Therapeuten, erhält wenig später das Tagebuch des vermeintlichen Selbstmörders. In diesem hielt der Autor vor seinem Dahinscheiden seine Albträume fest. Gemeinsam mit seiner Tochter beginnt Burgess die Aufzeichnungen zu entschlüsseln, wodurch er nicht nur Andeutungen findet, dass sich der Mann womöglich nicht selbst umgebracht hat, er ruft auch sehr mächtige Gegner auf den Plan.

Die ersten (rund) zehn Seiten

In den ersten drei Abschnitten des Buchs wird man in vollkommen unterschiedliche Szenarien gestürzt. Zunächst begegnet man drei von vier Musketieren, nämlich Athos, Porthos und Aramis, die beschließen, dass es an der Zeit sei, (den nicht anwesenden) D'Artagnan aus dem Spiel zu nehmen. Worum es sich bei den Männern handelt, erfährt der Leser hier noch nicht, aber augenscheinlich sind es Personen, die ihre Identität verschleiern. Historische Figuren sind es jedenfalls offensichtlich nicht. Jon Burgess feiert im zweiten Kapitel sein Debüt, als er am Montagmorgen in seiner Londoner Praxis einen anstrengenden Patienten behandeln muss, der gegenüber seiner Mutter Mordfantasien entwickelt hat. Der Patient dürfte im weiteren Storyverlauf keine große Rolle spielen, vielmehr der planmäßige zweite Termin des Tages. Dabei handelt es sich passenderweise um den im Klappentext erwähnten Autor, und dieser sagt seinen Termin telefonisch ab. Allerdings wirkt er - für einen Patienten einer solchen Praxis - dabei recht ausgeglichen. Anschließend lernt der Leser noch »Unity« kennen, die jamaikanischstämmige Volontärin einer Tageszeitung. Diese ist erst seit Kurzem Teil des Journalistenteams und beschäftigt sich in ihren bisherigen Artikeln eher mit Belanglosigkeiten wie dem Alltag von Schwänen. Nun bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag, Schmutzwäsche im Leben des gleichen Autors zu finden, der gerade mit Jon Burgess telefoniert hat und offensichtlich kurz davor steht, sein literarisches Leben einzubüßen.

Fazit

Irritierenderweise wird das Buch in seiner offiziellen Beschreibung Fans von Dan Brown und Nicci French nahegelegt. Irritierend ist dies in doppelter Hinsicht, denn zum einen würde man nicht unbedingt auf die Idee kommen, dass Brown und das englische Autoren-Ehepaar eine auffällig ähnliche Zielgruppe haben, zum anderen würde man angesichts des Klappentexts von »Der Therapeut« auch nicht unbedingt auf die Idee kommen, dass es Parallelen zu deren Romanen geben könnte. Immerhin könnte die Szene mit den Musketieren darauf hindeuten, dass man es hier mit einer Geheimgesellschaft zu tun bekommen wird, was wenigstens eine Dan-Brown-Parallele wäre. Aber eigentlich ist ohnehin fraglich, ob Parallelen sonderlich erstrebenswert sind, schließlich könnte Matthias Ernst ja ganz eigene Qualitäten haben, für die es keinen Vergleich braucht, um sie hervorzuheben.

Was die ersten Seiten des Thrillers angeht: Nach dem mysteriösen Prolog rund um die vermeintlichen Musketiere, die ihren vierten Mann aus dem Weg räumen wollen, gönnt sich das Buch einen ganz schön ruhigen Einstieg. Was bedeutet, dass man als Leser den Eindruck bekommt, man könne sich erst einmal entspannt zurücklehnen und der Protagonistenvorstellung in Ruhe zuschauen. Man erfährt das ein oder andere Detail zum Leben des Psychotherapeuten und der Volontärin, spannend oder gar mitreißend ist das bis hierhin aber natürlich noch nicht. Selbstverständlich kann man auf diese Weise loslegen, bei Thrillern erwartet man aber eigentlich eher, dass schon mal jede Menge passiert, und dass man die Figuren »nebenher« kennenlernt. Kurzum: Man könnte die Handbremse bis hierhin als fast schon ein wenig zu fest angezogen empfinden, wenn sich denn nicht der Hintergedanke im Kopf des Lesers entwickeln würde, dass der Schrifsteller und »D'Artagnan« ein- und dieselbe Person sein dürften.

Würde man die ersten Seiten des Werks in einer Buchhandlung anlesen und sich anschließend entscheiden, ob man es mit nach Hause nimmt oder nicht, dann könnte man das Geschmökerte bis hierhin als ein wenig zu lau empfinden. Der Klappentext ist da schon ein anderes Kaliber, zumal die Idee mit der Traumdeutung ganz erfrischend klingt, sofern sie sich in einem vernünftigen Rahmen abspielen sollte und nicht zu abstrakt ins Esoterische abrutschen sollte. Davon gehen wir aber mal nicht aus. Unsere Mitarbeiter Lydia Neidhardt und Tino Miccolis haben sich nach dem Anlesen dennoch erst einmal entschieden, abzuwarten. Yvi Leutbecher wird das Buch hingegen für uns lesen, so dass wir euch in absehbarer Zeit eine Rezension präsentieren können.
– geschrieben am 12. Januar 2021
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