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TASCHENBUCH
 
Haverbeck ermittelt 18 - Kein guter Jahrgang
Verfasser: Achim Zygar (18)
Verlag: Eigenverlag (18844)
VÖ: 5. Januar 2021
Genre: Kriminalroman (8017)
Seiten: 231 (Taschenbuch-Version), 234 (Kindle-Version)
Themen: Ermittlungen (1379), Gift (276), Kommissare (2182), Mord (6242), Wein (84)
Reihe: Haverbeck ermittelt (18)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Achim Zygar für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Achim Zygar gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Melanie zeigt auf einen Stapel neben dem Tresen.
     »Das waren ursprünglich sechs Kartons«, sagt sie. »Die habe ich aus dem Lager geholt.«
     »Und die Gläser waren in der Vitrine?«
     Sie nickt. Goller öffnet einen neuen Karton.
     »Jetzt will ich es wissen«, sagt er und zieht eine Flasche heraus. Er öffnet sie und prüft den Wein genau so, wie er es gerade gemacht hat.
     »Scheiße«, sagt er, nachdem er den Probeschluck in das Glas gespuckt hat. »Was ist da bloß passiert?«
     Nachdenklich klappt er den Karton zu. Er sieht zu seiner Tochter, die sich auf einen Stuhl gesetzt hat. Sie sieht noch blasser aus als sonst. Klar, nach so einem Abend ist das nicht weiter verwunderlich. Goller beißt nervös mit den Zähnen auf seiner Unterlippe herum. Vielleicht hätte er den Weinberg doch nicht kaufen sollen. Zwar hat er jetzt seinen eigenen Rotwein. Aber er ist ja nur sporadisch vor Ort. Traben-Trarbach liegt nun mal nicht um die Ecke, sondern an der Mosel. Weiß er denn, was das Winzer-Ehepaar, das sich um den Weinberg kümmert, den ganzen Tag so macht? Was ist, wenn sein Wein die Leute krank gemacht hat? Das wird er nicht unter den Teppich kehren können, das wird die Runde machen. Er hatte ja nicht nur enge Freunde eingeladen, sondern auch Kunden und einen anderen Weinhändler. Mit denen ist er zwar freundschaftlich verbunden. Aber was heißt das schon im Geschäftsleben? Er sieht auf die Uhr seines Handys.
     »Ich fahre ins Krankenhaus. Ich muss wissen, wie es Ulla und den anderen geht. Vielleicht können mir die Ärzte sagen, was der Auslöser war. Es muss ja nicht unser Wein gewesen sein.«


2


Am nächsten Morgen, kurz nach acht, steht Kriminalhauptkommissar Siegfried Haverbeck mit verschränkten Armen am Fenster seines Büros in der siebten Etage des Bielefelder Polizeipräsidiums. Dunkle Wolken ziehen vom Teutoburger Wald kommend über die Stadt und verstärken seine trübe Stimmung. Denn auf dem Weg ins Büro hatte ihn sein Chef, Kriminalrat Dr. Bock, abgefangen und ihm die neuste Neuigkeit erzählt. Dr. Brasig, die Gerichtsmedizinerin, werde ab sofort in einem anderen Präsidium arbeiten. Wo genau, wusste er nicht. Irgendwo im Ruhrgebiet, meinte er nur. Wer ihr folgen wird, sei noch nicht bekannt. Bis jemand gefunden sei, würden die Kollegen aus Münster einspringen.
     Es beginnt zu regnen. Anfangs fallen nur einzelne Tropfen, dann gießt es. Und Haverbeck fragt sich, wo sein Assistent bleibt. Vermutlich hat Landmann wieder eine kurze Nacht gehabt. Seit er eine Freundin in Magdeburg hat, ist er mehr auf der Autobahn als in seiner Bielefelder Wohnung. Die Frau hatte er bei Ermittlungen auf Rügen kennengelernt. Sie braucht nur mit den Fingern zu schnippen und sofort macht er sich auf den Weg. Ein Katzensprung ist das nun wirklich nicht. Wenn die A2 staufrei ist, sind es zweieinhalb Stunden Fahrtzeit. Aber Landmann macht das, ohne mit der Wimper zu zucken, unter der Woche nach Dienstschluss. Und morgens steht er um fünf Uhr auf und fährt zurück. Was für ein verrückter Kerl. Haverbecks Blick geht gen Himmel. Jetzt schüttet es, als würde es kein Morgen geben. Aber wer wird sich schon darüber aufregen? Seit Weihnachten ist so gut wie kein Tropfen Regen gefallen. Und geschneit hat es auch nicht, von ein paar schüchternen Flocken abgesehen. Jetzt ist es Mitte März, die Landwirte werden sich freuen.
     Haverbeck dreht sich um, jemand hat die Tür aufgemacht.
     »Guten Morgen, Chef.«
     »Den wünsche ich Ihnen auch. Vier Stunden?«, fragt Haverbeck.
     »Wie, vier Stunden ...«
     »Geschlafen.«
     »Ja, so in etwa.«
     »Also drei.«
     »Nein, nein, dreieinhalb sind es gewesen.«
     »Wer braucht schon Schlaf ... Was könnte man alles machen, wenn es den nicht gäbe.«
     »Das stimmt«, sagt Landmann und schleicht zu seinem Schreibtisch. »Was liegt heute an?«
     »Das dürfen Sie sich aussuchen. Entweder gehen wir endlich ins Archiv und suchen nach interessanten Altfällen. Oder wir stellen unsere Arbeitskraft anderen Abteilungen zur Verfügung.«
     »Haben Sie etwas von der Massenvergiftung gehört?«
     Haverbeck schüttelt den Kopf.
     »Gestern Abend soll das gewesen sein, bei einem Weinhändler in Bielefeld. Das war die Hauptmeldung vorhin in den Regionalnachrichten. Ich habe das kurz hinter Hannover gehört. Da wollte ich gerade auf einen Parkplatz fahren und ein kleines Nickerchen machen. Aber bei dieser Meldung bin ich hellwach geworden. Das sollen an die zwanzig Gäste gewesen sein. Der Redakteur hatte einen Arzt der Klinik am Telefon. Der meinte, mit dem Wein sei vermutlich irgendetwas gewesen.«
     »Das habe ich nicht mitbekommen. In der Zeitung stand nichts, die habe ich nämlich bereits durchgeblättert.«
     »Ob sich die Staatsanwaltschaft darum kümmert?«
     »Wenn die was machen wollen, bekommen wir das schon mit, keine Bange. Wofür haben wir unseren Kriminalrat? Sollte der Wein einfach nur schlecht gewesen sein, ist das ohnehin nichts für uns. Darum kümmert sich das Gesundheitsamt, die Gewerbeaufsicht oder wer auch immer. Erzählen Sie mir lieber, wie es Ihrer Freundin geht.«
     »Gut«, sagt er und strahlt. »Am Wochenende kommt sie nach Bielefeld. Wir wollen mit ihrer Tochter in den Tierpark. Die Kleine freut sich schon riesig.«
     »Wer ist eigentlich ihr Vater?«
     »Das ist ein bisschen komisch«, sagt Landmann zögerlich. »Das habe ich bis heute nicht herausbekommen. Bianca hat nur ausweichende Antworten gegeben. Sie wolle darüber nicht sprechen, die Trennung von ihrem Ex sei noch zu frisch. Aber er würde regelmäßig für das Kind zahlen. Damit sei sie schon zufrieden.«
     »Sie kommt also für ein paar Tage. Dann müssen Sie nicht auf die Autobahn und können endlich richtig ausschlafen.«
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