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Der Tausch
Verfasser: Julie Clark (1)
Verlag: Heyne (2943)
VÖ: 25. Dezember 2020
Genre: Thriller (6912)
Seiten: 400 (Broschierte Version), 278 (Kindle-Version)
Original: The Last Flight
Themen: Falle (214), Flucht (1820), Flugzeugabsturz (105), Frauen (816), Identität (371), Puerto Rico (2), Sterbehilfe (12)
Charts: Einstieg am 30. Januar 2021
Höchste Platzierung (1) am 2. Februar 2021
Zuletzt dabei am 12. Februar 2021
Erfolge: 6 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
4 × BILD-Bestseller Top 20 (Max: 12)
7 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 1)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Tausch« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (2)     Tags (8)
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Die letzte Ausgabe unserer Rubrik »Projekt 10« ist nun schon eine Weile her, weswegen wir mal wieder in den Einstieg eines neuen Buchs hineinschnuppern wollten. Getroffen hat es einen Thriller, der in der vergangenen Woche schnurstracks vom zwanzigsten auf den ersten Platz der Paperback-Bestsellerliste hochgeschossen ist. Fünf unserer Mitarbeiter haben die ersten Seiten des Werks gemeinsam gelesen, um anschließend zu entscheiden, ob sie anhand dieses Einstiegs das komplette Werk lesen würden.

Das Buch

Die aus Kalifornien stammende Julie Clark schaffte es mit ihrem Roman »The Last Flight« kurzzeitig bis in die Top Ten der kombinierten E-Book- und Print-Bestsellerliste der New York Times, und genau um dieses Buch handelt es sich, das nun in Deutschland zu solch großen Erfolgen gekommen ist. Der Heyne Verlag veröffentlichte das rund 400 Seiten lange Werk Ende Dezember zunächst als Digitalausgabe zum Preis von 4,99, nach dem Jahreswechsel folgte dann eine 12,99 Euro kostende gedruckte Version. Zudem gibt es ein 10:14 Stunden langes Hörbuch, für das Britta Steffenhagen im Einsatz war.

Geht man nach der offiziellen Buchbeschreibung, bekommt man in »Der Tausch« die Geschichte zweier Frauen serviert: Claire, ihres Zeichens die Gattin eines beliebten, aber gewalttätigen Politikers, und Eva, die im Fokus der Polizei steht, da sie ihrem schwer erkrankten Mann Sterbehilfe geleistet hat. Nachdem die beiden Frauen am Flughafen aufeinandertreffen, tauschen sie ihre Tickets und schlüpfen sozusagen in die Haupt der anderen. Während Evas Flugzeug abstürzt, muss Claire alsbald erkennen, dass Eva womöglich nicht die war, die sie zu sein vorgab ... und obendrein scheint sie beim Flugzeugabsturz nicht ums Leben gekommen zu sein, obwohl alle Insassen der Unglücksmaschine tot sein sollen.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Im Prolog des Romans erfährt man, dass eine Person - der Buchbeschreibung nach zu urteilen Eva - am New Yorker Flughafen »John F. Kennedy« steht und auf die Ankunft einer zweiten Frau - augenscheinlich Claire - wartet. Zumindest ist das der Eindruck, der erweckt werden soll, denn dass hier Namen nicht genannt werden, ist schon ziemlich augenfällig. Was man an der Stelle bereits herausliest, ist die Existenz eines deutlichen Informationsvorsprungs der Wartenden gegenüber der Ankommenden. Nach ein paar Absätzen folgt ein harter Schnitt auf den Vortag - hier als »der Tag vor dem Absturz« bezeichnet -, und man lernt Claire und damit auch die Verhältnisse kennen, in denen sie sich in den letzten Jahren (und den Jahren zuvor) befand. Es wird bereits angedeutet, auf welche Weise sie unter ihrem Ehemann zu leiden hat, vor allem aber wird beschrieben, wie sie mit Hilfe ihrer einzigen verblieben Freundin plant, unter Ausnutzung deren Verbindungen aus ihrer aktuellen Identität und damit aus ihrem jetzigen Leben zu entschwinden. Die Flugreise, die sie alleine antreten muss und die sie dafür nutzen möchte, geht jedoch in eine ganz andere Richtung als in die, die im Klappentext erwähnt werden, so dass sich bereits an dieser Stelle andeutet, dass alles ganz anders laufen wird, als es angedacht ist.

Fazit

Dass das Buch aus der Ich-Perspektive Evas beginnt (wenn sie es denn gewesen sein sollte), war für uns alle nach dem Lesen des Klappentexts eine kleine Überraschung, denn davon ausgehend hätte man ja vermuten können, dass es hier um eine große Intrige geht, deren Spielball Claire ist, und bei der Eva eine komplett mysteriöse Rolle zukommt. So ist das Buch offensichtlich (oder vielleicht) nicht angelegt. Dass es direkt nach dem Prolog in der Zeit zurückgeht und innerhalb dieser Szenerie gedanklich dann sogar nochmal ein weiterer Schritt zurück gemacht wird, dürfte einigen Stildogmatikern übel aufstoßen, da frühe Rückblicke in den Augen einiger Kritiker - warum auch immer - verpönt sind, hier ist es aber ein probates Mittel, und uns stört es ohnehin nicht. Natürlich sind die Kapitel, in denen die Erstvorstellung der Protagonisten erfolgen, nicht die allerspannendsten, hier wird dies durch die eingeflochtene Planung von Claires Abgang aus ihrer Ehe jedoch schon mal ordentlich aufgelockert. Nicht zuletzt ist es auch ein geschickter kleiner Schachzug, dass die Flugreise erstmal in eine ganz andere Richtung gehen soll, da man somit schon mal mit der Frage konfrontiert wird, was es damit auf sich hat und was für die Änderung sorgt. Natürlich ist absehbar, dass sich dieser Punkt recht rasch aufgeklären wird und dazu führen wird, dass Planung purer Improvisation weichen wird und es damit überhaupt erst zu der Hauruck-Entscheidung des Tickettauschs kommen kann, aber dennoch: Es ist eine nette kleine Spannungsspitze. Schlussendlich haben sich unsere Mitarbeiter Carmen Gruber, Lydia Neidhardt, Nadine Wagner und Yvi Leutbecher dazu entschieden, dem Buch anhand seiner ersten zehn Seiten eine Chance zu geben und es komplett durchzuschmökern. Demnach werden wir euch in wenigen Tagen also auch eine Rezension präsentieren können. Lediglich unser Helfer Tino Miccolis will noch abwarten, was daran liegt, dass ihm bis hierhin zu wenig geliefert wurde, das er sich nicht ohnehin anhand des Klappentexts zusammenreimen konnte. Eins ist aber ihm genau wie den anderen klar: Dass das Buch verkaufstechnisch derart durch die Decke gegangen ist, muss irgendwelche guten Gründe haben ... wir sind also gespannt.
– geschrieben am 28. Januar 2021
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