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Der Tausch
Verfasser: Julie Clark (1)
Verlag: Heyne (3039)
VÖ: 25. Dezember 2020
Genre: Thriller (7125)
Seiten: 400 (Broschierte Version), 278 (Kindle-Version)
Original: The Last Flight
Themen: Falle (226), Flucht (1874), Flugzeugabsturz (111), Frauen (871), Identität (383), Puerto Rico (2), Sterbehilfe (13)
Charts: Einstieg am 30. Januar 2021
Höchste Platzierung (1) am 2. Februar 2021
Zuletzt dabei am 22. März 2021
Erfolge: 16 ◊ Media Control Top 10 E-Book (Max: 1)
8 ◊ BILD-Bestseller Top 20 (Max: 12)
23 ◊ Spiegel Paperback Top 20 (Max: 1)
2 ◊ Schweiz Taschenbuch Top 20 (Max: 5)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Tausch« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (3)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (3)     Tags (15)
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
In dieser Woche rangiert Julie Clarks Roman »Der Tausch« zum zweiten Mal in Folge auf dem Spitzenplatz der Paperback-Bestsellerliste des Spiegels. Wir haben das Buch bzw. seine ersten Seiten vor einigen Tagen im Rahmen unserer Reihe »Projekt 10« thematisiert, und nun möchten wir euch unsere Meinung zum kompletten Werk nachreichen. Veröffentlicht wurde »Der Tausch« vor etwas mehr als zwei Wochen vom Heyne Verlag. Das Buch ist rund vierhundert Seiten stark und kann zum Preis von 12,99 Euro bezogen werden. Die E-Book-Variante ist schon ein paar Wochen länger erhältlich und kostet mit 4,99 Euro deutlich weniger. Es gibt außerdem auch eine Hörbuchausgabe, diese ist 10:14 Stunden lang und wurde von Britta Steffenhagen eingelesen.

Geschildert wird die Geschichte zweier Frauen, die zu Beginn des Buchs am New Yorker Flughafen »John F. Kennedy« aufeinandertreffen. Die eine der beiden ist Claire, die Gattin eines überaus beliebten Politikers, der sich gerade mitten im Wahlkampf befindet, durch den er sich den nächsten großen Schritt auf seiner Karriereleiter erhofft. Der Mann hat zwei Gesichter, denn während er nach außen den ehrbaren und fürsorglichen Mann spielt, übt er hinter den Kulissen Gewalt aus und hat sie in eine Rolle gedrängt, die ihr zutiefst zuwider ist. Auf dem Flughafen begegnet Claire der zweiten Dame, die ihr erzählt, dass auf sie die Polizei wartet, da sie ihrem schwerkranken Mann Sterbehilfe geleistet hat. Kurzerhand tauschen die Frauen ihre Tickets und schlüpfen in die Rolle der jeweils anderen. So landet Claire in Kalifornien, während ihr eigentlich angedachter Flug in einer Katastrophe endet: Das Flugzeug stürzt ab. Doch von Glück kann Claire nicht reden, denn was sie in Kalifornien vorfindet, entspricht nicht dem, das sie nach ihrer Unterhaltung mit der anderen Frau erwarten konnte - nichts in ihrem Haus deutet darauf hin, dass hier Eheleute inklusive eines todkranken Mannes gelebt haben. Zu allem Überfluss entdeckt Claire in einer Fernsehreportage die Frau, mit der sie die Rolle getaucht hat ... und sie ist quicklebendig, obwohl niemand das Unglück überlebt haben soll. Kurzum: Irgendetwas ist hier ganz und gar nicht koscher.

Zunächst einmal: Die Einordnung als Thriller, die auf das Buchcover gedruckt wurde, ist ... nun, sagen wir mal: ein wenig gewagt. Denn das Buch verfügt nicht nur über einen sehr geringen Spannungsfaktor, man kann sogar fast sagen, dass dieser bei nahezu Null liegt. Und dennoch ist »Der Tausch« ein unterhaltsames und lesenswertes Buch, vor allem aber eines, das einen guten und wichtigen Beitrag im Kampf gegen gesellschaftliche Zustände leistet, die im Jahre 2021 eigentlich nicht mehr herrschen sollten, trotzdem aber noch gang und gäbe sind. Eingebettet in eine Geschichte, die nie langweilig wird, zeigt die Autorin hier auf, wie Frauen auf unterschiedliche Weise zum Spielball von Männern werden, die ihre Machtpositionen ausnutzen und sie in Rollen hineinpressen, die ganz und gar ihrem Potenzial und ihrem eigentlichen Willen widersprechen. Dass dies genau die richtige Wirkung hat, liegt vor allem daran, dass Julie Clark die Handlungsträgerinnen nicht gänzlich von einer Mitschuld freispricht, sondern sie durch falsche Entscheidungen und ein Zurückstecken an den falschen Stellen in die Sackgassen hineinlaufen lässt, in denen sie dann stecken. Dabei wurde hervorragend ausbalanciert, dass sich die Täter- und Opferrollen trotzdem nicht umkehren, sondern die Sympathien genau so verteilt bleiben, wie sie sollen. So schafft es die Autorin, Frauen eine Stimme zu geben, die auch im Hier und Jetzt noch nicht so gehört und ernstgenommen werden, wie es sich eigentlich von selbst verstehen sollte, und von denen es Millionen und Abermillionen gibt. Das Ergebnis mag vielleicht - wie erwähnt - nicht spannend sein, doch trotzdem ist ein Buch dabei herausgekommen, das von der ersten bis zur letzten Seite wertvolle Lesestunden bietet.
– geschrieben am 30. Januar 2021 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz