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Auf der Flucht vor Göttern und Dämonen
Verfasser: Doris E.M. Bulenda (26)
Verlag: MoKo (8)
VÖ: 28. Dezember 2020
Genre: Fantasy (12725)
Seiten: 148
Themen: Dämonen (1020), Flucht (1809), Götter (785), Halbgötter (32), Kampfsport (40), Krieger (900), Schlangen (58)
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Was tut eine menschliche Kampfsportmeisterin, wenn sie sich mit einem Dämonen-Hochlord angelegt hat? Sie flieht in letzter Sekunde im Maul einer gigantischen Weltenschlange aus der Dämonenwelt. Von der Schlange wird sie auf eine verborgene Welt gebracht, auf der aber vor ihr schon andere Bewohner gestrandet sind: eine Horde wilder, ungezügelter Mutanten-Krieger aus der Zukunft der Erde und ein arroganter, selbstverliebter, arbeitsscheuer Schnösel von einem Halbgott. Der hat eine Revolution in seinem Götter-Pantheon angezettelt und ist zweiter Sieger geworden. Natürlich setzt sein Götterherrscher Doranath jetzt alles daran, ihn in die Finger zu bekommen. Die Jagd ist eröffnet – und die Notgemeinschaft, die sich mühsam zusammenraufen muss, ist gemeinsam auf der Flucht vor Göttern und Dämonen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Doris E.M. Bulenda für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Doris E.M. Bulenda gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Es gibt eine Menge Arten, zu reisen. Meine augenblickliche Reise im Maul einer gigantischen Schlange, die den Weltenozean auf der Suche nach einem passenden Asyl für mich durchquerte, gehörte mit Sicherheit zu den unangenehmsten überhaupt.
     Immer noch zitterte ich vor Angst und konnte es kaum glauben, dass ich dem Dämonen-Hochlord entkommen war. So kauerte ich im Schlangenmaul, es war dunkel und heiß, der Gestank hier drin einfach unglaublich. Eingeklemmt zwischen mehreren Reihen von spitzen, scharfen, nach hinten gerichteten Zähnen und einer dicken, gespaltenen Zunge überfielen mich Wogen von Klaustrophobie, die mich langsam in Panik versetzten. Aber das Schlimmste war, dass ich kaum noch atmen konnte, weil es im Schlangenmaul an Sauerstoff mangelte.
     »Sss-meralda, ich ersticke! Bitte, ich kriege keine Luft mehr. Ich muss atmen, Sss-meralda, bitte!«
     Der Versuch, mich durch lautes Schreien bei Sss-meralda bemerkbar zu machen, scheiterte. Im Moment kam aus meinem Mund nur noch ein heiseres Krächzen. Deshalb konzentrierte ich mich darauf, meine Freundin und Retterin per Gedankenübertragung auf meine Notlage aufmerksam zu machen.
     Sie wollte nur mein Bestes und versuchte, mich in ihrem fest geschlossenen Maul in Sicherheit zu bringen. Aber wenn ich noch länger dieser dunklen, luftlosen Höhle ausharren musste, dann brauchte sie mich nirgends mehr hinbringen. In ein paar Sekunden würde ich jämmerlich erstickt sein, so fühlte es sich zumindest an.
     Dann spürte ich einen starken Aufwärtsruck und hörte gedämpftes Platschen, als Sss-meralda die Oberfläche des Weltenozeans durchbrach. Sie öffnete ihren Mund und ich schnappte dankbar und sehr hektisch nach der hereinströmenden Luft. Keuchend versuchte ich, mehr davon zu bekommen, aber schon schloss sich die Öffnung wieder, während die Schlange erneut in die Geborgenheit und Verschwiegenheit des Ozeans zwischen den Welten abtauchte.
     »Keine Sss-orge, meine Freundin, keine Sss-orge, gleich ist sss geschafft. Dann bist du, wo du sss-icher bist. Ganz sss-icher. Nicht allein sss-ein musst. Sss ist nicht weit, sss-icher.«
     Mit einer früher erlernten Yoga-Atemtechnik versuchte ich, mich zu beruhigen, die Platzangst zurückzudrängen und meinen Atem flach zu halten. Natürlich war ich heilfroh, dass mich meine Schlangenfreundin Sss-meralda in letzter Sekunde vor einem üblen Tod gerettet hatte und wollte sicher nicht undankbar sein ... Aber ich kauerte jetzt schon sehr lange in ihrem Maul und hatte keine Ahnung, auf welche Welt sie mich verfrachten wollte. Auch wenn das eigentlich egal war - Hauptsache, sie war gut verborgen und außer Sicht- und Reichweite der hasserfüllten Dämonen.
     Auf der Flucht vor dem mächtigen und grausamen Dämon Azrael-Zartel war es das erste und oberste Ziel, gehörigen Abstand zwischen ihn und mich zu bringen. Der hohe Dämonen-Fürst, der Dämonen-Hochlord, der Dämonen-Kriegshäuptling - und was er sich sonst noch alles an Titeln angeeignet und angemaßt hatte - war hinter mir her, rotglühend vor Wut. Noch nie in der Geschichte des Dämonenreiches hatte es ein Dämon und schon gar kein Mensch gewagt, ihn so zu verärgern. Nicht nur, dass ich mich mit ihm angelegt hatte, ihn tätlich und magisch angegriffen hatte, nein, ich hatte ihn tatsächlich für kurze Zeit überwältigen können und ihn dabei auch noch bestohlen.
     Meine Haut würde jetzt schon den Thron von Azrael-Zartel schmücken, wenn mich meine Schlangenfreundin Sss-meralda nicht in allerletzter Sekunde gerettet hätte. Natürlich hätte mir der Dämonenfürst die Pelle bei lebendigem Leib abgezogen, als Bestrafung für meinen Frevel. Anschließend wäre es ihm ein Vergnügen gewesen, meine blutigen Überreste noch sehr lange am Leben zu erhalten. Das wäre eine gelungene Antwort auf meine Rebellion gewesen, ganz nach seinem dämonischen, sadistischen Geschmack. Selbstverständlich hätte er mich dann auch zur Schau gestellt, als abschreckendes Beispiel für seine übrigen Untertanen. Nicht, dass noch ein paar unzufriedene Dämonen durch mein schlechtes Beispiel verleitet würden, gegen ihn aufzubegehren.
     Als ich an meine grässliche Lage dachte, seufzte ich tief. Ich war eine Frau von der Erde, eine geehrte Kampfsport-Meisterin, eine moderne, rationale, überaus vernünftige Person, jedenfalls war ich das noch vor kurzem gewesen. Und jetzt? Jetzt war ich in einer gefährlichen, tödlichen Situation und musste im Maul einer gigantischen Weltenschlange vor einem wütenden Dämonen-Fürsten fliehen, wobei ich hoffte, unentdeckt zu bleiben.
     Aber darüber sollte ich mir ein andermal Gedanken machen. Schon wieder wurde die Luft knapp und ich keuchte hektisch. Glücklicherweise spürte Sss-meralda meine Panik sofort und versicherte mir, dass ich nur noch ein paar Augenblicke durchhalten musste, dann wären wir am Ziel. Sie würde mich an einem geheimen Ort absetzen, an dem mich niemand finden konnte. Sogar Gesellschaft würde ich haben, und musste nicht ganz alleine dahinvegetieren. Was meinte sie nur damit? Manchmal waren die Gedankengänge der Schlange auch für mich schwer zu durchschauen. Obwohl ich sie gut kannte, waren viele ihrer Taten für meinen menschlichen Verstand kaum nachvollziehbar.
     Aus den schleifenden Geräuschen, die ich gedämpft unter dem Schlangenkiefer hörte, schloss ich, dass wir in flachem Wasser angelangt waren. Sss-meralda schob sich über einen sandigen Grund in Richtung Strand. Das riesige Schlangenmaul öffnete sich endlich wieder und ich sog hektisch die köstliche Luft tief in meine Lungen. Als ich genügend durchgeatmet hatte, zog ich mich mühsam an einem Vorderzahn hoch und schaute vorsichtig nach draußen.
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