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Hinter diesen Türen
Verfasser: Ruth Ware (6)
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1559)
VÖ: 28. Dezember 2020
Genre: Thriller (8107)
Seiten: 368 (Broschierte Version), 369 (Kindle-Version)
Original: The Turn of the Key
Themen: Haus (316), Highlands (337), Kindermädchen (141), Mord (8121), Schottland (847), Überwachung (43), Verdacht (927)
Charts: Einstieg am 8. Januar 2021
Höchste Platzierung (3) am 28. Januar 2021
Zuletzt dabei am 31. Januar 2021
Erfolge: 9 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 7)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (4)     Blogger (4)     Tags (4)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. Dezember 2021 um 9:47 Uhr (Schulnote 2):
» Ein gut durchdachter Schauerroman mit einer dichten und beklemmenden Atmosphäre!!


Wenn ein Traumhaus in den Highlands zum Albtraum wird!

Rowan Caine nimmt eine Stelle als Kindermädchen in einem einsam gelegenen Haus in Schottland an, bei einer scheinbar perfekten Familie mit vier Töchtern. Doch ihr Traumjob wird für Rowan zum Albtraum. Die Atmosphäre im Haus ist extrem unheimlich. Sie fühlt sich ständig beobachtet – nicht nur von den Überwachungskameras, die in jedem Zimmer hängen. Dann findet sie die ominöse Warnung eines früheren Kindermädchens an die unbekannte Nachfolgerin und es geschehen immer mehr beängstigende, unerklärliche Dinge. Auch das Verhalten der Kinder wird immer seltsamer – bis es schließlich einen tragischen Todesfall gibt. Und Rowan gerät unter Mordverdacht. Um ihre Unschuld zu beweisen, greift sie zu einem verzweifelten Mittel.


"Hinter diesen Türen" von Ruth Ware ist ein Thriller, der in der dtv-Verlagsgesellschaft erschienen ist. Die komplette Geschichte ist aus der Perspektive von Rowan Caine, der Hauptprotagonistin geschrieben. Da sie zu Beginn im Gefängnis sitzt, verfasst sie die Geschehnisse aus ihrer Zeit als Kindermädchen in Heatherbrae detailliert in einem Brief zusammen. Dieser ist an einen Anwalt namens Mr Wrexham gerichtet, der ihre letzte Hoffnung zu sein scheint. In diesem Brief beteuert sie nicht nur ihre Unschuld, nach und nach schildert sie auch die genauen Gründe, warum sie sich hauptsächlich auf die Anzeige "Familie sucht erfahrene Kinderfrau" gemeldet hat. Deshalb konnte ich ihre Gedanken und Handlungen super verstehen und vor allem nachvollziehen. Rowan beschreibt einige mysteriöse Erlebnisse, die in Heatherbrae stattgefunden haben und wie sie den Alltag dort alleine mit drei, später vier nicht einfachen Kindern meistert. Sie möchte unbedingt ein Teil einer quirligen, sechsköpfigen Familie sein, die in einem wunderschönen, aber sehr abgelegenen Haus im schottischen Hochland wohnt. Die Arbeitgeber betreiben gemeinsam ein kleines Architekturbüro und sind mit ihrer Arbeit komplett beschäftigt. Eine Kinderfrau soll den Kindern endlich einen geregelten Alltag bieten, denn die vorherigen Nannys haben es dort nicht lange ausgehalten. Warum, das wurde gegen Ende aufgeklärt. Mein Verdacht der Gründe hat sich jedoch nicht bestätigt, weshalb ich mit einer Wendung überrascht wurde, die ich in keinster Weise vorhergesehen habe.

Viele Fragen haben sich mit der Zeit angesammelt, die mir bis zum Ende hin alle zufrieden stellend beantwortet wurden. Der angepriesene Mordfall hatte in der Geschichte überhaupt keinen großen Anteil, da er erst ganz am Ende vorgekommen ist. Da Rowan aber kurz danach verhaftet wurde, gab es die Auflösung ganz zum Schluss. Durch ein weiteres Geständnis einer anderen Person, ebenfalls in Briefform, wurde ich auch in diesem Punkt überrascht, da mir so weitere Fragen aus der Geschichte beantwortet wurden. Die Handlung beinhaltet auf jeden Fall eine beklemmende Atmosphäre, die zu jeder Zeit vorhanden war. Der bildliche, lebendige und flüssige Schreibstil der Autorin hat nicht nur für ein rasantes Lesetempo gesorgt, durch bildliche und detailreiche Beschreibungen konnte ich den Verlauf schon quasi vor mir sehen. Denn ich hatte während des Lesens unheimlich klare Bilder im Kopf, was mir unheimlich gut gefallen hat. Besonders das anschauliche Anwesen Heatherbrae der Familie Elincourt stach super hervor.

Das abgelegene Haus ist von außen zwar älter, jedoch sehr gepflegt und lädt zum Wohlfühlen ein. Dieses Haus, welches auf der Vorderseite seinen nostalgischen Charme spielen lässt, verblüfft das neue Kindermädchen auf den ersten Blick. Die Mischung aus alt und neu kommt hier super rüber, denn das Haus besitzt zwei Hälften, dessen Hinterseite nur aus modernsten Möbeln, Hightech und vor allem der großen Smart Home -Anlage "Happy" besteht, welches teilweise für eine unheimliche Komplettüberwachung sorgt. Der moderne Kühlschrank spricht mit den Bewohnern und setzt die Milch automatisch auf die Einkaufsliste, was auf den ersten Blick angesagt, hilfreich und bequem erscheint. Doch dass Rowan sich erst an ein großes Display gewöhnen muss, damit überhaupt Licht angeht, sie duschen kann und wie selbstverständlich keine Vorhänge mehr zuziehen muss, damit hat sie überhaupt nicht mit gerechnet. Sie lernt nicht nur die Vorteile, sondern auch sehr deutlich die Nachteile der modernen Technik kennen. Dabei rätselt sie um allerlei abergläubische Vorstellungen, die sich um das Haus und seine Geschichte ranken. Zwar haben sich dort nicht mehr Todesfälle und Tragödien ereignet als in jedem anderen alten Gebäude auch, doch aus irgendeinem Grund waren die Ereignisse in diesem Haus ein großer Nährboden für so manche Spukgeschichte in der Gegend. Dies hat die bisherigen Nannys derart beunruhigt, dass in den letzten vierzehn Monaten vier von ihnen gekündigt haben, sodass die Familie Elincourt voll und ganz auf die Musternanny Rowan setzt. Sie möchten ihr nicht von vornherein diese Misslichkeit verschweigen, außerdem bieten sie ihr ein großzügiges Gehalt an, in der Hoffnung eine Person zu finden, die sich verbindlich auf eine langfristige Zusammenarbeit von mindestens einem Jahr einlassen möchte. Rowan gefallen diese Vereinbarungen, doch es dauert nicht lange, bis sie merkt, dass das hohe Gehalt und der Luxus nicht alles sind.

Obwohl ich besonders von Rowan ein gutes Bild hatte, welches im Nachhinein immer klarer wurde, fand ich auch die Nebenprotagonisten gut dargestellt. Sie brauchten nicht ständig präsent zu sein, damit ich sie besser einschätzen konnte. Besonders die mittleren Mädchen der Eheleute Elincourt haben mir einige Fragezeichen ins Gesicht gezaubert. Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr beklemmend und sie besitzt eine dichte Atmosphäre. Leichte Gruselmomente haben mir zwar keinen Schauer über den Rücken gejagt, auch hätte ich das Buch nicht in die Kategorie Thriller zugeordnet. Für mich war dies ein sehr bildlicher Spannungsroman mit einigen unheimlichen Handlungen, der einen geschickt durchdachten Plot enthält und besonders am Ende einige Überraschungen parat hatte. Rowans' Art gefiel mir auch, denn sie ist nicht wie angegeben die perfekte Supernanny. Ihr wahrer Charakter kommt langsam ans Licht und ihre teilweise humorvolle Art hat sie sehr sympathisch und authentisch wirken lassen. Wie sie mit dem modernen Haus und dessen ultramoderne Technik umgeht, fand ich oft klasse beschrieben. In "Hinter diesen Türen“ spielen die Themen Technik und Smart Home Technologie eine ziemlich große Rolle, die wirklich gut eingearbeitet wurden. Ich habe den Inhalt ziemlich schnell durchgelesen, da mir das Gesamtpaket super gefallen hat. Einen konstanten, bzw. hohen Spannungsbogen konnte ich für mich persönlich jedoch nicht feststellen. Dies fand ich aber im Nachhinein nicht tragisch, denn dieser Schauerroman hat mir trotzdem unheimlich tolle Lesestunden beschert. Von mir 4,5 Sterne.«
  21      0        – geschrieben von Jasminh86
 
Kommentar vom 23. November 2021 um 19:37 Uhr (Schulnote 1):
» Als Rowan die Stellenanzeige sieht, erkennt sie die Chance ihrem Londoner Leben zu entfliehen. Statt der Kita und dem täglichen Stress mit den Kolleginnen könnte sie auf einem herrschaftlichen Landsitz in Schottland die Töchter eines vermögenden Architektenpaars betreuen. Sie hat nicht zu hoffen gewagt und dann erfüllt sich der Traum. Doch der stellt sich bald schon als Alptraum heraus und Rowan findet sich im Gefängnis wieder. Dort schreibt sie sich alles von der Seele, was sich in den nur wenigen Tagen bei der Familie zugetragen hat und so dramatisch endete.

Ruth Ware konnte mich bereits mit mehreren spannenden Romanen hervorragend unterhalten, auch „Hinter diesen Türen“ konnte die hohen Erwartungen erfüllen. Interessant ist die Gestaltung der Handlung als Brief an einen Anwalt, man erhält als Leser nur die subjektive Perspektive der Protagonistin und weiß, dass es schlimm enden wird. Schon durch dieses Setting wird die spannende Frage aufgeworfen, was geschehen ist. Durch geschicktes Foreshadowing werden immer wieder kleine Andeutungen geboten, die einem spekulieren und mitfiebern lassen.

Geradezu klassisch für einen Krimi oder Thriller ist der Handlungsort. Das alte Haus mit geheimen Räumen und gespenstiger Vergangenheit, die als Legenden und Mythen von den Dorfbewohnern gepflegt wird. Nächtliche Geräusche, die sich nicht deuten lassen, führen bei Rowan schnell zum nervlichen Ausnahmezustand. Im krassen Gegensatz dazu die hochmoderne Technik, mit der die Architekten das Haus ausgestattet haben, die jedoch auch wie von Geisterhand gesteuert scheint.

Die Kinderbetreuung gerät in den Hintergrund und doch, irgendetwas stimmt mit den Mädchen nicht. Merkwürdige Szenen spielt Rowan immer wieder im Kopf durch, auch die Andeutungen bezüglich Maddie lassen sie stutzen. Aber können Kinder hinter einer so perfiden Verschwörung stecken?

Alles wird nur aus Rowans Sicht erzählt. Wieso glaubt die Polizei ihr ihre Unschuld nicht? Dem Leser erscheint sie als sympathische junge Frau, die eigentlich nur das Beste für die Kinder will. Womöglich, weil auch sie nicht die unschuldige Nanny ist, die sie uns zunächst verkaufen will. Denn ihre Fassade bekommt bald schon Risse, die sich zu Abgründen weiten.

Ein Roman, in dem nichts ist, was es scheint. Gespickt mit vielen Spukszenen, die an klassische Gothic Horror Geschichten erinnern und zusammen mit dem cleveren Spannungsbogen einen runden und unterhaltsamen Thriller ergeben.«
  15      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
Kommentar vom 31. Dezember 2020 um 20:53 Uhr (Schulnote 2):
» sehr spannend

Rowan Caine ist fest der Meinung einen Traumjob bekommen zu haben. Sie soll als Kindermädchen in einem einsam gelegen Haus in Schottland arbeiten. Das Haus ist voll gestopft mit High-Tech-Ausrüstung und stellt Rowan vor so manch kniffelige Aufgabe. Bereist in der ersten Nacht geschehen unerklärliche Dinge. Rowan fühlt sich ständig beobachtet, was nicht nur mit den Überwachungskameras in jedem Zimmer zu tun hat. Auch die Kinder verhalten sich immer seltsamer. Eines Abends gibt es einen schrecklichen Todesfall und Rowan wird wegen Mordverdacht angeklagt.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben. Rowan sitzt im Gefängnis und bitten einen Anwalt, ihre Verteidigung zu übernehmen. Sie ist mir ihrem
Verteidiger überhaupt nicht zufrieden, denn sie hat das Gefühl, dass dieser ihr überhaupt nicht glaubt. Rowan erzählt dem Anwalt in einem sehr langen Brief, was sie alles in den ersten Tagen, bis zu diesem tragischen Todesfall erlebt hat. Man konnte ihren Kampf mit den Kindern gut verstehen und lernte sie dadurch besser kennen. Ich habe die ganze Zeit überlegt, wer hinter all den komischen Vorkommnissen stecken mag, doch mir fiel keine wirkliche Lösung dazu ein. Ich konnte auch nicht glauben, dass Rowan die Täterin war umso erstaunter war ich dann, als ich erfuhr, wer denn für den tragischen Tod verantwortlich war. 4 von 5*.«
  10      1        – geschrieben von dru07
Kommentar vom 28. Dezember 2020 um 23:58 Uhr (Schulnote 1):
» Dieses Buch hat mich gleich gepackt, von der ersten Seite an. Es ist recht ungewöhnlich geschrieben, die Protagonistin Rowan schreibt aus der Ich – Perspektive in Briefform (Aus der rückblickenden Perspektive) und dies finde ich toll, da es ungewöhnlich ist. Ein cleverer Schachzug die Spannung hochzuhalten und natürlich um die Sprache lebendig zu gestalten, da Rowan ja alle Vorkommnisse live erlebt hat. All ihre Ängste , Erklärungen und Beteuerungen fließen in dem Text ineinander und machen das Buch absolut spannend. Manchmal ein wenig langatmig aufgrund der technischen und inhaltlichen Beschreibungen des Hauses, aber niemals langweilig. Und da sie über schon Erlebtes berichtet fand ich den Text wahnsinnig fließend zu lesen. Ich wollte immer nur wissen, wie es weitergeht und was tatsächlich passiert sein könnte. Die Familie ist krass. Eltern die ihre Kinder aus beruflichen Gründen extrem oft mit einer Nanny alleine lassen und wirklich alles überwachen per Smart – Home...
Die Geschichte kommt mit sehr wenigen Protagonisten aus, genaugenommen zwei... Rowan und Jack und vier Kinder, von denen eins auf ein Internat geht und fast nie daheim ist. Und eine mysteriöse Haushälterin, die aber auch sehr selten in Erscheinung tritt. In diesem spartanischen Setting mitten in Schottland, im Nirgendwo, schafft es die Autorin unglaublich viele falsche Fährten zu legen . Jeder ist verdächtig und irgendwie doch nicht. Zu Beginn wirkt alles noch ein wenig befremdlich aufgrund der spukähnlichen Erfahrungen die Rowan macht, doch zum Ende hin bekommt der Leser mehr und mehr Klarheit darüber , was passiert sein könnte und auch Rowan hat so ihre Geheimnisse.....
Diese Wendungen haben mich wirklich mitgerissen und mir hat es gut gefallen, dass alles erst so spät im Buch aufgelöst wurde. Dadurch ist das Ende ein wenig sehr gestaucht und abrupt, aber es hält den Spannungsbogen sehr hoch.

Fazit: Zu empfehlen für Menschen die gerne kluge Thriller mit minimalem Setting lieben !«
  16      0        – geschrieben von mellidiezahnfee
 
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