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Drei Frauen im Schnee
Verfasser: Blanca Imboden (6)
Verlag: Wörterseh (27)
VÖ: 8. November 2013
Genre: Frauenliteratur (1575)
Seiten: 208 (Taschenbuch-Version), 206 (Kindle-Version)
Themen: Familien (1626), Freundschaft (2802), Schnee (303), Weihnachten (2629)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (6)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. Februar 2021 um 12:33 Uhr (Schulnote 2):
» Heiter und ein bisschen weihnachtlich

Sonja lebt mit ihrem Mann und ihren Teenager-Zwillingen unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Als der alljährliche Weihnachtsstress ins Haus steht, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich immer dasselbe sein muss – dasselbe Essen, derselbe Weihnachtsschmuck, derselbe Ablauf… Am Fest der Liebe verlässt sie spontan das Haus und trifft auf dem Friedhof zwei Frauen, Karin und Bernadette. Auf Anhieb verstehen sie sich gut – so gut, dass Sonja nach einer verrückten Silvesternacht in Karins Hotel auf dem Stoos landet, wo Bernadette bereits Karin unter die Arme greift. Alle drei Frauen haben Stoff genug zum Überlegen, wohin ihr Weg gehen soll.

Eine Geschichte rund um Weihnachten, das Fest der Liebe, das doch so anstrengend für viele Familien ist: Auch die drei Frauen müssen das erleben. Jede von ihnen hat ihre eigenen Gedanken und Sorgen, und jede hilft der anderen, soweit das geht. Dadurch gerät die Geschichte immer wieder mal sehr nachdenklich und emotional aufgeladen, auch wenn der heitere Grundton immer vorhanden ist.

Diese spannende Geschichte rund um drei Frauen am Wendepunkt ihres Lebens empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.«
  8      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 9. Januar 2021 um 18:46 Uhr (Schulnote 2):
» "Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft." (Epikur von Samos)
Sonja, Mutter der Zwillinge Amelie und Lilly, wohnt zusammen mit Ehemann Paul bei Schwiegermutter Irene, was nicht immer einfach ist. Weihnachten steht vor der Tür und es soll wie jedes Jahr ablaufen, doch Sonja hat darauf keine Lust mehr. Deshalb beschließt sie, dass es in diesem Jahr einmal anders laufen soll. Bis sie erkennen muss, dass es noch chaotischer wird als sonst. Was unter anderem an überraschenden Besuch und Irenes Geschenk für die Zwillinge liegt. Als Sonja dann an Weihnachten dem Chaos entflieht, lernt sie auf dem Friedhof Bernadette und Karin kennen. Kurzerhand entflieht sie zusammen mit Bernadette in Karins Hotel auf dem Stoos, um ihr behilflich zu sein. Schnell werden Karins Sorgen Probleme, auch denen von Bernadette und Sonja. Dort oben in den Bergen wird ihnen zum ersten Mal klar, was Freundschaft bedeutet, nämlich füreinander einzustehen.

Meine Meinung:
Das erheiternde Cover von drei Frauen unter einer Schneekugel begleitet dieses Buch. Der Schreibstil ist locker, teils humorvoll, unterhaltsam und wird zu Beginn von den Sorgen und Problemen von Sonjas Familie eingeleitet. Leider zieht sich dieser Anfang recht lang hin, bis erst ab Seite 80 der eigentliche Roman um die Freundschaft der drei Frauen und ihre Probleme und Sorgen beginnen. Dadurch wirkt das Ganze ein wenig zäh auf mich, dafür das der Titel ja eigentlich "Drei Frauen im Schnee" heißt. Ebenso bin ich mit einigen Redewendungen nicht klargekommen, was sicher daran liegt, dass dieses Buch von einer Schweizerin geschrieben wurde. Ich habe zum Beispiel nicht verstanden, warum sie immer wieder diesen Ausspruch Asche, Asche, Asche sagt, das mehrmals im Buch erwähnt wird? Trotz allem konnte ich mich in einigen Szenen sehr gut in Sonja hineinversetzen. Am besten gefiel mir die Freundschaft, Hilfsbereitschaft und die Harmonie zwischen den drei Frauen Bernadette, Karin und Sonja. Das Bernadette und Sonja gegenüber Karin, die einen solch schweren Schicksalsschlag erlitten hat, so hilfsbereit sind, obwohl sie sich ja erst seit ein paar Tagen kennen, fand ich schon bemerkenswert. Sehr gut hat die Autorin hier vor allem Karins Heimat den Stoos vermittelt, mit seiner Ruhe, Idylle, dem Tourismus und selbst mit dem Zusammenhalt der Bewohner, die füreinander einstehen. Das auf über 1300 Meter hohe, autofreie Skigebiet des Stoos, mit gerade mal 150 Einwohner erreicht man vorwiegend mit einer Standseilbahn, was die Autorin hier auch wunderbar beschreibt. Kein Wunder, das man gerade dort zur Winterzeit mit viel Schnee zusammenhalten muss, wenn jemand Hilfe braucht. Und man lernt, dass es trotz Idylle und Harmonie immer wieder Menschen gibt, die anderen nichts gönnen und ihre Sorgen ausnützen. Am besten an diesem Buch hat mir gefallen, das ich erleben durfte, wie es sich anfühlt, in so einer Bergregion zu leben. Vielleicht wäre es gut gewesen, noch etwas intensiver die drei Frauen und ihre besondere Freundschaft darzustellen, statt zuerst 80 Seiten lang über Sonjas Familienprobleme zu lesen. Ich hätte gerne noch etwas mehr von Bernadette und Karin erfahren, die meiner Ansicht nach etwas zu kurz kamen in der Geschichte. Deshalb von mir leider nur 3 1/2 von 5 Sterne für dieses Buch.«
  20      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 4. Januar 2021 um 10:54 Uhr (Schulnote 2):
» Gute Unterhaltung

Sonja, die Heldin dieses Buches, beschließt eines Tages, dass Weihnachten in diesem Jahr anders weren muss. Sie lebt mit Ehemann, zwei Teenager-Zwillingen und ihrer Schwiegermutter im selben Haus. Leider gelingt ihr das nicht so einfach. Im Gegenteil, das Fest gerät völlig aus den Fugen. Nicht nur anstrengende Menschen, sondern auch verstörte Tiere veranstalten ein Chaos. Sonja verlässt kurzerhand das Haus und findet zwei neue Freundinnen. Da die Silvesternacht für Sonja noch verrückter endet, treffen sich die neuen Freundinnen im Schnee, in den Bergen, auf dem stoos. Und sie verändern zusammen ihr Leben zum Positiven.

Meine Meinung
Von dieser Autorin habe ich zum ersten Mal ein Buch gelesen. Es ist durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil sehr gut und flüssig zu lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text. In die Geschichte kam ich schnell hinein und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Sonja, die sich alle Mühe gibt, um Weihnachten etwas anders zu machen, nicht, nicht wie üblich, immer der gleiche Trott. Jedes Jahr das gleiche Essen, nein da musste endlich mal was Anderes her. Die Teenager-Zwillinge freuen sich über Omas – Sonjas Schwiegermutter – Geschenk, das Sonja zunächst gar nicht recht ist. Und dann erfährt sie an Silvester etwas, das sie das Haus verlassen lässt. Mit den beiden Freundinnen trifft sie sich auf dem Stoos. Wie es mit ihr und ihrer Familie weitergeht, das muss der geneigte Leser, so er es wissen will, selbst lesen. Dies ist eine kleine, besinnliche Geschichte, wie sie überall passieren kann und die einen nachdenklich macht. Ein Weihnachtsmärchen. Es hat mir sehr gut gefallen, war spannend und hat mich auch sehr gut unterhalten Von mir eine Leseempfehlung sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.«
  11      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 31. Dezember 2020 um 15:23 Uhr (Schulnote 1):
» Sonja möchte mit ihrer Familie einmal anders Weihnachten feiern, doch immer wieder macht ihre Schwiegermutter Irene ihr einen Strich durch die Rechnung, denn sie besteht auf den Ritualen, die schon immer in der Familie gepflegt wurden. Es brodelt also und ein friedvolles Weihnachtsfest scheint es nicht zu werden. Doch es kommt noch schlimmer als erwartet. Ein ungebetener Gast taucht auf, Oma schenkt den Zwillingen Amelie und Lilly einen Hund und dann erfährt Sonja auch noch, dass ihr Mann Paul eine Affäre hat. Sie schnappt sich ihren Mantel und verlässt das Haus. Sie gewinnt neue Freundinnen und ein Silvesteraufenthalt in den Bergen sorgt für eine Wendung im Leben der drei Frauen.
Diese Geschichte ist tiefgründig, auch wenn sie durchaus humorvoll erzählt wird.
Zu Weihnachten soll immer alles perfekt laufen und es soll friedvoll werden. Doch gerade das verursacht Stress, der meist an den Frauen hängen bleibt. Sonja hat es besonders schwer, da ihre Schwiegermutter mit im Haus lebt, ungefragt auftaucht und überall hineinredet. Paul ist Sonja keine Hilfe, denn er hält sich raus oder gibt sogar seiner Mutter recht. Er ist konfliktscheu und egoistisch. Auch die pubertierenden Zwillinge machen das Leben nicht unbedingt einfach. Mich hat es verwundert, dass Sonja sich mit der Situation so lange arrangiert hat. Doch es gibt immer den letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, und so verlässt Sonja Hals über Kopf das Haus. Zum Glück trifft sie Karin und Bernadette, die auch ihr Päckchen zu tragen haben.
Auch wenn dieser Roman unterhaltsam ist, so stimmt er auch nachdenklich. Wie oft ignoriert man seine eigenen Wünsche, nur um einem Konflikt aus dem Wege zu gehen? Aber zufrieden und glücklich wird man damit nicht.
Mir hat dieser Roman gut gefallen.«
  11      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 28. Dezember 2020 um 17:04 Uhr (Schulnote 3):
» „Alles wird gut“ – wirklich?
„Alles wird gut“ – ein Spruch, den Sonja sich immer wieder vorsagt, - „alles wird gut“. Eigentlich wollte sie dieses Jahr mit ihrem Mann und ihren Zwillingen Weihnachten ganz anders feiern, doch ihre im Haus lebende Schwiegermutter bestand wie immer auf die althergebrachten Rituale und lud zudem zum Fest noch ihre beste Freundin samt altem Dackel ein. Als sie dann am Weihnachtsabend, entgegen dem ausdrücklichen Wunsch der Eltern, den Zwillingen auch noch einen jungen Hund schenkt, gerät das Fest aus den Fugen und Sonja ergreift die Flucht. Bei ihrer nächtlichen Wanderung lernt sie zwei Frauen kennen, die einsame Bernadette und die junge Witwe Karin, mit denen sie sofort Freundschaft schließt. Als auch noch Silvester anders als erwartet verläuft, ist das Maß für Sonja voll. Gemeinsam mit Bernadette zieht sie in Karins Hotel auf dem Stoos in den verschneiten Schweizer Bergen. Dort erwarten die drei Freundinnen turbulente und aufregende Zeiten …
Die Autorin Blanca Imboden wurde 1962 im schweizerischen Ibach geboren, wo sie auch heute noch lebt. Bevor sie zu schreiben begann war sie Sängerin, arbeitete viele Jahre bei einer Zeitung als Redaktionssekretärin und wurde dann Seilbahnfahrerin an der Seilbahn von Morschach auf dem Stoos. Heute schreibt sie unterhaltsame Frauenbücher, die alle Schweizer Bestseller wurden und deren Handlung überwiegend in ihrer Heimat angesiedelt ist.
„Drei Frauen im Schnee“ ist eine Geschichte, die wunderbar in die Weihnachtszeit passt. Wer kennt nicht den Stress vor und während der Feiertage, die Besuche von Verwandten und die kleineren oder größeren Reibereien und Differenzen – Themen, die hier humorvoll und scharfsinnig aufgegriffen wurden. Mit ihrem leichten, lockeren Schreibstil gelingt es der Autorin, auch ernstere Probleme mit einem Hauch Ironie zu würzen. Sympathische Menschen, schöne Bergwelt und viel Schnee sind weitere Zutaten, um sich mit diesem knapp 200 Seiten umfassenden Buch eine kurze, unterhaltsame Auszeit während der Festvorbereitungen zu schaffen. Die Freundschaft der drei Frauen, ihr Zusammenhalt und ihre gegenseitige Unterstützung, hinterlässt beim Schmökern ein wohliges Gefühl.
Fazit: Eine locker-leichte Geschichte ohne großen Anspruch, im Idealfall in der Zeit um Weihnachten und Neujahr zu lesen.«
  17      1        – geschrieben von Herbstrose
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