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Die Alchemie des kalten Feuers
Verfasser: Nathan Winter (1)
Verlag: blanvalet (1639)
VÖ: 21. Dezember 2020
Genre: Fantasy (12739)
Seiten: 704 (Taschenbuch-Version), 705 (Kindle-Version)
Themen: Forschung (46), Magie (2521), Mord (6119), Prinzen (573), Wissenschaft (83)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Alchemie des kalten Feuers« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Kurz bevor der Weihnachtsmann seine Rute ausgepackt und dem Leserkanone-Team seine verdiente alljährliche Tracht Prügel verpasst hat, haben wir hier gemeinsam den Einstieg in den Fantasyroman »Die Alchemie des kalten Feuers« von Nathan Winter für unser »Projekt 10« gelesen. Was nun folgen soll, ist unsere Meinung zum gesamten Roman. Das Buch ist am 21. Dezember im blanvalet Verlag erschienen und hat einen Umfang von 704 Seiten. Es kostet zwölf Euro, die Digitalversion hat einen Preis von 9,99 Euro. Obendrein gibt es eine beinahe zwanzig Stunden lange Hörbuchfassung, für welche der gute - im Fantasybereich allenfalls bisweilen nach ein bißchen zu viel Pathos klingende - Matthias Lühn im Einsatz war. Wen wir hinter dem Nathan-Winter-Pseudonym vermuten, wollen wir an dieser Stelle nicht noch einmal aufrollen.

In seinem Buch schildert Winter die Geschichte des Aufeinanderprallens von Magie und Wissenschaft. Für Letztere steht der Haupt-Protagonist des Romans, ein Prinz namens Oslic, der höchst intelligent ist und sein Leben der Forschung verschrieben hat. Ihm stehen drei Hexenmeister gegenüber, die seinen Vater ums Leben bringen und die Macht über sein Land an sich reißen. Um die Übeltäter zu bekämpfen und das zurückzuholen, das seiner Familie zusteht, muss sich Oslic über viele Dinge klar werden, die er bis dahin für unmöglich gehalten hat. Dabei stehen ihm insbesondere ein alter Krieger, ein Mädchen und eine Auftragsmörderin zur Seite.

Die Gesamteinschätzung des Romans lässt sich gar nicht so einfach formulieren. Generell kann man sagen, dass sich das Buch als ein »klassischer« Fantasyroman entpuppt, der das Rad nicht neu erfindet, dies aber auch gar nicht tun möchte. Stattdessen wollte der Autor hier eine schöne Mischung an Schlachtengetümmel, Heldentum, speziellen Waffen, Magie & Co. für diejenigen Leser abliefern, die High Fantasy in der Form mögen, wie sie einst von Tolkien & Co. zum Sinnbild für das Genre gemacht wurde. Die Geschichte hat genau das richtige Maß an Komplexität, geschickt eingestreute Spannungsmomente und Wendungen an den richtigen Stellen, bedrohliche Bösewichte und ein bis ins Detail hinein ausgefuchste Worldbuilding.

Letzteres ist das Stichwort, aufgrund dessen wir differenziert bewerten müssen: Die Geschichte ist dann super, wenn man die ganzen Begrifflichkeiten richtig verinnerlicht hat. Und das ist gar nicht so einfach, denn entweder gibt es hier außergewöhnlich viele davon, oder aber die einzelnen Begriffe werden nach ihrem ersten Auftauchen nicht intensiv genug etabliert. So erwischt man sich dann beim Lesen, dass man sich eigentlich gerade ausmalen will, wie eigentlich eine Mischung aus einem Wolf mit verlängertem Kopf und einem grausamen Pavian Sidhisids in der Praxis aussehen könnte, dann aber abschweift und darüber grübelt, was noch gleich mit »Sidhisid« gemeint ist oder ob der Begriff bis dahin überhaupt schon mal erwähnt wurde ... und wer waren noch gleich die Âshkulim? Vielleicht sind die gewählten Namen und Begriffe auch außergewöhnlich abstrakt, in jedem Fall aber zu oft zu lang und zu wenig eingängig. Womöglich wird man in der Hörbuchversion weniger darüber stolpern.

Durch diese Schwierigkeit fällt es bisweilen schwer, sich auf den Inhalt zu konzentrieren, zumal manche Figuren und Figurengruppen auch noch mehrere Synonyme haben, und nicht alle davon sind so einprägsam wie die Einstufung von Oslic als »Sohn des Tsharen«, die im ersten Drittel des Buches beinahe 190 Mal vorkommt und dadurch etwas überstrapaziert wirkt. Würden sich viele gewitzte Fans finden, die ein Online-Wiki zu dem Buch bauen, wie es bei diversen Fantasyepen der Fall ist, dann wäre dies das Beste, was dem Roman und seinen Lesern passieren könnte. Denn dann würde sich vermutlich viel mehr Lesern erschließen, wie groß die Qualität ist, die Nathan Winter hier abgeliefert hat.

Lange Rede, kurzer Sinn: »Die Alchemie des kalten Feuers« ist ein guter Fantasyroman, der sogar das Potenzial gehabt hätte, ein sehr guter Fantasyroman zu sein, wenn er es seinen Lesern ein wenig leichter machen würde. Ansonsten aber passt hier die Stimmung, die Atmosphäre und das Tempo. Die - wegen des »Drucks des Marktes« natürlich notwendige - Liebesgeschichte wurde angenehmerweise so abgespeckt wie möglich gehalten. Und nach »hinten raus« wird alles zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht. In anderen Worten: Wer nach einem anständig dicken und vor Abenteuern strotzenden High-Fantasy-Werk auf der Suche ist, das all das bietet, das das Genre einst groß gemacht hat, der ist hier an der richtigen Stelle.
– geschrieben am 30. Dezember 2020 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz