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Krone der Welt
Verfasser: Sabine Weiß (15)
Verlag: Bastei Lübbe (3075)
VÖ: 21. Dezember 2020
Genre: Historischer Roman (4629)
Seiten: 688
Themen: 16. Jahrhundert (290), Achtzigjähriger Krieg (1), Amsterdam (63), Antwerpen (3), Architekten (180), Armada (6), Belagerung (49), Elizabeth I. (12), Englisch-Spanischer Krieg (1), Francis Drake (4), Geschwister (312), Ost- und westindische Kompanien (6)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Auch im neuen Jahr werden im Rahmen unseres »Projekts 10« jeweils mehrere Mitarbeiter und Helfer unserer Seite gemeinsam die ersten rund zehn Seiten von neuen Büchern anlesen und anschließend entscheiden, ob sie anhand dieses Einstiegs Lust hätten, das komplette Werk zu lesen. Loslegen wollen wir mit einem historischen Roman. Vier von uns haben sich dazu mit dem Prolog von »Krone der Welt« aus der Feder von Sabine Weiß beschäftigt.

Das Buch

Das neue Werk der Autorin und Journalistin, die inzwischen seit beinahe anderthalb Jahrzehnten die Buchwelt unsicher macht, ist am 21. Dezember im Lübbe Verlag erschienen. Das gute Stück ist 688 Seiten lang und kann für 12,90 Euro im Taschenbuch-Format erworben werden. Die E-Book-Variante kostet 9,99 Euro. Es gibt obendrein eine Hörbuchversion mit einer Spielzeit von fast 25 Stunden. Diese wurde von Detlef Bierstedt eingelesen, man wird dabei also das Gefühl bekommen, dass sich Commander Riker auf dem Holodeck der Enterprise-D dazu entschieden hat, ein Historienprogramm durchzuspielen.

Die Autorin entführt ihre Leser in dem Buch ins ausgehende sechzehnte Jahrhundert, in dem Amsterdam zu einer Weltmetropole ausgebaut werden soll. In jener Zeit begegnet man drei jungen Geschwistern aus einer Familie namens Aardzoon. Vincent möchte Architekt werden und Stadthäuser bauen, sein jüngerer Bruder Ruben träumt von der Seefahrt, und Betje entwickelt sich zu einer hervorragenden Köchin. Sie alle kommen nach Amsterdam, in dem nicht nur intensiv gebaut wird, es wird obendrein heftig über den rechten Glauben gestritten, die Vormacht auf dem Meer wird ausgefochten, und Handelsleute ringen um die Macht auf dem Lande.

Die ersten (rund) zehn Seiten

Mit Amsterdam wird der Leser an einen Schauplatz verfrachtet, der in historischen Romanen noch erfreulich unverbraucht ist ... zumindest hierzulande, womöglich sieht dies in der niederländischen Literaturlandschaft etwas anders aus. Los geht es im Jahre 1617, in dem der Architekt Aardzoon an einem Sonntag zu einem Termin an seiner Baustelle verabredet ist. Statt seiner Verabredung findet er nur seinen Baustellenwächter Gerrit vor. Bei ihm handelt es sich um einen freundlichen alten Mann, der genau dem Typus Historienroman-Charakter entspricht, der keine tragende Rolle spielt, nett wirkt und so gut wie nie das Ende der Geschichte lebend erreicht. Die beiden Männer unterhalten sich über die Zustände in der Stadt, über die erbrachten architektonischen Leistungen und darüber, dass es immer wieder zu Scharmützeln zwischen den Vertretern der eizelnen Glaubensströmungen kommt. Gerrit vertreibt Aardzoon ein wenig die Zeit, der Auftraggeber, wegen dem er eigentlich herkommen sollte, erscheint jedoch nicht. Kurzerhand bricht Aardzoon seine Zelte ab und geht ins Schützenhaus. Dorthin stürmt ein junger Mann, der um Hilfe bittet, weil sein Herr - der Bruder eines remonstrantischen Predigers - gerade attackiert wird. So gut wie niemand im Schützenhaus ist zum Helfen bereit. Aardzoon hingegen kommt mit. Gerade als er erkennt, welche Übermacht an religiösen Wirrköpfen am Werk ist, erhält er eine Nachricht von Gerrits Enkel: Seine eigene Baustelle wird ebenfalls gerade attackiert und geplündert.

»Remonstrantisch«? Womöglich wird es sich um eine Geschichte handeln, während der man sich nebenher regelmäßig in der Wikipedia in interessanten Artikeln festlesen wird.

Fazit

Das Irritierendste vorneweg: Während das Buch laut Klappentext im sechzehnten Jahrhundert spielt, tragen sich die Ereignisse des Prologs im Jahre 1617 zu, also mutmaßlich nach der eigentlichen Buchhandlung oder zu einem sehr späten Zeitpunkt der Storyline ... zumindest wenn hier nicht mit unterschiedlichen Zeitebenen gearbeitet werden sollte, womit wir aber eher nicht rechnen. Ein »Blick nach vorn« ist jedenfalls ein ungewöhnlicher Schritt für einen historischen Roman, in denen die Prologe ansonsten - wenn sie denn überhaupt zeitversetzt zur Story angesiedelt sind - eher ein paar Jahre weiter in der Zeit zurückgehen. Dass »Aardzoon« im Prolog stets nur bei seinem Nachnamen genannt wird und somit offenbleibt, um welches Familienmitglied es sich überhaupt handelt, kommt sicherlich nicht von ungefähr. Welchen Zweck die Autorin damit verfolgt, einen Ausblick auf die Zustände im Amsterdam des frühen siebzehnten Jahrhunderts zu geben, obwohl das Buch mutmaßlich vorher spielt, dürfte eine interessante Frage sein, die man beim Lesen immer im Hinterkopf behalten sollte. Dass die Stadt auf einen Punkt zusteuert, an dem auch vier Jahrzehnte nach der Begegnung des Lesers mit den Aardzoon-Geschwistern nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein wird, weiß auch zu gefallen, denn zumeist laborieren historische Romane ja daran, dass man im Grunde genommen von Anfang an weiß, dass sich die Ziele der Hauptfiguren erfüllen, die Bösewichter scheitern und alles irgendwie in Butter sein wird. Und a propos vielversprechende Dinge: Architekten und Baumeister gab es in historischen Romanen ja auch schon zu Hauf, aber da man hier scheinbar ausnahmsweise nicht mit dem Bau von Kirchenhäusern und Brücken konfrontiert werden wird, sondern mit architektonisch ganz anderen Problemen - Amsterdams Standort wird dem Wasser abgerungen -, kann man auf ganz neue Aspekte hoffen, die noch nicht x-Mal durchgekaut wurden. Kurzum: Das mutet bis hierhin ziemlich interessant an, und so haben sich unsere »Anleser« Birgit Haase, Markus Kogel, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel geschlossen dazu entschieden, den gesamten Roman zu lesen. Eine Rezension wird also nicht allzu lange auf sich warten lassen.
– geschrieben am 2. Januar 2021
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