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TASCHENBUCH
 
Maria, das Haus und die Welt 1 - Tanz
Verfasser: Jedida A. Harrison (3)
Verlag: Eigenverlag (18882)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (22674)
Seiten: 623 (Taschenbuch-Version), 846 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (230), Musiker (373), Single (407)
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Zerstört Gewalt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft?

Maria fühlt sich einsam wie die vielzitierte Insel. Außer Arbeit und Sport hat sie keinerlei Ablenkung davon, Dauersingle zu sein. An die Verwirklichung ihres einstigen Lebenstraums wagt sie nicht einmal zu denken. Zu tief sitzt der Schmerz und quält sie in furchtbaren Albträumen. Doch es gibt einen jungen Musiker, der sein Herz an sie verloren hat. Nur ist dieser enger mit der Ursache ihrer Albträume verknüpft, als beide ahnen können. Und auch er trägt Lasten mit sich, die sie eher trennen als vereinen.

Hat die Liebe eine Chance, wenn zwei Menschen an ihrer Vergangenheit zu zerbrechen drohen?

Eine mystische Geschichte über verdrängte Kindheitswunden und den steinigen Weg zweier Liebender zu sich selbst und zueinander.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jedida A. Harrison für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Jedida A. Harrison gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Er wartet nicht auf ihre Antwort, sondern umfasst ihren Oberarm und zieht sie mit sich. Maria schiebt den Riemen der Tasche auf ihre Schulter und lässt es geschehen. Ihre Knie sind weich, sie selbst für einen Augenblick willenlos. »Ich tanze nicht«, murmelt sie. Ihre Erwiderung bleibt unbeachtet. Sanft kommt er ihr näher und zieht sie an sich. Ihr Kopf landet an seiner Brust. Vertrauensvoll belässt sie ihn genau dort. Ihr Herz klopft heftig. Sie erschauert, als seine Hand über ihren Rücken streicht. Obschon sie mit einem Meter sechsundsiebzig recht groß für eine Frau ist, überragt er sie um mindestens zehn Zentimeter. Bei ihm bin ich sicher, geht es ihr durch den Kopf und im gleichen Moment wundert sie sich über diesen Gedanken.
     Zwischen ihnen gibt es keinen Raum mehr. Und er kommt noch näher, presst seinen Körper an ihren. In ihr ist keinerlei Widerstand. Sein offensichtliches Begehren wirkt nicht bedrohlich. Vielleicht liegt es daran, dass er so etwas Liebevolles, ganz und gar Sanftes an sich hat. Ihre Gedanken wirbeln umher, verlieren sich im Wirrwarr verschiedenster Empfindungen, bis sie seine Lippen auf ihrem Mund spürt.
     Was tut er da?, denkt sie erschrocken und gleich darauf: Oh, wie habe ich das vermisst! Sie erwidert den Kuss und ist berauscht davon. Es sind keine Schmetterlinge, die in ihrem Bauch tanzen. Dunkelrote Flammen lodern in ihr. Sie glüht wie im Fieber, während seine Finger über ihre Haut streichen.
     Die Arme fest um ihren Körper geschlungen, als wäre es das Natürlichste der Welt, tanzt er mit ihr. Das Eis in ihrem Inneren schmilzt weiter. Sie wird immer weicher, fließt mit ihm dahin.
     Was passiert hier nur?, denkt sie verwundert, als ihr Geist für einen Moment die Oberhand gewinnt. Dann verschwimmen ihre Gedanken wieder im Taumel der Gefühle, die durch sie hindurchbranden, während er sie an sich presst.
     Es ist nicht tanzen zu nennen, was sie da tun. Seit er seine Lippen auf ihre gelegt hat, haben sie sich nicht voneinander gelöst. Sie knutschen heftig miteinander und bewegen sich nur minimal im Takt der Musik. In Marias Unterleib zieht sich etwas zusammen, was sie schon lange nicht mehr gespürt hat. Da tobt ein Flächenbrand, stellt sie fasziniert fest, ein um sich greifendes, westaustralisches Buschfeuer.
     Für eine Weile verliert Maria ihr ausgeprägtes Zeitgefühl. Nur, als sie nach einiger Zeit immer dringender zur Toilette muss, löst sie sich sanft und unterbricht den Kuss. Mit verschleiertem Blick sieht er sie an, als sie sich entschuldigt.
     »Mach du mal«, murmelt er, ihre Hand mit seiner haltend. »Aber warte auf mich, wenn du zurückkommst, hörst du? Ich muss noch ein paar Sachen einladen, dann können wir abhauen, wenn du magst.«
     Wie im Taumel läuft Maria zur Toilette und erleichtert sich. Anschließend hält sie die Hände unter den laufenden Wasserhahn. Es fühlt sich an, als würde das Wasser einen Teil seiner Berührung und damit des Zaubers, den er über sie gelegt hat, wegspülen. Was hat er gesagt? Dann können wir abhauen?
     Sie muss lachen, gleichzeitig kommen ihr die Tränen. Ohne dass sie es verhindern kann, startet ihr Verstand ihr Lieblingskopfkino. Es gaukelt ihr vor, dass sie den Mann ihres Lebens gefunden hat. Sie sieht sich und den langhaarigen Schlagzeuger Hand in Hand beim Einkaufen, aneinandergekuschelt in ihrem gemeinsamen Bett, miteinander auf Reisen. Sie sieht seine Hand, die die ihre hält, mit identisch aussehenden Ringen an den Ringfingern, nur dass in ihren ein Brilli eingefasst ist. Er ist mein Mann, fühlt sie.
     Dann schüttelt sie den Kopf. Ich bin so was von peinlich. Ein Kuss und ich denke ans Heiraten. Bau keine Erwartungen auf, ruft sie sich zur Räson. Aber der Druck beginnt, sich ganz von selbst in ihr aufzubauen. Es ist schon mehr als beschämend, das vor sich zuzugeben, denn die Wahrheit ist, dass der süße Schlagzeuger seit zehn langen Jahren der erste Mann ist, der auf irgendeine Weise zu ihr durchgedrungen ist. Das ist Wunder genug. Vielleicht sollte sie es dabei bewenden lassen. Der Gedanke daran, ihn schon wieder aufzugeben, ist allerdings unerträglich. Der Langhaarige hat etwas an sich, das sie in seinen Bann gezogen hat, auch wenn sie nicht benennen kann, was es ist.
     Mit Macht reißt sie sich aus dem Gefühl heraus. In einem ihrer Ratgeber heißt es: »Mach dich rar. Nur so machst du dich interessant.« Wie interessant bin ich, wenn ich jetzt mit ihm gehe? Und überhaupt? Ist das klug? Er kann gefährlich sein.
     Sie muss schmunzeln. Der Gedanke ist absurd.
     Ihr Verstand mahnt dennoch: Gib ihm deine Telefonnummer und geh. Wenn er sich meldet, gut. Wenn er sich nicht meldet, auch gut. Punkt.
     Ihr Körper vermeldet: Wehe du gehst! Wer weiß, wann sich jemals wieder so eine Gelegenheit ergibt!
     Ihr Bauch sagt: Seine Nähe fühlt sich gut und richtig an. Wann hast du dich jemals so wohl gefühlt in Gegenwart eines Mannes?
     Maria ist geneigt, ihrem Verstand zuzustimmen, aber ihr Körper schreit: Wage es, und ich streike! Und ihr Bauch bleibt entspannt, während er seinen Senf dazugibt: Lass dich drauf ein. Nichts passiert ohne Grund. Vielleicht ist er wirklich derjenige, welche. Wenn du kneifst, wirst du es nie erfahren.
     Maria betrachtet sich im Spiegel über dem Waschbecken und trägt Lipgloss auf. Ihr Spiegelbild zeigt ihr ein frisches Gesicht mit strahlenden Augen und geröteten Wangen. So fit und glücklich habe ich mich lange nicht gefühlt. Nach keinem morgendlichen Joggen und keiner noch so durchstrukturierten Trainingseinheit. Ich will nicht zurück in mein Haus. Ich will nicht allein in meinem Doppelbett liegen. Ich will meinen Körper fühlen, für den ich so viel tue. Ich will meine Muskeln spüren und meine Haut. Meine Lippen. Seine Haut auf meiner. Seine Hand in meinem Haar. Ihr Zeigefinger fährt sanft über ihre Lippen. Wenn nicht einmal mein Bauch Einwände hat ...
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