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TASCHENBUCH
 
Maria, das Haus und die Welt 1 - Tanz
Verfasser: Jedida A. Harrison (3)
Verlag: Eigenverlag (18763)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (22535)
Seiten: 623 (Taschenbuch-Version), 846 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (229), Musiker (368), Single (405)
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Zerstört Gewalt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft?

Maria fühlt sich einsam wie die vielzitierte Insel. Außer Arbeit und Sport hat sie keinerlei Ablenkung davon, Dauersingle zu sein. An die Verwirklichung ihres einstigen Lebenstraums wagt sie nicht einmal zu denken. Zu tief sitzt der Schmerz und quält sie in furchtbaren Albträumen. Doch es gibt einen jungen Musiker, der sein Herz an sie verloren hat. Nur ist dieser enger mit der Ursache ihrer Albträume verknüpft, als beide ahnen können. Und auch er trägt Lasten mit sich, die sie eher trennen als vereinen.

Hat die Liebe eine Chance, wenn zwei Menschen an ihrer Vergangenheit zu zerbrechen drohen?

Eine mystische Geschichte über verdrängte Kindheitswunden und den steinigen Weg zweier Liebender zu sich selbst und zueinander.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jedida A. Harrison für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Jedida A. Harrison gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Typ lacht laut und herzhaft und – so seltsam das ist – sie muss ebenfalls lachen. Sie entspannt sich. Es tut gut, zu lachen und wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie ihn bitten nicht mehr aufzuhören, mit ihr zu reden. Seine Stimme ist dunkel und kräftig, seine Sprachmelodie vertrauenerweckend. Am liebsten würde sie die Augen schließen und im Klang seiner Stimme baden. Und dabei seine körperliche Nähe genießen. Ihr Innerstes vibriert. Nimm meine Hand, denkt sie beschwörend.
     Aber er tut es nicht. Er lehnt sich wieder zurück und beobachtet ihr Minenspiel.
     »Sie ist nicht direkt mein Stil«, lässt sich Maria nach einem Moment des Schweigens vernehmen. Sie räuspert sich verlegen. Ihre Stimme hört sich kratzig und seltsam dünn an.
     Einen Augenblick wirkt ihr Gegenüber irritiert. Dann muss ihm klar werden, dass sie seine Frage von vorhin beantwortet hat, denn er lächelt übers ganze Gesicht. Sie räuspert sich ein weiteres Mal unter dem festen Blick, mit dem er sie betrachtet. »Das Rockige und der kräftige Bass gefallen mir«, fährt sie fort, um mit Worten von den unbändigen Gefühlen abzulenken, die in schockartigen Wellen durch ihren Körper brausen und ihr Herz rasen lassen. Verlegen streicht sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und wickelt sie um den Zeigefinger. Waren wir drauf und dran, uns zu küssen, oder hat meine Fantasie mir einen Streich gespielt?
     »Immerhin das«, sagt der Typ, nickt kurz und lächelt dann.
     Es ist ein anziehendes Lächeln, dem sie nicht widerstehen kann. Licht fällt auf die Narbe an seinem Kinn. Woher er die wohl hat? Sie muss sich beherrschen, um nicht die Hand auszustrecken und mit dem Finger darüber zu fahren. Ein Kribbeln breitet sich in ihrer Magengegend aus. Es sticht nicht wie sonst, sondern fühlt sich warm und angenehm an.
     Es macht den Anschein, als ob er etwas sagen will, da stiefeln seine Bandkollegen schon zurück auf die Bühne. Der Sänger klatscht in die Hände und ruft: »Wollt ihr mehr, hochwertes Publikum? Seid ihr bereit für noch mehr Furious Light?«
     Johlen und schrille Pfiffe antworten ihm. In einem Zug trinkt ihr Gegenüber sein Glas aus und steht auf. Er tippt sich an einen imaginären Hut und beugt sich dann zu ihr. »Lauf nicht weg, Schönste aller Schönen, Lady in Red. Jetzt legen wir erst richtig los.«
     Lady in Red, denkt sie überrascht und ein wenig geschmeichelt. So habe ich mich in Gedanken selbst genannt. Schönste aller Schönen! Das kann er unmöglich ernst meinen! O mein Gott, ich habe ein Kompliment bekommen!
     Sie wirft ihm einen verunsicherten Blick zu, den er mit einer Kusshand beantwortet. Ihr Herz stolpert einen Moment in seinem gewohnten Rhythmus. Es schlägt schneller, als sie ihm hinterher sieht, während er in Richtung Bühne läuft und hinter dem Schlagzeug Platz nimmt.
     Zuvor hat sie den Bandmitgliedern kaum Beachtung geschenkt. Die Ecke, in der sich die Drums befinden, ist spärlich beleuchtet, und die anderen Musiker verdecken ihn immer wieder. Aber jetzt hat er ihre gesamte Aufmerksamkeit. Sie lässt ihn nicht mehr aus den Augen, sieht auf seine Hände, die die Sticks geschickt und in rasendem Tempo auf die Drums prasseln lassen. Er zwinkert ihr zu, als er ihren Blick auffängt. Ihr wird heiß und sie kann nicht verhindern, dass ihre Finger zu ihren Lippen gleiten und sie berühren.
     »Eine Frau, die lange Zeit nicht berührt wird, erkaltet«, hat sie eines Abends in ihr Tagebuch geschrieben. Kurz zuvor war ihr beim Aufräumen der rosafarbene Vibrator in die Hände gefallen. Erst bei seinem Anblick war ihr bewusst geworden, wie selten sie in den letzten Monaten Lust verspürt hatte.
     »Das Feuer einer wenig berührten Frau zerfällt zu Asche, es sei denn sie schützt es mit einem Eispanzer, den sie um sich herum legt«, hatte sie nach einigem Nachdenken gekritzelt. »Und das macht sie auf lange Sicht unsichtbar, hüllt sie ein wie in einen Tarnumhang.«
     Diese Gedanken waren ihr entfallen, jetzt erinnert sie sich deutlich dran. Die Hände des gutaussehenden Musikers haben sie nicht einmal berührt, aber seine Augen haben es getan. Sie tun es immer noch, und beinahe hat auch ... sein Mund den ihren berührt. Diese bloße Nähe und Zugewandtheit – alleine davon hat ihr Panzer einen winzigen Riss bekommen. Etwas in ihr wird weich. Ohne, dass es ihr bewusst ist, wandert eine Hand zu ihrem Herzen und bleibt einen Moment dort liegen.
     Die Band heizt die Stimmung in der Bar ordentlich an und Maria taut weiter auf. An der Theke holt sie sich noch ein Glas Wasser und steht die restliche Zeit, in der der rockige Beat durch die Bar dröhnt, in Bühnennähe. Sie wippt mit den Knien. Von dem süßen Typen ist wenig zu sehen, aber sie fühlt die Schwingungen der Schläge, die seine Drums auf die Metallflächen des Schlagzeugs abgeben, durch ihren Körper pulsieren. Ihn nur wenige Meter von sich entfernt zu wissen, elektrisiert sie.
     Als der letzte Akkord erklingt und die Band sich verabschiedet, klatscht sie begeistert Beifall. Aber sie sieht keinen der anderen Musiker an, sie hat nur Augen für ihn und seine Augen, die die ihren suchen und aufleuchten, als sich ihre Blicke begegnen. Die Leute verteilen sich im Raum. Maria wird an eine Wand geschoben und rettet sich auf einen Stuhl, der dort steht. Von einem Kratzen begleitet, ertönt der Schmusesong einer bekannten Band durch die Bar. Ein paar Leute beginnen zu tanzen.
     Die Band ist von der Bühne verschwunden. Von dem langhaarigen Musiker ist nichts mehr zu sehen. Unauffällig sieht sie sich um, dann greift sie nach der Handtasche auf dem Stuhl neben ihr. »Man soll den Abend beenden, wenn er auf seinem Höhepunkt angelangt ist«, heißt es in einem ihrer Ratgeber. Und überhaupt. Sie als Nichttänzerin findet sich neben so vielen Tanzenden wieder. Das alte Unwohlsein stiehlt sich in ihren Magen. Auf dem Weg in Richtung Ausgang streift jemand ihren Rücken. Sie wendet sich um. Und da steht er, ein umwerfendes Lächeln auf den Lippen, und reicht ihr die Hand. »Darf ich bitten, Schönste?«
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