Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.346 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »zarrag02«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
Maria, das Haus und die Welt 1 - Tanz
Verfasser: Jedida A. Harrison (3)
Verlag: Eigenverlag (19479)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (23376)
Seiten: 623 (Taschenbuch-Version), 846 (Kindle-Version)
Themen: Einsamkeit (238), Musiker (392), Single (414)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Zerstört Gewalt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft?

Maria fühlt sich einsam wie die vielzitierte Insel. Außer Arbeit und Sport hat sie keinerlei Ablenkung davon, Dauersingle zu sein. An die Verwirklichung ihres einstigen Lebenstraums wagt sie nicht einmal zu denken. Zu tief sitzt der Schmerz und quält sie in furchtbaren Albträumen. Doch es gibt einen jungen Musiker, der sein Herz an sie verloren hat. Nur ist dieser enger mit der Ursache ihrer Albträume verknüpft, als beide ahnen können. Und auch er trägt Lasten mit sich, die sie eher trennen als vereinen.

Hat die Liebe eine Chance, wenn zwei Menschen an ihrer Vergangenheit zu zerbrechen drohen?

Eine mystische Geschichte über verdrängte Kindheitswunden und den steinigen Weg zweier Liebender zu sich selbst und zueinander.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Jedida A. Harrison für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Jedida A. Harrison gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Maria


Die Universal Bar ist anders, als sie erwartet hat. Weder stehen dichte Rauchschwaden in der Luft, noch hängt eine Dartscheibe gegenüber der Eingangstür. Alles ist stimmungsvoll beleuchtet, Wände und Theke sind aus gebeiztem Holz. Ein paar Männer ihrer Alterskategorie sitzen an der Bar auf bequemen Stühlen, nippen an ihren Cocktails, lachen und unterhalten sich. Rockige Musik dröhnt von der Bühne. Wenn es jeden Samstag so ist, kommt sie vielleicht noch einmal wieder. Und wenn dieser Abend mit Richard ein Erfolg wird, ist er dann womöglich an ihrer Seite.
     Keiner der Typen an der Bar hat aufgesehen, als sie vorhin durch die Tür getreten ist. Und keiner von ihnen weist auch nur annähernd Ähnlichkeit mit Richards Profilfoto auf. Schmerzhaft zieht sich ihr Magen zusammen. Sie verbannt ihre Wunschfantasien in den hintersten Winkel ihrer grauen Zellen. Nervös und mit klopfendem Herzen bemüht sie sich, nicht auf das Displays ihres Telefons zu sehen. Es muss inzwischen zwanzig Uhr sein. Logisch, denn sie ist pünktlich. Ihr Blind Date ist entweder nicht da oder es gibt sich nicht zu erkennen.
     Wahrscheinlich lauert er in einer dunklen Ecke und checkt mich ab. Ob ihm gefällt, was er sieht? Nervös streicht sie über ihr Kleid. Niemand hier trägt etwas ähnlich Auffälliges. Jeans und Miniröcke in verschiedenen Farben, so wie ihr Chatkumpel Chuck es ihr empfohlen hat, ja. Aber kein Rot.
     Bevor der Song endet, tritt Maria an die Theke und bestellt sich ein stilles Wasser. Sie benötigt etwas, um sich daran festzuhalten. Hoch erhobenen Kopfes drängt sie ihre Enttäuschung zurück. Sie ist versetzt worden. Daran gibt es keinen Zweifel.
     Richte deine unsichtbare Krone. Versetzt werden heißt nicht, dass der Abend verschwendet ist.
     Ihr ist trotzdem zum Heulen zumute. Warum sie es immer wieder versucht, ist ihr ein Rätsel.
     Als ein Stuhl frei wird, setzt sie sich in eine Ecke und nippt an ihrem Wasser. Was jetzt? Unmotiviert sieht sie zur Bühne hoch und beobachtet die Show, ohne etwas zu sehen. Der Song endet. Die Anwesenden applaudieren lautstark, johlen und pfeifen. Darauf kündigt die Band eine Pause an. Leise Loungemusik tönt aus den Boxen. Im Raum kommen Gedränge und Bewegung auf. Hoffentlich bemerkt niemand, dass sie alleine hier herumsitzt und soeben versetzt wurde. Die Leute neben ihr stehen auf und laufen an die Theke, um sich weitere Getränke zu holen.
     Einen Moment bleibt Maria an dem kleinen, runden Tisch ungestört, dann lässt sich ein Typ auf den Stuhl neben ihr fallen. Ihr Atem stockt. Er sieht gut aus, stellt sie verschüchtert fest. Markantes Gesicht, schmale Nase. Die langen schwarzen Haare hat er im Nacken zusammengebunden und am Kinn prangt eine sichelförmige Narbe, die ihn verwegen aussehen lässt. Dazu ist er komplett in schwarz gekleidet, wirkt cool und lässig. Nachdem er einen tiefen Zug aus seinem Saftglas genommen hat, tut er etwas Unerwartetes. Er beugt sich vor und schaut sie direkt an. Ihr Herzschlag wird unregelmäßig. Eine unklare Erinnerung poppt in ihrem Geist auf. Kenne ich dieses Gesicht nicht von irgendwoher? Die langen Haare?
     »Und, magst du unsere Musik?«, fragt er unvermittelt.
     Seine Stimme ist dunkel und geht ihr durch und durch. Einen Augenblick schaut sie ihn irritiert an, dann blickt sie kurz nach links und rechts. Hat er wirklich mit mir gesprochen? Richard ist das jedenfalls nicht. Sein Kopf auf dem Profilfoto war kahlrasiert, die Nase gebogen. Soll der mich etwa für Richard abchecken?
     Sie nickt zurückhaltend und nimmt einen weiteren Schluck aus ihrem Glas. Der Typ lächelt auf eine seltsam verletzliche Weise. Sie kann seine Miene nicht deuten, weil sie ihn nicht so lange und auffällig anstarren will, bis sie sich eine Meinung darüber gebildet hat. Er hingegen hört nicht auf, sie anzusehen. Ihr ist unbehaglich zumute, doch in ihrem Bauch wird es warm. Für einen Sekundenbruchteil sieht sie ihn an, dann senkt sie den Blick wieder. Es wirkt, als würde er etwas von ihr erwarten. Aber was soll das sein? Ich kenne ihn ja gar nicht.
     »Deinem Feedback zu unserer Musik ist ja nicht gerade viel zu entnehmen«, meint er augenzwinkernd. Hilflos begegnet sie seinem Blick, da spricht er schon weiter. »Jedenfalls scheint sie dich nicht gerade vom Hocker gerissen zu haben.« Er wirft einen demonstrativen Blick auf den Stuhl, auf dem sie kerzengerade sitzt.
     Verlegen senkt sie die Lider, obwohl sie den Scherz durchaus verstanden hat. Sag was, Maria, feuert sie sich an. Nutze die Gunst der Stunde. Ein männliches Wesen spricht mit dir. Aber ihr Mund ist staubtrocken. Die Zunge scheint ihr förmlich am Gaumen zu kleben und ihr Gehirn wirkt wie leergefegt. Nicht ein vernünftiger Satz will ihr über die Lippen kommen.
     »Du spielst ... in der Band?«, stößt sie endlich hervor.
     Der Typ lacht auf. Er lehnt sich zurück und mustert sie. »Bekommst du eigentlich irgendwas von dem mit, was um dich herum vorgeht?«
     Maria zuckt die Schultern. Sie will das Glas heben, aber ihre Hand ist zu feucht. Sie muss die Finger erst an einer Serviette abtupfen. Trotz ihrer Verlegenheit zwingt sie sich, aufzusehen. Der Typ forscht in ihrer Miene. Als sich ihre Blicke treffen, wird ihr für einen Moment schwindlig.
     Unvermittelt beugt er sich zu ihr. Ihre Gesichter sind nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Sie spürt seinen Atem auf ihrer Haut. Er riecht nach Apfelsaft und Pfefferminzdragees. Unmerklich lockert sie ihre Haltung und bewegt sich dabei ein winziges Stückchen auf ihn zu. Es fühlt sich an, als ob ihr Körper den Verstand ausgeknipst und selbst die Kontrolle übernommen hätte. Urplötzlich sind sie einander so nahe, dass sie das Gefühl bekommt, die kurzen Stoppeln seines Dreitagebartes würden ihre Haut streifen. Sie spürt die Wärme, die von ihm ausgeht. Atemlos drängen ihre Lippen den seinen entgegen. Das heftige Aneinanderklirren ihrer Gläser treibt sie wieder auseinander.
Seite: 1 2 3 4 5
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2021)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz