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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (51)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2968)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (88), Geheimnisse (5003), Menschheit (97), Postapokalypse (20), Signale (15), Terraforming (8), Wüste (331)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (4)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Wachmann deutete auf Rays Unterarm. »Reicht ihnen ein Nexus alleine nicht?«, fragte er, ohne von der Identifikation aufzublicken. An Rays Arm befanden sich drei kleine flache Bildschirme, allesamt hochleistungsfähige Computer, die er mit Ausrüstung und Maschinen verbinden konnte.
     »Ich brauche viel Speicherplatz für meinen Anzug.« Ray hoffte, dass der Gardist sich nicht mit Anzugtechnik auskannte.
     »Führen Sie irgendwelche verbotenen Programme oder Waffen mit sich? Alkohol oder Rauschmittel?«
     »Nein.«
     »Zeigen sie mir ihren Einsatzbefehl.«
     »Ich habe keinen.«
     Der Wachmann blickte auf, seine Augen verengten sich. »Das Sucherkorps fordert sie an und hat Ihnen keinen Einsatzbefehl geschickt?« Er blieb kurz an den Narben in Rays Gesicht hängen. »Kommen Sie mal mit.« Er ging in den Hangar hinein.
     Ray zögerte. Er sah zu der Stelle zurück, wo sein Motorrad stand. Mit wenigen Schritten konnte er die Maschine erreichen. Er wippte auf den Zehen, fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, knackte mit seinen Fingern — und trat dann in den Hangar ein, entschlossen, sich dem Risiko zu stellen.
     Metallene Trennwände unterteilten den Hangar in Areale und Parkfelder unterschiedlicher Größe. Er sah Sattelschlepper, vor die man Pflüge gespannt hatte, um draußen die Straßen zu räumen; Armeelastwagen für die Sucher und ein altes Löschfahrzeug, mit dem Trinkwasser transportiert werden konnte. Alle diese Vehikel waren zusammengeflickt, wie alte Steppdecken. Er versuchte im Vorbeigehen ein etwas kleineres Fahrzeug zu erspähen, welches ihm bei seiner Aufgabe helfen konnte, fand aber nichts.
     Der Wachmann blieb vor einer Tür stehen.
     Ray stand neben ihm, darauf bedacht, außerhalb seiner Reichweite zu bleiben.
     »Da sind wir.« Der Wachmann verlagerte sein Gewicht auf einen Fuß und bewegte seine Hand in Richtung seiner Hüfte, wo die Pistole hing.
     Ray rief sofort den Weg zum Ausgang in seinem Kopf ab. Wenn er es schaffte, den Wachmann rechtzeitig von den Füßen zu holen, würden ihm die kurvigen Gänge Deckung bieten. Er spannte seine Beine an, bereit, sich gegen ihn zu werfen.
     Der Gardist holte Rays Identifikationsdatei hervor — seine Finger glitten an der Waffe vorbei. »Das ist der Warteraum für die neuen Rekruten.« Er deutete mit dem Kopf auf die Tür vor ihm. »Diesmal drücke ich ein Auge zu, aber das tue ich nur ein einziges Mal. Sollten Sie ihren Einsatzbefehl erneut verlieren, werde ich Ihnen höchstpersönlich in den Arsch treten. Haben Sie das verstanden?«
     Ray nickte.
     Er trat in den engen Warteraum und atmete erleichtert aus, als die Tür endlich hinter ihm zufiel. Er ließ ein paar Momente verstreichen. Diesmal habe ich Glück gehabt, dachte er, dann verließ er den Raum an der gegenüberliegenden Seite.
     Mit gesenktem Kopf, immer darauf bedacht, dem Wachmann nicht erneut zu begegnen, schlich er auf der anderen Seite durch den Hangar. Mehrmals traf er auf Mechaniker, die mit ihren Werkzeugen gegen den unvermeidbaren Zerfall der uralten Fahrzeuge kämpften, auf Sucher, welche die nötigen Ersatzteile für diese sich auflösende Maschinerie beschafften. Kaum jemand hier war älter als Ray, was ihn einmal mehr daran erinnerte, wie jung die Menschen seiner Generation starben.
     Er fand die Luke zum Wartungsgang bereits nach kurzer Suche und trat ein. Die Identifikationsdaten zu fälschen stellte keine Herausforderung dar, aber die alte Militärtechnologie aus dem Krieg hinderte ihn bisher, direkt an die Logins der Fahrzeuge zu gelangen. Dies konnte er nur von innen.
     Den Blick auf den Fußboden geheftet, schritt er den Gang ab, bis er endlich auf eine Lücke im Muster der Bodenplatten stieß. Er holte ein kleines Stemmeisen aus seinem Anzug und versuchte, die Platte herauszuheben, doch sie war gesichert. Er zog einen Laser aus einer anderen Tasche, trennte mit geübten Schnitten die Sicherungen heraus und hob die Platte an.
     »Bingo«, murmelte er, als der Backbone, ein Teil des alten Sicherheitssystems, zum Vorschein kam. Routiniert zog er ein dünnes Kabel aus seinem Nexus, befestigte die Schnittstelle am Backbone und loggte sich ein. Schnell hatte er einen praktischen, kleinen Bus mit einem fast neuen Sonnensegel gefunden und das Login auf seinen Nexus geladen. Jetzt konnte es losgehen.

Er fand den Bus am anderen Ende des Hangars. Er war hinten bereits mit Trinkwasser betankt worden und Ray fand noch genügend Rationen für eine Person. Als er sich in den gefederten Fahrersitz setzte, fühlte er sich sofort wohl. Alles passte. »Dann wollen wir mal eine kleine Tour machen.«
     Vor dem Ausgang versperrte ihm eine Schranke den Weg, hinter der zwei junge Wachmänner standen. Sie schwatzten miteinander. Ray ließ das Fenster herunter, doch sie redeten einfach weiter. Er wartete eine Weile geduldig, bis es ihm zu blöd wurde. »Hey!«, rief er aus dem Fenster. »Ist das hier Selbstbedienung?«
     Die Wachen unterbrachen ihr Gespräch und sahen hoch. »Schon gut«, sagte einer der Gardisten und scannte quälend langsam den Nexus. »Zielort?«, fragte er.
     Ray schüttelte den Kopf. »Das unterliegt Geheimstufe zwei.« Nur noch wenige Meter und er hatte es geschafft.
     Der Gardist fuhr mit schleppender Stimme fort. »Haben Sie das Fahrzeug vor der Abfahrt überprüfen lassen und führen Sie genug Trinkwasser?«
     »An die hundert Liter.«
     Der Wachmann beendete seine Befragung und schlurfte träge um das Fahrzeug herum. Er musterte die Außenhülle des Fahrzeugs und strich hie und da mit seiner Hand darüber. Beim rechten Vorderrad blieb er stehen und bückte sich.
     Rays Fuß verharrte über dem Gaspedal. Er sah vor seinem inneren Auge, wie er endlich durch die Wüste bretterte — seinem Ziel entgegen.
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