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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (44)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2808)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (84), Geheimnisse (4736), Menschheit (95), Postapokalypse (13), Signale (15), Terraforming (8), Wüste (313)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (4)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Was ist das?«, fragte sie neugierig und hob eines der Bilder vom Boden auf.
     Er schaute kurz mit zusammengekniffenen Augen auf. »Ein Baum. Eine Tanne, glaube ich.«
     »Ist echt schön, so ein Baum. Hast du einen gesehen, dort draußen?«
     Ray zog die Abdeckung der Akkus ab. »Manchmal sehe ich ihre Skelette im Sand, aber dann ist alles Grüne längst weg.«
     »Du bist ein Sucher«, stellte sie fest. »Erzähl mir, wie ist das Leben so als Sucher?«
     Endlich fand er die beiden Akkus, wie üblich im allerletzten Fach. Er kniete sich hin und begann, die alten, überhitzten Akkus vorsichtig auszubauen. »Man sieht viel dort draußen. Die Ruinen der Alten, ihre Metropolen, die vergessenen Schlachtfelder und die Wüsten«, sagte Ray, doch sie wühlte bereits wieder in den Bildern.
     »Was ist das hier?« Sie hielt ihm ein zweites Foto hin.
     »Ein schwarzer Panther, ein Tier.«
     »Dieses gefällt mir besonders gut.« Sie hielt es ehrfürchtig mit beiden Händen vor ihre Augen. »Kann ich es behalten?«
     »Nein.«
     Sie steckte es trotzdem ein.
     Er schüttelte nur den Kopf.
     »Ich kannte mal einen Sucher. Er meinte immer, die Sucher sind die einzigen, die wirklich wissen, was damals passiert ist. Aber die Wahrheit ist zu schrecklich, um sie zu erzählen. Die Alten sind einst sehr viele gewesen, zu viele, darum haben sie das Klima zerstört.« Sie griff sofort nach einem weiteren Foto. »Und was ist auf diesem Bild?«
     »Der Dom von Florenz, ein Tempel, den die Alten gebaut haben.«
     »Hast du den mal gesehen?«
     »Die Kathedrale liegt zu weit im Süden, dort ist es noch heißer als hier hinter den Alpen in Mitteleuropa.«
     »Wie konntest du eigentlich Sucher werden, so als Wüstenkind?«
     Ray erstarrte.
     Die Diebin löste ihren Blick von den Bildern und sah ihn direkt an.
     Er versuchte zu erkennen, ob der Ausdruck von Hass in ihren Augen lag, den die Meisten ihm entgegenbrachten, sobald sie merkten, was er war. Die meisten Bürger hassten die Wüstenkinder, wilde Überlebende, die zwischen den Ruinen geboren worden waren. Als Kind hatte das frühzeitige Erkennen dieses Ausdrucks für ihn den Unterschied zwischen Freund und Feind, zwischen Leben oder Tod bedeutet. Aber der Diebin lag nur Neugier in den Augen und er fuhr mit seiner Arbeit fort. »Das ist einfach passiert«, erklärte er ruhig. »So wie du eine Diebin geworden bist.« Er rastete den letzten Akku ein und stand auf.
     Sie strecke ihm die Dose entgegen. »Kannst du mich mitnehmen, nach dort draußen?« Sie sah ihn hoffnungsvoll an. »Hier in der Stadt wird es immer schlimmer, ich will fort von hier.«
     »Du hast weder die Ausrüstung noch die Ausbildung dazu.« Er schwang sich in den Sattel und setzte den Helm wieder auf. »Dort draußen gibt es nur Asche und Staub, du würdest sterben, noch ehe die Sonne einmal den Himmel durchwandert hätte.«
     Für einen Moment wich alles Fröhliche aus ihrem Gesicht. »Der Tod wartet auch hier auf uns. Nicht lange, bis es auch hier zu heiß ist. Nichts kann das aufhalten. Wir sind wie ein Kind, das den Daumen vor die Sonne schiebt und glaubt, dass es so im Schatten steht ...«
     Ray hielt inne. Er beugte sich zu ihr runter und öffnete das Visier, damit er sie besser sehen konnte. »Das ist wahr, aber solange wir unsere Daumen gegen die Sonne halten können, kämpfen wir dagegen an. Vielleicht sollten wir es mit der ganzen Hand versuchen.«
     Zuerst sah sie ihn überrascht an, dann musste sie lachen und der traurige Ausdruck verschwand wieder. »Du bist ein komischer Kerl.«
     »Auf Wiedersehen, Diebin. Pass auf, dass sie dich nicht erwischen.«
     »Gute Reise, Sucher. Pass auf, dass du dir da draußen nicht noch mehr das Gehirn verbrennst.«


4.


Beim Hauptquartier des Sucherkorps handelte es sich um einen alten Frachtflughafen, von dem schon seit hundert Jahren kein Fluggerät mehr verkehrte. In der Mitte des von gestrandeten Maschinen übersäten Geländes ragten die gigantischen Hangars wie rostige Berge empor. Ray fuhr die rissige Straße hoch und versteckte sein Motorrad hinter einem Flugzeugwrack.
     Er sah auf seinen Nexus und überprüfte das Signal, die Botschaft des Mannes, der von einer anderen Sonne und einem neuen Planeten sprach. Trotz seiner inneren Entschlossenheit zögerte er.
     Er hatte wenig Zeit gehabt, einen Plan auszuhecken, um an ein Fahrzeug des Sucherkorps zu gelangen, und so waren seine Handflächen schon feucht, bevor er den Helm abzog. »Es wird funktionieren ... sie werden es nicht merken«, sagte er immer wieder leise zu sich selbst, als er auf die Hangars zuging.
     Am Eingang stand ein umgebauter Sattelschlepper, dem sein aufgespanntes Sonnensegel das Aussehen eines gestrandeten Katamarans gab. Eine Gruppe Sucher in gepanzerten Schutzanzügen lud gerade Kisten voller Konserven und Elektroteile ab. Es lagen auch ein paar Särge dabei.
     »Wer sind Sie?«, ertönte plötzlich eine Stimme.
     Als er sich umdrehte, stand ein Wachmann vor ihm, einen Kopf größer als er. Unter dessen Gesicht prangte ein Kinn breit wie ein Teekocher. »Weisen sie sich aus!«, bellte er knapp.
     Ray hielt ihm die Ausweisdatei hin. Er hatte sie erst letzte Nacht gefälscht, nicht mal Amma hatte das erkannt. Er besaß Übung im Fälschen von Dokumenten, weil er seine Identität als Wüstenkind schon früh hatte verheimlichen müssen. Aber diesmal versuchte er in das Hauptquartier des Sucherkorps einzudringen, das besser gesichert war als alles andere in der Stadt.
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