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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (38)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2701)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (78), Geheimnisse (4570), Menschheit (91), Postapokalypse (10), Signale (14), Terraforming (8), Wüste (301)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ray hielt dem Blick stand. Die erschrockene Händlerin sah ihn quälend lange Sekunden an. Und er sie, bei dem Versuch abzuschätzen, was sie tun würde. Tu es nicht! Verrate uns nicht!, dachte er. Er trug keine Waffe. Verriet sie ihn, gäbe es keine andere Wahl. Er würde mit bloßen Händen kämpfen müssen. Er trug einen gepanzerten Anzug und er konnte sehr wohl kämpfen, aber die Söldner führten schweres Gerät mit sich und sahen nicht gerade wie Anfänger aus.
     Etwas riss ihn von hinten an der Schulterplatte. »Der Bettler dort drüben erzählte mir, die Diebin sei über deinen Fuß gestolpert, genau hier!« Der Glatzkopf spuckte vor Zorn.
     Rays Puls schnellte in die Höhe. Er fühlte, wie sich seine Kiefermuskeln und sein Nacken anspannten. Langsam atmete er aus, zwang sich, ruhig zu bleiben, unterdrückte das Adrenalin.
     Dann fiel dem Glatzkopf die Händlerin auf. »Und was glotzt denn die so blöd? Hat sie ‘nen Geist gesehn, oder was?«
     Ray räusperte sich. »Sie müssen sich irren«, sagte er gefasst. »Hier ist niemand vorbeigekommen und schon gar nicht über meinen Fuß gestolpert. Das hätte ich wohl gemerkt, nicht wahr?«
     »Das Mädchen, die Diebin! Sie ist hier zu Boden gefallen, genau hier!«
     Er sah zu Boden. Er sah die Spuren ihres Falls im Sand, war sich aber sicher, dass der Händler sie nicht zu deuten vermochte, nicht wusste, wie man sie von den alltäglichen Spuren der feilschenden Marktbesucher unterschied. Plötzlich kam ihm eine Idee.
     Mit einer beiläufigen Geste zeigte er auf den Arm des Händlers. »Einen wunderschönen Arm haben sie da. Die Details in der Mechanik sind wirklich bemerkenswert. Eine Einzelanfertigung, nehme ich an?«
     »Hä?« Der Dicke sah auf seine Prothese. »Das tut nichts zur Sache, Junge, ich habe verdammt nochmal gefragt, ob ...«
     Ray griff nach dem Arm des Händlers und streckte ihn. »Das ist ja fast alles reine Handarbeit!«, sagte er begeistert. »Silber und Aluminium höchster Güteklasse! Herrlich verzierte Details, alle hochglanzpoliert; Brillanten im Getriebe und sogar individuell verstellbare Zahnrad-Getriebestufen. Ich würde Ihnen einen ausgezeichneten Preis dafür bezahlen, würden Sie ihn mir hier auf der Stelle verkaufen!«
     »Ich bin nicht zum Handeln hier! Ich fragte, ob Sie das Mädchen gesehen haben, das von meinem Stand gestohlen hat!« Der Händler, zu dessen Zorn jetzt noch Verwirrung kam, zog seinen Arm weg.
     Ray fuhr ungehindert fort. »Hören Sie, guter Mann. Als passionierter Sammler von mechanischen Prothesen mache ich Ihnen ein Angebot, dem Sie garantiert nicht widerstehen können.«
     »Zum letzten Mal. Mein Arm steht nicht zum Verkauf!«, schrie der Händler. Er sah ihn ein letztes Mal mit bebender Unterlippe an und drehte sich schließlich um. »Wir gehen weiter, hier ist sie nicht«, blaffte er. »Vorwärts! Ich bezahle euch nicht, um herumzustehen!«
     Als der Mob sich verzog, blieb Ray noch eine Weile stehen, wiegte interessiert ein gelbes Sonnentuch in der Hand, wartete, bis die Männer endgültig verschwunden waren.
     »Vor zwei Tagen haben sie gleich hier drüben zwei kleine Jungen gesteinigt«, sagte die Händlerin plötzlich. »Sie haben versucht, einen Wasserfilter zu stehlen für ihre Familie. Die armen, kleinen Kinder.«
     Ray nickte. Er kannte die Geschichten.
     »Mit jeder Sonnenwende wird es schlimmer. Die grünen Zonen gehen ein und mit jedem ausgedorrten Feld werden die Menschen mehr zu Tieren. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir alle ...« Sie verstummte plötzlich wieder und begann mit bitterer Miene, ihre Tücher zu sortieren, als würde sie ihre Worte bereits wieder bereuen.
     Er sah sie an. Alt, wohl über vierzig. Sie kam noch aus einer Zeit, in der doppelt so viele Menschen in der Stadt gelebt hatten. Damals gab es auch noch eine zweite Stadt mit Überlebenden, irgendwo dort draußen. Doch dies alles gehörte in die Vergangenheit. Sie zählten das Jahr 2188 nach Christus und sie alle genossen das zweifelhafte Privileg, in der letzten noch überlebenden Stadt auf den endgültigen Untergang warten zu dürfen.
     Als er zurück zu seinem Motorrad kam, kauerte die Diebin immer noch unter dem Sonnensegel. Er bückte sich zu ihr hinunter »Sie sind weg. Ich bringe dich fort von hier.«
     Das Mädchen reagierte zuerst nicht; benommen drückte sie immer noch die Dose an ihre Brust und wippte damit vor und zurück wie ein Kind, das gerade aus einem Albtraum aufgewacht ist. Dann sah sie ihn plötzlich an. »Kennst du das Viertel der gebrochenen Türme?«

Der Rumpf von Rays Maschine glühte fast, als sie im Viertel der gebrochenen Türme ankamen. Eigentlich hätten die Akkus nach so kurzer Distanz kaum warm werden dürfen. Etwas stimmte nicht. Er stoppte die Maschine vor einem verlassenen Einkaufszentrum und zog den Helm ab.
     Das Viertel sah aus wie ein Feld, in dem ein Riese mit der Sense gewütet hatte. Fast die Hälfte der Hochhäuser waren im Krieg zerstört worden. Da die meisten aber noch standen und dazu noch zu den Höchsten der Stadt gehörten, lebten in den schattigen Tälern zwischen ihnen immer noch Menschen.
     Als er in seinem Rucksack nach den beiden Akkus wühlte, die er seit seinem letzten Suchgang bei sich trug, fiel eine kleine Dose zu Boden und verteilte scheppernd Rays Bildersammlung auf dem Boden.
     »Ich mache das schon.« Sie sprang vom Sattel und begann, die verstreuten Bilder aufzusammeln. Es schien ihr schon besser zu gehen.
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