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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (38)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2698)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (78), Geheimnisse (4566), Menschheit (91), Postapokalypse (10), Signale (14), Terraforming (8), Wüste (301)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Wir wissen es nicht, Hauptmann Beck. Unsere Scanner zeigen an, dass es ziemlich stark ist und der Sender daher über eine starke Energiequelle verfügen muss«, erklärte die Gardistin und wagte es dabei nicht, ihr in die Augen zu sehen. »Das ist aber auch schon alles, was wir mit Gewissheit sagen können.«
     »Wann wurde es entdeckt?«
     »Heute Morgen. Aber mit Sicherheit ist es schon länger da.«
     »Laden Sie mir die genauen Koordinaten seines Ursprungs auf meinen Nexus«, sagte Sarah bestimmt. »Und Sie werden Ihrem Vorgesetzten keine Meldung machen, ich werde das übernehmen. Haben Sie das verstanden?«
     »Verstanden, Hauptmann.«
     Sarah drehte sich um und wollte gehen.
     »Hauptmann Beck!«, rief ihr die Gardistin nach, als sie schon fast beim Ausgang stand.
     Sarah nahm einen tiefen Atemzug und drehte sich wieder um.
     »Das Gebiet um dieses Signal ist als unerforscht und extrem gefährlich eingestuft.« Die Soldatin sah ihr zum ersten Mal direkt in die Augen. »Ich weiß, dass das Sucherkorps heute eine Erkundungsmission dorthin aussendet. Das wäre eine hilfreiche Information, falls jemand vorhätte, das Signal zu suchen.«
     Danke. Laut durfte sie es nicht aussprechen, um keinen Verdacht zu erregen.
     Seit sie diesen Kontrollraum verlassen hatte, wusste sie, dass nur Samson der Quell dieses Signals sein konnte. Es handelte sich um einen Hilferuf, dessen war sich Sarah sicher und er kam aus dem Sektor, in dem ihr Bruder damals verschwunden war. Sie wollte verdammt sein, wenn sie ihn auch ein zweites Mal im Stich lassen würde.
     Eine Bodenwelle schüttelte den Truppentransporter und holte sie wieder zurück in die Gegenwart. Eine der gelbgewandeten Frauen fluchte, weil die Flaschen gefährlich in ihren Kisten klirrten, dann schaute sie ängstlich zu ihr herüber. Sarah blickte am Fahrer vorbei und sah, dass sie bald an ihrem Ziel ankamen. Sie lehnte sich zurück und musste einige Male tief durchatmen, bevor ihre Hände zu zittern aufhörten. Sie hatte noch nie gegen das Gesetz verstoßen und bald würde sie so viele Regeln auf einmal brechen, dass es nur eine gebührende Strafe dafür geben konnte — den Tod durch den Strang.


3.


Ray trat aus dem Hauptportal in die erbarmungslose Hitze des Marktplatzes. Der Geruch von heißem Stein und sonnenverbrannter Haut schlug ihm entgegen. Trotz der Abenddämmerung herrschten noch fast sechzig Grad im Schatten und auf dem Marktplatz wimmelte es von schwitzenden Leibern. Dafür konnte es nur einen Grund geben: Die Sucher waren mit ihrer Beute zurückgekommen.
     Die privilegierten Marktbesucher, die Köpfe von teurem Sonnentuch verhüllt, feilschten bereits lauthals mit den Händlern um Konserven, Trinkwasser und Artefakte, während die Armen am Rand des Marktes warteten und vergeblich um Almosen bettelten.
     Die Stände, die Essen und Medikamente anboten, erfreuten sich größter Beliebtheit, da die Sucher mit jedem Mal weniger davon zurückbrachten. Fette Söldner mit noch fetteren Gewehren standen um sie herum und vertriebenen jeden, der nicht wie ein wohlhabender Käufer aussah. Schaffte es ein Händler nicht, seine Waren zu schützen, dauerte es meist nicht lange, bis er sich selbst zu den Bettlern gesellen musste. So überraschte es nicht, dass die noch überlebenden Händler zugleich die brutalsten waren.
     Er drückte auf den Nexus, den kleinen Computer an seinem Arm, und sah nach dem Signal. Es erklang immer noch. Er konnte die Worte des Fremden noch deutlich hören, merkte aber, dass sie bereits schwächer wurden. Er musste sich beeilen. Er ging hinüber zu seinem Elektromotorrad, einem Ungetüm mit primitiven Akkus und breiten, abgewetzten Reifen, löste es aus seiner Ladestation und schob es rasch in den Markt hinein. Er wollte sich gerade auf seine Maschine schwingen und aus dem Getümmel fahren, als ein Schrei über den Platz hallte.
     »Diebin! Haltet die Diebin!«
     Gerade im Begriff sich umzudrehen rempelte ihn jemand an und fiel vor ihm in den Staub. Am Boden lag eine junge Frau; verschwitzt, abgemagert, ohne Schuhe, ohne Schutztuch oder Sonnenbrille. Mit ihren Fingern umklammerte sie verzweifelt eine Dose mit Bohnen.
     Ray blickte über seine Schulter und sah, wie sich ein wütender Mob aus Händlern und Söldnern einen Weg durch die Menschen bahnte. Sie würden sie steinigen, das stand fest.
     Es galt keine Zeit zu verlieren. Er schob das Motorrad zum nächsten Stand und drückte mit geübten Fingern auf das Display, bis sich die Solarsegel wie Stummelflügel aus der Seite der Maschine lösten. »Hier runter, schnell!«
     Das Mädchen verstand. Sie kroch über den Boden und versteckte sich, ohne einen Laut von sich zu geben, unter der Maschine.
     Ein glatzköpfiger Mann, in eine Händlerrobe gehüllt und mit schweren, goldenen Ringen an den Fingern, tauchte keine Sekunde später mit einer Meute Söldner auf. »Wo ist sie?«, keuchte er schwer atmend. Sein mechanischer Arm klickte bei jeder Bewegung. »Sie rannte doch eben noch hier entlang, ich habe sie gesehen. Wenn ich sie erwische ..., wenn ich sie in meine Finger kriege!«
     Ray schwieg.
     »Sucht sie!«, blaffte der Händler seine Söldner an. Sie schwärmten aus wie gierige Bluthunde.
     Um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, ging Ray an den Stand neben ihm. Er gab sich gelangweilt, tat so, als würde er sich für die Atemmasken und bunten Sonnentücher interessieren — da bemerkte er zwei weit aufgerissene Augen. Die Händlerin hinter dem Tresen war vor Schreck erstarrt und fixierte ihn. Sie hatte es gesehen.
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