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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (51)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2968)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (88), Geheimnisse (5003), Menschheit (97), Postapokalypse (20), Signale (15), Terraforming (8), Wüste (331)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (4)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Sarah versuchte den Anblick ihrer Narben zu meiden, denn er erinnerte sie daran, woher sie stammten. Mit vierzehn hatte die Stadtwache sie aus dem Training nehmen lassen, um sie einer Reihe komplizierter Operationen zu unterziehen. Cybertech, künstliche Muskelstränge ließen sie von da an noch länger rennen, noch höher springen und den gewaltigen Rückschlag ihrer Railgun noch besser ertragen.
     Doch seither lag sie oft nächtelang wach, wenn die Implantate sie vor Schmerz in ihrem Bett weinen ließen.
     Sie wischte den Gedanken weg, packte alles in ihren Rucksack und verließ die Wohnung. Als sie die Treppen des Wohnhauses mit großen Schritten hinunterstieg, blinzelte sie zwei Mal und auf ihrer Netzhaut tauchte die Uhrzeit auf: 18:32 — sie konnte es immer noch schaffen. Sie tippte an ihr Ohr und aus dem Knopf in ihrem Gehörgang ertönte das Freizeichen.
     »Wagen 76, ich höre«, meldete sich eine raue Stimme.
     »Ich bin’s.«
     Die Stimme wurde etwas sanfter. »Ah, Sarah. Wir haben uns schon gefragt, ob du dich nochmal meldest. Wir sollten ganz in deiner Nähe sein. Schaffst du es bis zum alten Bahnhof?«
     »Wo genau soll ich warten?«
     »Auf der Westseite. Du hörst uns dann schon kommen.«
     »Verstanden. Ende und aus.«
     Als sie ins Freie trat, hing die Sonne nur noch knapp über dem Horizont, die Temperaturen begannen langsam zu sinken und die Stadt erwachte zum Leben. Im Laufschritt ließ sie das Wohnquartier hinter sich und kletterte flink durch den Sand des ausgetrockneten Flussbetts. Auf halbem Weg begegnete sie einer kleinen Gruppe von Händlern, die Waren auf Karren in ihre Lager zogen. Sie grüßten mit übertriebener Unterwürfigkeit und sie salutierte höflich zurück.
     Als sie den zerfallenen, alten Bahnhof betrat, fand sie ihn wie immer leer vor. Im Innern der Halle standen rostige Züge mit eingeschlagenen Fenstern in langen, stummen Reihen.
     Sie ließ ihren Blick durch die weite Halle schweifen. Ihr Bruder hatte ihr früher immer erzählt, dass zur Zeit der Alten hunderttausende von Menschen jeden Tag mit den Zügen gefahren waren. Sarah konnte sich so viele Menschen nicht vorstellen, selbst wenn sie es versuchte. Und wo hätten all die Menschen überhaupt hinfahren sollen?
     Sie setzte sich vor die Halle in den Schatten und trank einen Schluck Wasser. Nach einer Weile hörte sie ein Fahrzeug kommen. Ein gepanzerter Zwölftonner fuhr die Straße hoch; sechs Räder und genug Platz für zwanzig Soldaten. Als er vor ihren Füssen hielt, rollte ein Fenster herunter und das kantige Gesicht des Fahrers schob sich hindurch. »Ich hätte nicht gedacht, dass du vor uns ankommst. Alle Achtung«, sagte er und nahm eine Pilotenbrille von der Nase, die aussah, als wäre sie älter als ihr Besitzer.
     Sie zwinkerte. »Ich reise nur mit Leichtgepäck.« Sie deutete auf ihren schweren Rucksack.
     »Wir bringen ein paar Leute mit ihren Waren zum Stützpunkt. Die brauchen im Moment jede Hilfe. Aber hinten haben wir noch einen Platz frei. Ich hoffe, das reicht für dich und dein Gepäck.«
     »Es wird reichen.«
     »Sarah ...« Das plötzliche Unbehagen im Gesicht des Fahrers ließ sie aufhorchen. »Ich weiß, die Angelegenheiten der Stadtwache gehen mich nichts an, aber es ist sehr ungewöhnlich, dass eine junge Offizierin zum Hauptquartier des Korps fährt. Ich meine ... du willst doch nicht etwa nach dort draußen?«
     Sie blickte auf ihre Füße. Der Fahrer war ein alter Freund und sie wollte ihn nicht anlügen. »Du hast recht, ich kann es dir nicht sagen, aber ich versichere dir, dass ich auf mich aufpassen werde.«
     »Na gut, das muss mir dann wohl reichen.«
     Sarah ging nach hinten, wo sich gerade die Heckklappe öffnete. Auf den vordersten der herunterklappbaren Sitze saß eine Gruppe Ingenieure mit einem Sack käferartiger Reparaturroboter. Ganz hinten drängten sich einige in gelbe Sonnentücher gehüllte Frauen, die Kisten mit Flaschen festhielten. Sie vermutete, dass es sich dabei um selbstgebrannten Alkohol für die Sucher handelte, denn die Frauen versuchten vergeblich, die Flaschen vor ihr zu verbergen.
     Sarah stammte mütterlicherseits aus einer langen Linie von angesehenen Gesetzeshütern und ihre Freunde scherzten manchmal, dass sie trotz ihrer Jugend bereits strenger als damals ihr Großvater auftrat. An einem normalen Tag würden die Frauen bereits mit den Gesichtern am Boden liegen und Sarah würde sie durchsuchen.
     Doch dies war kein normaler Tag.
     Sie schnallte sich an und gleichzeitig erwachten die kräftigen Elektromotoren zum Leben. Der Transporter beschleunigte und erreichte zügig seine Reisegeschwindigkeit. Bei dem angenehmen Ruckeln des Transporters entspannte sich Sarah und ihre Gedanken begannen allmählich zu wandern.
     »Spielen Sie es nochmals ab«, hatte Sarah erst vor wenigen Stunden mit kaum merklich zitternder Stimme zu der Gardistin gesagt.
     Sie standen alleine in einer Halle voller Monitore, die aussah wie der Kontrollraum einer Weltraummission. Eine holografische Karte leuchtete senkrecht vor ihnen in der Luft. Die Gardistin wischte über den roten Punkt auf dem Hologramm. Er löste sich von der Karte, hing eine halbe Sekunde frei im Raum und verwandelte sich dann in eine Wellenlinie. Der Klang des Signals ähnelte dem Geräusch einer Gabel, die über einen Teller kratzt; es dauerte fast zwei Minuten lang und wechselte mehrmals die Tonlage.
     Sarah kniff die Augen zusammen. »Es ist verschlüsselt. Könnte es eine Botschaft sein?«, fragte sie. »Ein Hilferuf?«
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