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Wir grüßen unseren neuesten User »Rudolf Weiss«!
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Omega - Das Erbe der Gottmaschine
Verfasser: Oscar Winter (1)
Verlag: Hybrid (38)
VÖ: 9. Dezember 2020
Genre: Science Fiction (2701)
Seiten: 396 (Taschenbuch-Version), 264 (Kindle-Version)
Themen: 22. Jahrhundert (78), Geheimnisse (4570), Menschheit (91), Postapokalypse (10), Signale (14), Terraforming (8), Wüste (301)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Omega - Das Erbe der Gottmaschine« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Oscar Winter für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     Ray nickte. »Das werde ich.«
     Matt sah ihm direkt in die Augen. »Versprichst du es?«
     »Ich verspreche es.«
     Als der Junge zwischen den Kreuzbögen verschwunden war, wandte sich Amma an Ray. »Wir haben den ganzen Tag vergeblich nach ihm gesucht. Er ist erst seit wenigen Tagen in der Kathedrale. Danke, dass du uns dein Talent als Sucher geliehen hast.«
     »Sie löschen ihnen immer noch das Gedächtnis?« Er schüttelte verächtlich den Kopf. »Ich dachte, die Stadt wäre mittlerweile darüber hinaus.« Er reichte ihr ein kleines Säckchen. Ein Dutzend oranger Röhrchen mit Pillen und einige Ampullen lagen sorgfältig eingeschlagen darin.
     »Wenn du das glaubst, warst du offenbar lange nicht mehr in der Stadt.«
     Sie sagte die Wahrheit. Er verbrachte dieser Tage viel Zeit in den Ruinen, ernährte sich von gefundenen Konserven und schlief in Wolkenkratzern. Mittlerweile fühlte er sich in den Ruinen fast wohler als in der Stadt, die mit jedem Monat leerer und trotzdem gewalttätiger wurde.
     Amma sah sich die orangen Röhrchen genau an, öffnete ein paar und roch daran. »Gott sei Dank. Wenn wir dich nicht hätten, könnten wir bei den Kindern nicht mal mehr die einfachsten Infektionen kurieren.«
     »Nächstes Mal gibt es wieder mehr. Ich fange bald einen neuen Sektor an«, sagte er und machte seinen Rucksack wieder zu.
     Er wollte gehen, doch sie hielt ihn am Arm fest. »Da gibt es noch eine andere Sache. Du hast dich beim Sucherkorps gemeldet?« Amma zeigte auf das Tablet mit seinem Steckbrief. »Sie werden ohne Zweifel herausfinden, dass du ein Wüstenkind bist. Gnade dir Gott, was sie dann mit dir anstellen ...«
     Er wandte sich ab. Gerne hätte er dieses Thema vermieden. »Ich brauche eines ihrer Fahrzeuge. Ich bereite mich auf eine Strecke vor, die für mein Motorrad zu lang ist.« Und zu gefährlich.
     »Sie werden einem Wüstenkind niemals eines ihrer Vehikel geben. Eher wachsen Geranien auf meiner Fensterbank. Ich weiß, dass dir das bewusst ist.«
     »Dann muss ich mir eben eines ... ausleihen.« Er bereute den Satz in dem Moment, als er ihn aussprach.
     Ihre Nasenflügel blähten sich. »Was bringt dich dazu, so etwas Verrücktes zu sagen?«
     »Amma«, sagte er achtsam. »Ich werde nichts Unvorsichtiges tun.«
     »Ha! Dass ich nicht lache! Raymond Read, der Vorsichtige. Das ist, als würden die Händler auf dem Markt auf einmal kostenlos Trinkwasser verteilen. Wieder so ein Hirngespinst, das dich in die Wüste treibt und jedes Mal enttäuscht es dich von Neuem!« Ihre Stimme war jetzt lauter. »Eine weitere Gelegenheit zu sterben!«
     Die Kinder im Innenhof verstummten und hörten auf zu spielen. Alle blickten zu ihnen hinüber.
     Ihre Stimme wurde etwas leiser. »Wann lernst du endlich, dass es dort draußen nur Staub und Asche gibt?«
     Er packte, ohne aufzublicken, seinen Rucksack. »Ich habe ein Signal aus den nördlichen Sektoren geortet. Vielleicht braucht jemand unsere Hilfe. Ich werde hingehen.«
     Auf einmal legte sich Furcht in ihren Blick. »Dort draußen lebt niemand, Ray. Die letzten sind vor Jahren verhungert. Was du beschreibst, ist nicht möglich.«
     »Diesmal ist es anders.«
     »Wie damals, als Samson und du glaubten, es wäre anders? Als nur einer wieder zurückgekommen ist?«
     Er erstarrte. Eine eisige Hand legte sich um sein Herz und er schwieg.
     »Verzeih mir ... das habe ich nicht so gemeint. Aber versteh doch, dass ich dich nur beschützen will, du bist eines meiner Kinder.« Amma fuhr sich über die Augen. »Ich werde mich mein Leben lang an die Nacht erinnern, als sie dich zu uns gebracht haben; ein ungewöhnliches Kind, getrieben von der Idee, dass sich auf den Seiten dieses Büchleins eine Wahrheit versteckt, ein Ort finden lässt, der uns alle rettet. Wir haben um dich gezittert, jedes Mal, wenn du ausgebüxt und nach dort draußen verschwunden bist.«
     »Ihr hattet es nicht leicht mit mir.«
     Sie legte ihre Hand an sein Gesicht. »Vergeude nicht dein Leben, indem du Hoffnungen nachhängst, die niemals in Erfüllung gehen können. Du musst deinen Frieden finden. Wir alle haben das Pech, zur letzten Generation der Menschheit zu gehören, aber das bedeutet nicht, dass wir unser Leben wegwerfen sollen. Finde deinen Frieden für die Zeit, die uns noch bleibt. Such dir ein Mädchen und ein Haus.«
     Für einen Moment schwiegen beide.
     Ray legte sachte ihre Hand zur Seite. »Ich bekomme meinen Frieden erst, wenn ich diesen Ort gefunden habe«, sagte er und ging zur Tür hinaus.


2.


Mit gestrecktem Arm wischte Sarah den Tisch frei. Etwas fiel klirrend zu Boden, doch sie achtete nicht darauf. Sie legte ihren Rucksack auf den Tisch und begann, ihre Ausrüstung zusammenzusuchen. Aus der Küche holte sie zwei Feldflaschen und ging damit hinüber zu den Spinden im Vorratsraum. Aus dem Ersten nahm sie eine Schutzmaske und eine Schutzweste. Aus dem Zweiten holte sie neue Sensoren für Strahlung, Chemie und Gifte. Aus dem Dritten nahm sie ihre Railgun, eine leichte Pistole, und sechs Magazine.
     Sie legte alles fein säuberlich hin und drehte sich zum Spiegel. Ihre aschblonden Haare waren zu einem dicken Pferdeschwanz gebunden und ihre blauen Augen sahen sie ernst aus dem Spiegel an. Als sie die letzte Spange ihres plattenbesetzten Kampfanzugs schließen wollte, blitzte kurz die langgezogene Narbe auf, die über das ganze rechte Schlüsselbein und die Schulter reichte.
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