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Die WG der Glücksbringer
Verfasser: Svarlen Edhor [Sven Rohde] (8) und Svarlen Edhor [Marlen Rohde] (8)
Verlag: Eigenverlag (19542)
VÖ: 11. Dezember 2020
Genre: Humoristisches Buch (1367)
Seiten: 236 (Taschenbuch-Version), 164 (Kindle-Version)
Themen: Glück (435), Wohngemeinschaft (281)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Glücksbringer, der Höhepunkt der Konsum-Maschinerie nach dem Weihnachtsfest.

Aber was wäre, wenn die Dinger wirklich funktionieren würden?

Inmitten von Schmetterlingsend gibt es eine besondere Männer-WG, die von einzigartigen Geschöpfen bewohnt wird. Jeder der fünf Bewohner muss einmal die Woche sein Glück weitergeben, sonst könnte Schreckliches geschehen. Routiniert und erfahren kümmern sich die fünf Woche um Woche um das Glück anderer.

Glücksschwein Ebert Kothlett und das Kleeblatt Marius van Kompost entschließen sich eines Tages, es beim Pferderennen loszuwerden. Nichtsahnend, dass sie damit eine Kette von Ereignissen lostreten, die sie zu überrollen droht. Als dann noch Mimi Matratze in der WG auftaucht und etwas von Schwangerschaft erzählt, ist das Chaos komplett.

Werden die Glücksbringer den Weg zurück ins Glück finden oder sind sie zum Untergang verdammt?
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Svarlen Edhor für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Svarlen Edhor gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Unser heutiger Favorit ist Romeo Gießkanne auf Schokomuffin! Dieses Paar wird Sie begeistern meine Damen und Herren, und das nicht nur deswegen, weil das Pferd Rollschuhe trägt! Ein unfairer Vorteil, aber bis jetzt hatte das niemand für möglich gehalten! Wetten Sie heute noch einmal mit 100% Gewinn, bevor es nächste Woche womöglich von der Rennkommission verboten wird!“

Während der Ansager die Meute weiter aufputschte, liefen Marius und Ebert direkt in die Ställe.
     Dort trafen sie auf ihren eigenen Favoriten.
     „Bolle!“, rief Marius van Kompost und ging auf den ausgeleierten Jockey zu.
     Bolle Turnschuh hatte schon einige Rennen kommen und gehen sehen, doch zur Zeit schien alles daneben zu laufen. Er hatte genau genommen seit zehn Jahren nicht mehr gewonnen und das, obwohl seine Karriere erst vor neun Jahren gestartet war.
     Braunbär, sein Reittier und treuer Begleiter, schaffte es einfach nicht, mit seinen kurzen Eselbeinchen die langen Vollblüter einzuholen. Der Esel schmatzte gerade aus einem Eimer Schokocornflakes, um sich für die anstehende Anstrengung zu stärken.
     Ebert Kothlett ging auf Bolle Turnschuh zu und schüttelte ihm die Hand, während Marius ihm immer wieder auf die Schulter klopfte. Kurz darauf zog ihn das Kleeblatt in eine enge Umarmung und Ebert küsste ihm den kahlen Kopf, wobei er beruhigende Worte murmelte.
     Bolle riss die Augen auf und trat einen Schritt zurück.
     Da fielen die beiden Glücksbringer über seinen Esel her und knuddelten ihn ausgiebig, küssten seine Hufe und kratzten ihn zwischen den Ohren.
     Gerade als Ebert sich die Hose ausziehen wollte, nahm Marius ihn am Arm.
     „Das muss genügen“, entschied das Kleeblatt, trat einen Schritt zurück und klopfte sich den Staub von den Sachen.
     Ebert tat es ihm gleich.
     „Und ihr meint wirklich, das funktioniert?“, fragte Bolle schüchtern und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
     Ebert nickte.
     Als Glücksbringer musste man sein Glück den Glücklosen bringen. Tat man das nicht, wurde man krank vor Glück. Deshalb suchten die beiden immer nach Leuten, die von besonders viel Pech heimgesucht wurden, weil nur diese genügend Aufnahmefähigkeit für neues Glück hatten.
     „Wir sehen uns“, sagte Marius kurzerhand, hob die Hand und die beiden Glücksbringer liefen wieder aus dem Stall heraus.

Nach einigen Metern fragte Ebert: „Marius, haste auch Lust auf ne Pommes?“
     Marius van Kompost grunzte etwas Unverständliches, zuckte aber die Schultern und überließ es dem Schwein, den schnellsten Weg zur nächsten Fast Food Bude zu finden.
     Während sie so liefen, startete auf der Bahn das Rennen.
     Die beiden Glücksbringer bahnten sich ihren Weg durch jubelnde Massen und rieben damit auch noch etwas Glück an die Umstehenden ab, was sich darin äußerte, dass sich Unbekannte in die Arme fielen und Küsse tauschten und wieder andere plötzlich Goldmünzen auf dem Boden fanden.
     Solche kleinen Glücksmomente geschahen in Anwesenheit von jedem Glücksbringer häufig, wurden aber sofort verringert, je weiter sich der Glücksgeber vom Glücksempfänger entfernte.
     Hinter sich hörten sie etwas klatschen.
     „Sie Flegel!“, schrie eine Frau.

Es knackte im Lautsprecher und der Kommentator schaltete sich wieder ein.
     „Dieses Rennen ist der - absolute – Wahnsinn! Wir sehen Schokomuffin, wie er mit den Rollschuhen kämpft und Romeo Gießkanne auf seinem Rücken, aber wer kommt da, das ist doch - “
     Hier stockte der Kommentator kurz und hustete: „Oh mein Gott, meine Damen und Herren, es ist, es ist ... Braunbär! Es ist Braunbär mit Bolle Turnschuh, sehen Sie sich diesen Lauf an liebe Zuschauer! Dieser kleine Esel steckt sie alle in die Tasche, das ist ein Schauspiel! So etwas haben Sie noch nicht gesehen!“
     Ebert grinste und vertilgte laut schmatzend die erste XXL-Portion Pommes mit Biersoße.
     „Ich hab dir gleich gesagt, du kannst deine Hosen oben lassen“, sagte Marius van Kompost sachlich und sah auf die Bahn. „Reibung genügt völlig. Schau dir das an.“

Bolle Turnschuh erlebte das Rennen seines Lebens. Der kleine Braunbär unter ihm flog nur so über die Strecke von 5 Kilometern und hatte bereits den Favoriten Schokomuffin weit hinter sich gelassen.
     Bolle konzentrierte sich auf die Bahn vor ihm. Er fühlte sich, als wenn er auf einer Rakete reiten würde. Vergessen waren die Zeiten des Verlustes, der vielen Niederlagen und die schrillen Schreie seiner Frau, die sie immer von sich gab, wenn er zur Rennbahn lief. „Trenn dich von deiner Sucht oder ich trenn mich von dir!“ Dabei wedelte sie stets mit ihrer Zigarette in der Luft herum.
     Trotzdem war sie nach all den Jahren immer noch bei ihm. Er hatte eben vieles, was andere nicht hatten.
     Da kam vor ihm bereits die Ziellinie in Sicht.
     Bolle schaute sich um. Etwa vierhundert Meter hinter ihnen schlitterte Schokomuffin über die Bahn, gefolgt vom restlichen Feld.
     Braunbär legte unter ihm noch einmal einen wahnsinnigen Sprint hin und da! Endlich hatten sie es geschafft!
     Der Jubel explodierte um sie herum, die Leute entzündeten ihre Hüte und lutschten an den Daumen wie bekloppt.
     Niemand hätte mit einem Sieg dieses Paares gerechnet doch hier passierte es:
     Bolle Turnschuh und Braunbär gewannen den Ersten Preis beim sechsundzwanzigsten Pferderennen der Käsewurstfabrik Holnemann!

Der Gewinn war unglaublich: Statt eines nigelnagelneuen Autos, einer schwarzen Kreditkarte ohne Limit und obendrein noch einer Sofortrente gewann Bolle ein Leben lang gratis Käsewurst.
     Einfach beneidenswert.
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