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Die WG der Glücksbringer
Verfasser: Svarlen Edhor [Sven Rohde] (8) und Svarlen Edhor [Marlen Rohde] (8)
Verlag: Eigenverlag (18759)
VÖ: 11. Dezember 2020
Genre: Humoristisches Buch (1347)
Seiten: 236 (Taschenbuch-Version), 164 (Kindle-Version)
Themen: Glück (426), Wohngemeinschaft (270)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Glücksbringer, der Höhepunkt der Konsum-Maschinerie nach dem Weihnachtsfest.

Aber was wäre, wenn die Dinger wirklich funktionieren würden?

Inmitten von Schmetterlingsend gibt es eine besondere Männer-WG, die von einzigartigen Geschöpfen bewohnt wird. Jeder der fünf Bewohner muss einmal die Woche sein Glück weitergeben, sonst könnte Schreckliches geschehen. Routiniert und erfahren kümmern sich die fünf Woche um Woche um das Glück anderer.

Glücksschwein Ebert Kothlett und das Kleeblatt Marius van Kompost entschließen sich eines Tages, es beim Pferderennen loszuwerden. Nichtsahnend, dass sie damit eine Kette von Ereignissen lostreten, die sie zu überrollen droht. Als dann noch Mimi Matratze in der WG auftaucht und etwas von Schwangerschaft erzählt, ist das Chaos komplett.

Werden die Glücksbringer den Weg zurück ins Glück finden oder sind sie zum Untergang verdammt?
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Svarlen Edhor für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Svarlen Edhor gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

KAPITEL 1 - NUGATSTANGEN


Eine Wohnküche.
     Durch ein großes Fenster fiel gedämpftes Sonnenlicht und Pollen tanzten träge in der abgestandenen Luft, während aus einem alten Kassettenradio sanfter Lounge-Jazz hallte. Anscheinend hatte jemand vergessen, das Radio auszumachen. Oder hatte es sich von alleine angeschaltet?
     Die himmelblaue Wohnküche mit weiß vergilbter Arbeitsplatte war unter ungewaschenem Geschirr kaum noch zu erkennen und eine klebrige Plastiktischdecke in braunem Fliesenmuster bedeckte einen runden Tisch in der Ecke. Auf dieser klebte eine halbe Frikadelle mit Senf.
     Mehrere Töpfe mit Kräutern kämpften auf dem Fensterbrett um ihr Überleben, während der voll aufgedrehte Radialheizkörper jegliche Luftfeuchtigkeit vernichtete.

Den Übergang von der Küche zum Wohnzimmer fand man, indem man dem schwarz-weißen Schachbrettmuster des Fliesenbodens bis zu einem Durchgang folgte, der sich halbrund aus der Wand schälte.
     Ein fettiger Fadenvorhang trennte diese beiden Bereiche optisch voneinander.
     Trat man durch den Halbbogen hindurch, stieß man mit den Füßen direkt an die Standbeine einer senfgelben Cord-Couch, auf der eine hellgelbe Tagesdecke ihr Dasein fristete, die ihrerseits verzweifelt versuchte, die Mottenlöcher im Polster zu verdecken.
     Ein leicht miefiger Geruch lag in der Luft, der eindeutig von diesem Möbelstück auszugehen schien.
     In der Ecke des Zimmers stand eine bemalte Porzellanvase in Form eines Flamingos, die bis zum Lichtschalter reichte und mit ihrer zartrosa Bemalung das nostalgische Ambiente des Raumes unterstrich.
     Tapeten krallten sich an das Mauerwerk, die das letzte Mal vor fünfundzwanzig Jahren gestrichen worden waren und hier und da Flicken aufwiesen.

Neben dem Fenster in der Zimmerecke war ein 8K-Curved-OLED-Extreme-HDR+ Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von nicht weniger als 88 Zoll postiert, an den eine Heimkinoanlage mit 4 WLAN Empfängern angeschlossen war.
     Das gebürstete Metall der Elektronik glänzte und war vollkommen staubfrei.
     Hier kannte jemand seine Prioritäten.
     Verließ man diesen Raum durch die alte, mittelbraune Holztür, deren Furnier hier und da bereits abgeplatzt war, kam man in einen schmalen, dunklen Flur, der die restlichen Zimmer miteinander verband.
     Wandte sich der interessierte Besucher nun in Richtung der Eingangstür und überkam ihn dann ein allzu menschliches Bedürfnis, seinen Geschäften nachzugehen, konnte er durch die erste Tür links direkt in den Thronsaal eintreten.

Das Bad war schmal und ein Fliesenpaneel von dunkelbrauner Farbe zog sich etwa bis Brusthöhe hinauf. Daran schlossen sich giftgrüne Tapetenbahnen an, die sich an den Nähten teilweise ablösten.
     Hier gab es keine Fenster, was die Lüftung leider ausschließlich über die offene Badtür in den Flur ermöglichte.
     Ein strahlend weißer Toilettendeckel ragte gegenüber der Tür über einem älteren Emaillemodell auf, was auf dem Boden noch mit massiven Flachkopfschrauben am Umkippen gehindert wurde.
     Der kleinen Glühlampe an der Decke hatte man als Ersatz für einen Lampenschirm einfach eine Bierflasche übergestülpt. Das so braun-grüne Licht perfektionierte das gemütliche Flair eines unterirdischen Bunkers in den 20ern.
     Eine kleine Dusche und ein altes Waschbecken mit einem Wasserhahn rundeten die Einrichtung des Raumes ab und fünf Zahnbürsten auf der Ablage wiesen auf die verschiedenen Bewohner dieser Wohnung hin.

Die Haustür knallte mit Schwung gegen die Innenseite des Flures und vergrößerte die sich darin befindliche Delle, wobei kleine Putzteilchen auf den Boden rieselten.
     „Schaatz! Ich bin zu Hause!“, schrie Arnold Aschekopp und warf die Tür hinter sich zu.
     Niemand antwortete.
     „Ach, schon wieder keiner da“, murmelte der Schornsteinfeger und latschte auf seinem Weg in die Küche den ganzen Ruß breit, den er noch unter seinen Schuhen hatte.
     Seufzend schüttete sich Arnold in der Küche einen Orangensaft ein und begab sich in Richtung des massiven Fernsehers, um für den Feierabend den besten Platz auf der Couch für sich zu beanspruchen.

Kurz darauf schaltete er das Gerät an und drehte die Anlage voll auf.
     „Oh, schon wieder Werbung“, stöhnte Arnold und lümmelte sich mit seinen dreckigen Arbeitssachen auf ein Kissen.
     „Gewinnen Sie jetzt und nur hier mit uns dieses Paar Schwimmringe und obendrauf eine ganze Palette Nugatstangen! Zur Teilnahme an diesem Gewinnspiel berechtigt Sie nur der Kauf eines unserer Boote aus der Yacht-Reihe. Sie haben schon ein Boot? Großartig, man kann nie genügend Boote besitzen! Rufen Sie gleich an und sichern sie sich dieses einmalige An – gel – boot“.
     Arnold Aschekopp überlegte. Mist. Eigentlich hatte er gar kein Geld für ein Boot, aber die Palette mit Nugatstangen hatte es ihm angetan. Was er mit so viel Nugat nur alles anfangen könnte! Der sanfte Geschmack von dieser Köstlichkeit schmolz bereits an seinem Gaumen. Allein durch diese Vorstellung nahm er in der Realität ein halbes Kilo zu.
     Der Placeboeffekt konnte eben auch gegen einen arbeiten.

Gerade, als er seine Kreditkarte aus der Gesäßtasche ziehen wollte, erklang eine weitere Werbung aus dem Fernseher: „Achtung, Achtung, Ihr bester Supermarkt, der Sparfuchs hat endlich den langersehnten Nachschub an Klobürsten auf Lager! Greifen Sie sofort zu oder nutzen Sie in Zukunft weiterhin die Hände!“
     Arnold schaltete nicht einmal den Fernseher aus, sondern öffnete direkt das Fenster.
     Bloß gut, dass sie im Erdgeschoss wohnten. Er nahm die Beine in die Hand, sprang und knallte kopfüber zu Boden.
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