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TASCHENBUCH
 
Zwei Nächte und drei Leben lang
Verfasser: Elja Janus (4)
Verlag: FeuerWerke (40)
VÖ: 10. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (22160)
Seiten: 328 (Taschenbuch-Version), 315 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (1872), Erinnerungen (945), Koma (254), Schicksalsschläge (298)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Charts: Einstieg am 11. Dezember 2020
Zuletzt dabei am 18. Dezember 2020
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Errechnet auf Basis von 16 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Es war diese eine große Liebe. Jess und Cem schienen füreinander bestimmt - bis eine Tragödie sie in Scherben zerbrach. Scherben, die nicht mehr ineinanderpassten.

Ein Jahr später schlägt das Schicksal erneut zu. Als Cem kurz darauf aus dem Koma erwacht, fehlt ihm nicht nur die Erinnerung an die vergangenen Monate. Er versteht auch nicht, warum Jess und er kein Paar mehr sind.

Jess hingegen erinnert sich an alles. Sie weiß, dass damals mehr als ihre Beziehung gestorben ist. Und genau deshalb muss sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Cem hinter sich lassen. Doch was ist, wenn entgegen ihrem Willen ihr Herz mit der Zeit immer häufiger etwas anderes flüstert?

Ein Buch, so sanft wie eine Feder, so gewaltig wie ein Sturm. Poetisch, intensiv und voller Liebe.
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Blogger (4)     Tags (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Elja Janus gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Wir müssen ein paar Untersuchungen durchführen. Können Sie mir Ihren Namen sagen?“
     „Cem Inan.“
     „Bestens. Können Sie mir sagen, wo Sie sind?“
     „Im Krankenhaus?“
     „Genau. Wissen Sie, welcher Tag heute ist?“
     „Freitag.“
     „Kennen Sie das Datum?“
     Wie könnte ich dieses Datum je vergessen? „Der 5. Januar.“
     Ein seltsames Aufflackern in ihrem Blick. Moment, sie hat gesagt, dass ich im Koma lag. „Plus ein paar Tage?“
     „Welches Jahr?“, fragt die Ärztin weiter, während sie mir noch einmal quälend hell in die Augen leuchtet.
     „2018“, erwidere ich irritiert.
     „Okay, Herr Inan. Ich werde Ihnen nun drei Begriffe nennen, die Sie sich bitte merken. Sonne, Baum, Schaufel“, sagt sie so langsam, als wäre ich der Vollidiot, den sie mit ihren Lügen gerade aus mir zu
     machen versuchen. „Ich werde Sie gleich noch einmal nach den Begriffen fragen.“
     Kurz wendet sie sich mit leiser Stimme an meine Mutter und einen anderen Arzt, blickt noch einmal in meine Akte, testet meine Reflexe und gibt irgendwelche Worte von sich, um damit die Blätter in der Akte weiter zu füllen. Dann wendet sie sich wieder direkt an mich. „Was ist das Letzte, woran Sie sich vor Ihrem Erwachen hier erinnern?“
     „Jess, meine Verlobte. Sie hatte einen Unfall. Ich habe das Auto am Straßenrand gesehen.“ Unter all die Hilflosigkeit mischt sich immer mehr Wut.
     „Erinnern Sie sich noch an die drei Wörter, die ich Ihnen genannt habe?“
     Ich bin nicht mehr weit davon entfernt, komplett auszuflippen. „Sonne, Baum, Schaufel“, presse ich hervor, und sie macht seelenruhig ihre Notizen. „Ich will jetzt sofort wissen, was mit Jess los ist!“
     Die Ärztin setzt eine freundliche Miene auf. „Sie weisen eine retrograde Amnesie auf, die sich über viele Monate erstreckt.“
     „Das ist keine Antwort auf meine Frage.“ Wenn ich es könnte, würde ich brüllen.
     „Sie haben eine Woche lang im Koma gelegen als Folge eines gewalttätigen Übergriffs. Sie haben eine Felsenbeinfraktur erlitten, das bedeutet einen Bruch am seitlichen Schädel. Der Unfall, an den Sie sich erinnern, liegt bereits sechzehn Monate zurück. Wir haben den 02. Mai 2019.“
     „Was?“, hauche ich.
     „Wir werden noch einige Untersuchungen durchführen müssen. Eine Amnesie kann bei einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten, kann sich jedoch auch von allein legen, wenn die Schwellung des Gehirns vollständig zurückgegangen ist. Sie können wegen der Schwere der Verletzung einige Tage lang nicht aufstehen, Ihnen wird vermutlich noch eine ganze Weile schwindelig sein. Außerdem wurde Ihr Bein schwer verletzt, ein Schienbeinschaftbruch. Kein einfacher Bruch. Er wurde nach Ihrer Einlieferung operativ durch einen sogenannten Marknagel versorgt, der im Inneren des Knochens liegt. Sie haben keinen Gips, dürfen das Bein aber vorerst nicht belasten. Machen Sie
     sich keine Sorgen. Es geht nun erst einmal darum, dass Sie wieder zu Kräften kommen. Okay?“ Ihr Lächeln soll wohl so etwas wie Zuversicht ausdrücken.
     Ich hingegen fühle mich wie unter Beschuss mit härtesten Realitätsbrocken, während für mich weiterhin nur eine Frage von Bedeutung ist:
     „Wo ist Jess?“, betone ich jedes einzelne Wort.
     Die Ärztin wendet sich an meine Mutter. „Können Sie sie erreichen, damit Ihr Sohn mit ihr sprechen kann?“
     Sie nickt und beginnt, hektisch in ihrer Handtasche zu wühlen.
     „Sie haben keinen Grund zur Sorge“, wiederholt die Ärztin an mich gewandt. Und noch immer glaube ich ihr kein Wort. Ginge es Jess gut, wäre sie hier. „Ihre Freundin ist unverletzt. Ihre Mutter wird sie holen.“ Wie auf Kommando zieht diese das Handy aus der Tasche und zeigt es mir zum Beweis.
     Als die Ärzte ein weiteres Mal in ihren Fachjargon wechseln, drifte ich innerlich weg. Meine Gedanken kleben an den Kugeln, die in meiner Seele stecken geblieben sind und dort eine nach der anderen explodieren. Sechzehn Monate. Mir fehlen sechzehn Monate. Und plötzlich weiß ich, warum Jess nicht hier ist:
     Lucie.
     Wahrscheinlich konnte Jess nicht zu Hause weg wegen unseres Babys. Und dann holt mich der Gedanke vollständig ein. Lucie ist gar kein richtiges Baby mehr. Ich habe beinahe ein ganzes Lebensjahr meiner Tochter vergessen. Ihr erstes. Das Leben mit ihr, ihre Geburt, ihren ersten deutlich spürbaren Tritt durch Jess’ Haut gegen meine Hand. Wie sie wohl aussieht? Ob sie schon laufen kann? Erste Worte sagen?
     Alles ist weg. Alles, was von Bedeutung ist, ist einfach verschwunden.
     Wie soll mir irgendjemand auf der Welt erzählen, wie sich für mich ihr erstes Papa angehört hat, wie es war, ihr zum ersten Mal in die Augen zu sehen, wie es sich für mich angefühlt hat, sie das erste Mal auf meinen Händen zu tragen?
     „Wie geht es Lucie?“, flüstere ich mit Tränen in den Augen.
     Meine Mutter, die gerade das Zimmer verlassen will, erstarrt. Und als sie sich mir langsam zuwendet und ihr Gesicht sich verzieht, auch ihre Augen sich mit Tränen füllen und sie die Hand vor den Mund schlägt, ist es furchtbarer als jede Antwort, die sie mir mit Worten hätte geben können.
     Lucie gibt es nicht. Lucie hat nie lebendig den Weg aus Jess’ Körper in die Welt gefunden.
     Wegen des Unfalls.
     Meinetwegen.


Kapitel 3

JESS


STILLE.
     Stille ist mein größter Feind. Sie wird zum Knacken eines Stocks hinter meinem Rücken, zum Quietschen der Reifen auf einem Berg. Stille wird zu einem lang gezogenen Piep, das ich jeden Tag mehr fürchte als je etwas zuvor.
     Mein zweitgrößter Feind sind Geräusche – vor allem die unerwarteten. Das Klirren, wenn sich zwei Menschen zuprosten, denen ich gerade ihre Gläser gebracht habe, das Mahlen von Kaffeebohnen, das Abrutschen eines Messers beim Schneiden einer Kiwi.
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