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TASCHENBUCH
 
Zwei Nächte und drei Leben lang
Verfasser: Elja Janus (4)
Verlag: FeuerWerke (42)
VÖ: 10. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (22535)
Seiten: 328 (Taschenbuch-Version), 315 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (1910), Erinnerungen (961), Koma (257), Schicksalsschläge (304)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Charts: Einstieg am 11. Dezember 2020
Zuletzt dabei am 18. Dezember 2020
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,10 (98%)
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5mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
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Errechnet auf Basis von 16 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Es war diese eine große Liebe. Jess und Cem schienen füreinander bestimmt - bis eine Tragödie sie in Scherben zerbrach. Scherben, die nicht mehr ineinanderpassten.

Ein Jahr später schlägt das Schicksal erneut zu. Als Cem kurz darauf aus dem Koma erwacht, fehlt ihm nicht nur die Erinnerung an die vergangenen Monate. Er versteht auch nicht, warum Jess und er kein Paar mehr sind.

Jess hingegen erinnert sich an alles. Sie weiß, dass damals mehr als ihre Beziehung gestorben ist. Und genau deshalb muss sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Cem hinter sich lassen. Doch was ist, wenn entgegen ihrem Willen ihr Herz mit der Zeit immer häufiger etwas anderes flüstert?

Ein Buch, so sanft wie eine Feder, so gewaltig wie ein Sturm. Poetisch, intensiv und voller Liebe.
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (4)     Leseprobe     Blogger (4)     Tags (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Elja Janus gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Mir wird flau im Magen.
     „Nein, danke.“ Cems Stimme ist so eisig und hart wie bis eben das Geländer unter meiner Hand.
     „Ich sprach mit deinem Spielzeug, Kanake.“
     Alles in mir zieht sich aus einer Milliarde Gründen zusammen.
     „Kein Interesse“, krächze ich und taste nach Cems Hand. Ich finde sie so schnell, als hätte sie nur auf meine gewartet. „Lass uns gehen.“
     Ich kann die Anspannung in seinen Fingern fühlen, doch sein Daumen bewegt sich für einen winzigen Moment über meinen Handrücken, als wolle er sagen: Alles wird gut.
     „Das war keine Bitte“, knarrt der Schrank. Er hat die Fähigkeit, seine Miene keinen Millimeter zu verziehen, selbst wenn er redet.
     Schritt für Schritt kommt er näher, so langsam, als bereiteten ihm meine wachsende Panik und Cems spürbare Anspannung einen perversen Genuss. Cem zieht mich ebenso langsam rückwärts, bis ich schräg hinter ihm stehe. Zentimeter für Zentimeter richtet er sich zu voller Größe auf. Käme ich mir dabei nicht vollkommen lächerlich vor, würde ich mich hinter ihm verstecken und die Augen zukneifen. Stattdessen sind sie weit aufgerissen und können sich so wenig von diesem widerlichen Gesicht lösen wie meine Hand sich von Cems.
     Der Kerl kommt so nahe, dass ich den Geruch aus der Flasche und den seines Atems deutlich voneinander unterscheiden kann. Cems Geruch mischt sich darunter, als verhake sich eine Kuscheldecke im Stacheldraht. Der Tod auf zwei Beinen streckt die Hand aus und greift nach einer meiner kupferfarbenen Strähnen. „Komm schon, Bambi.“
     Berührung und Worte lassen einen ekelerregenden Schauer über meinen Rücken kriechen. Noch ehe ich ganz zurückzucken kann, wird der Arm weggeschlagen.
     „Fass sie nicht an“, zischt Cem, der nicht nur kleiner, sondern auch ein ganzes Stück schmaler ist als der andere.
     Der lacht auf, kurz und hämisch. Von einer Sekunde auf die andere wird mir so übel, dass ich nur mit größter Mühe den sauren Geschmack wieder herunterwürgen kann.
     Cems Hand gibt mir eindeutig ein Signal. Eines, damit ich meine Hand aus seiner löse, und obwohl ich nicht reagiere, greift er in seine Jeanstasche. Warmes Metall streift meinen Handrücken.
     „Für wen hältst du Schwarzkopf dich? Ist Bambis Pussy eigentlich genauso rot wie ihr Kopf?“
     Ich japse nach Luft. Und genau das ist der Moment, in dem sich Cems Hand aus meiner löst.
     „Lauf“, ist das einzige Wort, das er mir zumurmelt. Und erst in dem Moment kapiere ich, dass es der Schlüssel für Mercy ist, den er mir in die Hand drückt, damit wir von hier verschwinden können.
     Meine Füße folgen seinen Worten, noch ehe ich mir darüber Gedanken machen kann, wieso er den Schlüssel mir gibt, noch ehe ich begreife, dass seine Schritte nicht hinter mir zu hören sind.
     „Sie haut ab!“
     „Lauf!“ Cems Ruf geht beinahe in dem Grölen von rechts unter.
     Noch nie war ich so schnell wie in dem Moment, in dem ich auf das Auto zustürze. Ich reiße die unabgeschlossene Beifahrertür auf und schwinge mich auf den Sitz, ehe ich durch die Frontscheibe blicke.
     Cem ist weg.
     Er ist nirgends zu sehen, dafür stürmt eine Horde Männer wie hungrige Wölfe über die Wiese auf den Wagen zu. Hektisch verriegle ich die Türen, und ein kranker Teil von mir redet sich ein, dass sie Cem in Ruhe lassen werden und er die Polizei rufen kann, wenn sie hinter mir her sind. Im Hintergrund dudelt Jack mit an Zynismus grenzender Heiterkeit Better together. Und erst, als mein Blick reflexartig zum Radio zuckt, wird mir klar, dass mich niemand retten wird. Denn die Musik kommt gar nicht mehr aus diesem Radio. Sie kommt vom Fahrersitz. Aus Cems Handy.
     Panisch sehe ich mich wieder nach Cem um, danach, ob ich ihn in irgendeinem Gebüsch, irgendwo auf der Suche nach Hilfe erblicke. Dann wird mir schlagartig klar, dass der schwarze Hügel am Aussichtspunkt aus nichts anderem besteht als aus ihm und dem Schrank. Es ist nicht Cems Silhouette, die sich aufrecht abzeichnet.
     „Cem!“ Nie werde ich mein eigenes Schreien vergessen. Nie werde ich diesen hysterischen Ton aus meinem Kopf bekommen. Nie werde ich vergessen, wie es sich anfühlt zu erkennen, dass man jemanden über alles, wirklich alles auf der Welt liebt, während ihm das Leben aus dem Leib geprügelt wird.
     Gerade als ich die Tür entriegeln will, um kopflos, aber mit einem Herzen voller aus Liebe geformtem Mut zu Cem zu stürmen, springt etwas auf die Motorhaube. Direkt vor mir taucht ein Gesicht auf. Wieder höre ich mich schreien und presse mich in den Sitz. Der Schlüssel rutscht mir klimpernd aus der Hand und in die Lücke neben der Mittelkonsole. Die Augen, die mich anglotzen wie Beute, sind glasig und so starr wie die einer Schlange. Meine Hand sucht nach irgendetwas, was uns retten kann – meinem Handy, dem Schlüssel. Irgendetwas, was mich dieses Mal an Gnade glauben lässt. Gefangen in einem zerbrechlichen Käfig, umzingelt von hungrigen Bestien. Ein einziges Mal in meinem Leben habe ich gewimmert. Und gerade breche ich das mir selbst gegebene Versprechen, es nie wieder zu tun, weil es niemanden rettet.
     Als mir Cems Handy einfällt, reiße ich es zu mir, stelle mit zittrigen Fingern die Musik aus, und im zweiten Versuch gelingt es mir, die 110 zu wählen. Der Koloss rutscht von der Frontscheibe und macht die Sicht auf die Szenerie in der Ferne wieder frei. Einer steht aufrecht, reglos – das ist nicht Cem. Ich schreie, ich würge, doch ich kann den Blick nicht abwenden, weil es sich anfühlt, als ließe ich ihn dann noch einmal allein. Ich kann weder meinen eigenen Worten noch denen des Polizisten folgen.
     Etwas knallt gegen das Metall der Tür. Kreischend wirble ich herum, ohne dass ich etwas sehen kann. Von draußen dringen die Worte „Stein“ und „Fenster“ an mein Ohr und schaffen es kriechend langsam bis in meinen Verstand. Es wird zu spät für uns beide sein, wenn ich jetzt vollkommen die Nerven verliere, das weiß ich, obwohl ich bereits kurz vor irrsinnig bin.
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