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TASCHENBUCH
 
Zwei Nächte und drei Leben lang
Verfasser: Elja Janus (4)
Verlag: FeuerWerke (41)
VÖ: 10. Dezember 2020
Genre: Romantische Literatur (22193)
Seiten: 328 (Taschenbuch-Version), 315 (Kindle-Version)
Themen: Beziehungen (1875), Erinnerungen (946), Koma (255), Schicksalsschläge (298)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Charts: Einstieg am 11. Dezember 2020
Zuletzt dabei am 18. Dezember 2020
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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5mal in den Tagescharts platziert
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Errechnet auf Basis von 16 Stimmen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Es war diese eine große Liebe. Jess und Cem schienen füreinander bestimmt - bis eine Tragödie sie in Scherben zerbrach. Scherben, die nicht mehr ineinanderpassten.

Ein Jahr später schlägt das Schicksal erneut zu. Als Cem kurz darauf aus dem Koma erwacht, fehlt ihm nicht nur die Erinnerung an die vergangenen Monate. Er versteht auch nicht, warum Jess und er kein Paar mehr sind.

Jess hingegen erinnert sich an alles. Sie weiß, dass damals mehr als ihre Beziehung gestorben ist. Und genau deshalb muss sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Cem hinter sich lassen. Doch was ist, wenn entgegen ihrem Willen ihr Herz mit der Zeit immer häufiger etwas anderes flüstert?

Ein Buch, so sanft wie eine Feder, so gewaltig wie ein Sturm. Poetisch, intensiv und voller Liebe.
Quelle: FeuerWerke
Lesermeinungen (3)     Leseprobe     Blogger (4)     Tags (2)     Cover
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim FeuerWerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Elja Janus gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


ES genügte ein einziger Blick. Als er plötzlich auf dem Bürgersteig vor mir stand, war es dieser eine Moment, in dem ich mich gleichzeitig verlor und auf eine mir nie gekannte Weise fand. Seine Augen waren so anders – tiefbraun, beinahe schwarz, doch jemand schien in ihnen liebevoll eine ganze Reihe Lichterketten arrangiert zu haben, die mir entgegenleuchteten.
     Als ich meinen Blick von seinem losriss, bemerkte ich die Pappkartons, von denen er auf jeder Hand einen balancierte. Sie schienen schwer zu sein, also machte ich ihm schnell etwas Platz. Dankbar für die Riemen meines Rucksacks hielt ich mich an ihnen fest, da sein Anblick mich so aus dem Gleichgewicht gebracht hatte.
     „Danke.“
     Ein perfekt dahingelächeltes Wort von ihm, und ich konnte ihn nur stumm und ein wenig ehrfürchtig anstarren.
     Ohne den Blick auch nur für einen aufgewühlten Herzschlag von mir zu nehmen, schlängelte er sich langsam zwischen mir und der an der engsten Stelle des Gehwegs platzierten Mülltonne hindurch, um zu seiner Haustür zu gelangen. Doch gerade als er vorbei war, geriet einer der Kartons ins Ungleichgewicht. Trotz meiner albernen Verklärung reagierte ich tatsächlich schnell genug und griff zu. Während er sich bemühte, die Kiste wieder mittig auf seiner Hand zu platzieren, streifte einer seiner Finger meinen – sein kleiner Finger musste es gewesen sein, weil die Berührung neben allem, was mich selbst so übertrieben aus dem Gleichgewicht brachte, etwas unaussprechlich Zartes an sich hatte. Der winzige Körperkontakt ließ ihn wie mich zusammenzucken. Ein Stromschlag.
     „Okay“, raunte er mehr zu sich selbst als zu mir. Es klang wie ein Das war krass. „Deine Sommersprossen sehen aus, als wären sie alle genau an die richtige Stelle getupft“, sagte er dann.
     Noch nie in meinem gesamten Leben hatte ich etwas so absurd Kitschiges gehört. Ich riss mich zusammen, um nicht loszulachen – es gelang mir nicht recht. Sein unsicheres, beinahe irritiertes Lächeln verriet mir, dass er sich selbst fragte, warum er das gerade gesagt hatte. Und mit dem gleichen Grad kitschigen Schwachsinns erwiderte ich das Erste, was mir als Antwort einfiel:
     „Deine Augen leuchten, als hätte man darin Lichterketten aufgehängt.“
     Nun lachte er einmal auf, und ich biss mir von innen auf die Unterlippe.
     „Mein Arm bricht gleich ab.“ Er sah mich ohne Frage so an, als wäre es echt okay, wenn es hier und jetzt dazu kommen sollte. „Trinkst du Cappuccino?“
     Ich nickte benommen.
     „Ich muss nur die Sachen oben in der Wohnung verstauen. Wenn du mir fünf Minuten gibst, dann mache ich dir den besten Cappuccino deines Lebens und bring dich sofort, wohin auch immer du gerade willst.“
     „Okay.“ Mein Grinsen sah vermutlich aus, als wäre ich bescheuert. Aber auch das war in seiner Gegenwart irgendwie komplett in Ordnung.
     Sobald er im Flur verschwunden war, zählte ich zum ersten Mal in meinem Leben erwartungsvoll Sekunden. Es dauerte gut viereinhalb Minuten, in denen ich kurz davor war, mir die Fingernägel abzukauen, dann öffnete sich endlich die Tür. Zwischen seinen Lippen klemmte der Stiel eines Kaffeelöffels, in seinen Händen hielt er eine hellblaue und eine gelbe Tasse.
     Rasch nahm ich ihm die gelbe ab. Als hätte er meine Wahl vorhergesehen, schwamm auf dem Milchschaum in dieser Tasse ein kleiner Schwan.
     „Wow“, murmelte ich.
     Er nahm den Löffel aus dem Mund. „Also“, fragte er dann, „wohin darf ich dich bringen?“
     „Hast du ein Auto?“, wollte ich wissen.
     „Ja.“
     „Amsterdam?“, schlug ich mit einem möglichst entspannten Schulterzucken vor. Einfach nur, um zu sehen, wer er war.
     Für einen Moment blitzte in seinem Gesicht Überraschung auf und die stumme Gegenfrage, wer wohl ich sein könnte. Dann musterte er mich mit leicht verengten Augen, ehe er sein Handy aus der Hosentasche zog, wählte und es sich ans Ohr hielt.
     Ich nippte am Cappuccino. „O Mann, ist der gut“, seufzte ich leise. Was waren das alles für Aromen? Meinen glücklichen Gaumen kitzelten gleichzeitig so viele von ihnen, dass meine Zunge gar nicht wusste, wo sie zuerst forschen sollte. Sofort sah ich vor meinem inneren Auge den Beeren-Kuchen, der diesen Schluck vollendet hätte.
     Sein Lächeln strotzte nur so vor Zufriedenheit. Er zog ein Zuckertütchen aus der Hosentasche und hielt es fragend gemeinsam mit dem Löffel hoch. Ich schüttelte selig den Kopf, und er ließ beides wieder in seiner Hosentasche verschwinden.
     „Hi“, sagte er im nächsten Augenblick ins Telefon, sein Zeigefinger bat mich, kurz zu warten. „Kannst du heute Abend für mich übernehmen und abschließen?“ Pause. „Bitte.“ Er war ein Mensch, der Bitte sagen konnte. Das allein verriet viel. Und dass er es meinetwegen tat, sagte noch so viel mehr. „Ich fahre nach Amsterdam.“ Pause. Wie heißt du?, formten seine Lippen lautlos.
     „Ich bin Jess“, wisperte ich.
     Der auf meinen Namen antwortende Gesichtsausdruck wirkte, als wäre allein das eine wirklich gute Nachricht. „Mit Jess.“ Pause, gute Pause, denn sein Lächeln wurde breiter, und in seinen Augen erwachten in Sonnenstrahlgeschwindigkeit noch ein paar zusätzliche Lichter zum Leben. „Wer das ist?“
     Ich zuckte mit den Schultern. Darauf konnte ich ihm nun wirklich keine knappe Antwort geben.
     „Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Aber mir bleiben jetzt ja ein paar Stunden Zeit, um das herauszufinden.“
     Ich brauchte definitiv keinen Kuchen. Sein Satz rundete den Geschmack des besten Cappuccinos meines Lebens perfekt ab. Genüsslich trank ich die letzten Schlucke, während er noch ein paar Dinge klärte, die so klangen, als hätte er dort, wo auch immer er später eigentlich hatte sein wollen, etwas zu sagen. Währenddessen ließ er mich keine Sekunde aus den Augen, als wäre ich etwas, worauf man um jeden Preis aufpassen wollte.
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