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TASCHENBUCH
 
Die Inselkommissare 2 - Langeooger Gier
Verfasser: Marc Freund (6)
Verlag: Klarant (702)
VÖ: 27. November 2020
Genre: Kriminalroman (7841)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 192 (Kindle-Version)
Themen: Gier (161), Inseln (1804), Leichen (2178), Ostfriesland (581), Schuhe (32)
Reihe: Die Inselkommissare (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die Aufregung auf der ostfriesischen Insel Langeoog ist groß, als eines Morgens der Strand voller angeschwemmter Schuhe ist. Dabei handelt es sich um nagelneue Ware, die einer der vorbeiziehenden Frachter mitten in der Nacht auf offener See verloren haben muss. Gierig fallen die Urlauber darüber her. Die Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss werfen einen belustigten Blick auf das Geschehen und ahnen noch nichts Böses. Aber das lässt nicht lange auf sich warten. Etwas weiter, an Langeoogs Ostende, wurde nämlich ein beschädigter Container angespült. Einige Insulaner beharren vehement auf ihr altes Seefahrer- und Friesenrecht, wonach jegliches angespülte Strandgut den Inselbewohnern gehört. Zunächst gelingt es Kolbe mit diplomatischem Geschick, eine Plünderung und Eskalation zu verhindern, doch schon am nächsten Morgen haben die Ermittler eine Leiche ...
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Marc Freund gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die Frau am Boden ist seine Mutter, und sie ist tot.
     Er weiß es vom ersten Augenblick an.
     Die Schminke unter ihren Augen ist zerlaufen. Und das ist vielleicht das Schlimmste. Die Gewissheit, dass sie mit ihrem letzten Atemzug geweint hat. Dass ihre Tränen noch von ihren Wangen rannen, als ihr Herz bereits aufgehört hat, zu schlagen. Noch immer kann Gerret die leicht glänzende, feuchte Spur erkennen, die sie auf dem Gesicht seiner Mutter hinterlassen haben.
     Er spürt den Schmerz in seiner linken Faust wie durch einen Schleier. Dumpf und drückend, aber im Augenblick nur eine Randerscheinung. Ein Ausdruck, ein Ventil seiner Qual.
     Seine Mutter sieht ihn an, als wolle sie ihn um Vergebung bitten. Da ist dieser flehende Ausdruck in ihren Augen. Erst später wird Gerret klar, dass dieses Flehen nicht ihm gegolten hat, sondern jemand anderem.
     Jetzt steht er einfach nur da. Er hat verstanden, was jetzt ist. Was morgen sein wird ... wer will ihm darauf eine Antwort geben?
     Er versucht, seinen Blick von den Augen seiner Mutter zu lösen. Etwas in ihm will nicht, dass diese Verbindung getrennt wird. Als es ihm schließlich doch gelingt, fühlt er beinahe so etwas wie eine Erleichterung. Er bemerkt zum ersten Mal das Kissen, das keinen halben Meter von der Toten entfernt liegt. Gerret ist zu klein, zu jung, um sich vorstellen zu können, was ein Kissen, das sonst immer auf der Couch im Wohnzimmer liegt, mit der grässlichen Szene in der Diele zu tun haben könnte. Dennoch registriert er, dass es da ist. Er bemerkt sogar die Schmutzflecke darauf.
     Am nächsten Tag wird es nicht mehr da sein. Es wird nie wieder auftauchen. Nur in seinen Erinnerungen, die ihn irgendwann, viele Jahre später, wieder heimsuchen werden. Da wird es präsent sein, und zwar mit all seiner schrecklichen Bedeutung, die zu erfassen ein Dreijähriger nicht in der Lage ist.

     Gerret blinzelt. Als er die Augen wieder öffnet und sein Blick von Tränen befreit ist, nimmt er das erste Mal die Gestalt wahr, die sich im Halbdunkel über seine Mutter beugt. Sie trägt einen Mantel und schmutzige Schuhe. Die Hosenbeine sind vom Saum aufwärts fast bis zu den Knien dunkler als der Rest. Fast ist Gerret, als könne er die salzige Nässe riechen.
     Er will wissen, was der Mann mit seiner Mutter tut. Vor allem will er wissen, wer es ist.
     Gerret streckt die Hand nach der Tür aus, um sie weiter aufzuziehen. Doch dann überkommt ihn die Angst, und er verharrt mitten in der Bewegung. Plötzlich ist ihm, als bekäme er keine Luft mehr. Als er langsam seine Faust zwischen seinen Zähnen löst, die feuerrote Abdrücke in seiner Haut hinterlassen haben, passiert es: Ein leiser, schluchzender Laut bricht sich aus seinem Innern Bahn und dringt über seine Lippen.
     Durch die Gestalt in der Diele fährt eine zuckende Bewegung. Der Kopf des Mannes ruckt herum. Das Gesicht zeigt in Gerrets Richtung. Aber es ist vollkommen blass und leer!

Gerret Kolbe schreckte aus dem Schlaf auf. Sein Herz raste in seiner Brust, sein Mund war weit geöffnet. Ob er geschrien hatte?
     Für die Dauer einiger Sekunden blieb er schwer atmend liegen, in Schweiß gebadet. Als er sich danach aufrappelte, spürte er, dass sein Pyjama wie eine zweite Haut an ihm klebte. Er blickte auf die Leuchtziffern seines Weckers.
     Kurz nach Mitternacht.
     Er hatte gerade mal eine Dreiviertelstunde geschlafen.
     Seine Kehle fühlte sich ausgetrocknet an. Kolbe stemmte sich hoch und schwang seine Beine aus dem Bett, ganz so wie in seinem Traum, den er jetzt schon zum dritten Mal durchlebte, immer exakt derselbe Ablauf. ...
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