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TASCHENBUCH
 
Die Inselkommissare 2 - Langeooger Gier
Verfasser: Marc Freund (6)
Verlag: Klarant (703)
VÖ: 27. November 2020
Genre: Kriminalroman (7853)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 192 (Kindle-Version)
Themen: Gier (161), Inseln (1805), Leichen (2183), Ostfriesland (581), Schuhe (32)
Reihe: Die Inselkommissare (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die Aufregung auf der ostfriesischen Insel Langeoog ist groß, als eines Morgens der Strand voller angeschwemmter Schuhe ist. Dabei handelt es sich um nagelneue Ware, die einer der vorbeiziehenden Frachter mitten in der Nacht auf offener See verloren haben muss. Gierig fallen die Urlauber darüber her. Die Inselkommissare Gerret Kolbe und Rieke Voss werfen einen belustigten Blick auf das Geschehen und ahnen noch nichts Böses. Aber das lässt nicht lange auf sich warten. Etwas weiter, an Langeoogs Ostende, wurde nämlich ein beschädigter Container angespült. Einige Insulaner beharren vehement auf ihr altes Seefahrer- und Friesenrecht, wonach jegliches angespülte Strandgut den Inselbewohnern gehört. Zunächst gelingt es Kolbe mit diplomatischem Geschick, eine Plünderung und Eskalation zu verhindern, doch schon am nächsten Morgen haben die Ermittler eine Leiche ...
Quelle: Klarant
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Rena Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Marc Freund gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kapitel 1


Etwas hat ihn geweckt.
     Er reißt abrupt die Augen auf, ist für einen Moment unfähig, sich zu rühren. Er liegt stocksteif da, der Länge nach ausgestreckt wie ein Brett. Sein Atem geht gleichmäßig über seine leicht geöffneten Lippen.
     Schatten hinter dem dunklen Fenster seines Zimmers. Sie wiegen sich sanft hin und her. Bisweilen kratzen sie wie lange Fingernägel über die Glasscheibe. Fordernd, lockend und unheimlich. Gerret weiß, dass es die ausgeblühten und halb vertrockneten Stockrosen sind, denen der Wind ein Eigenleben einhaucht. Aber diese Gewissheit macht es nicht besser und lindert nicht das Gefühl, das in seinem Magen kribbelt. Ein Zustand, nicht wie nach Brausepulver aus den kleinen Papiertüten, sondern wie etwas, das sich tief in seinem Innern, in seinem Zentrum, gebildet hat und sich nun langsam nach allen Seiten ausbreitet.
     Angst!
     Sie ist da, plötzlich, ganz konkret und real. So als müsse er nur seine rechte Hand ausstrecken, ein paar Zentimeter nur ins Dunkel des Zimmers hinein, um sie anzufassen. Sie beim Schopf zu packen.
     Es ist nicht die Angst vor der Dunkelheit. Nicht die vor den Stockrosen und den kratzenden Lauten, die sie erzeugten.
     Es ist die Angst vor dem Geräusch, das ihn geweckt hat.
     Ein dumpfer Laut, der schwer in ihm nachhallt. Obwohl es jetzt still im Haus ist, glaubt Gerret, dieses Geräusch noch immer zu hören. Immer wieder.
     Ein Gegenstand, der schwer auf dem harten Boden irgendwo im Haus aufschlägt.
     Er nimmt einen tiefen Atemzug und schlägt die Bettdecke zur Seite. Ein leiser, raschelnder Laut.
     Der Fußboden ist kalt. Seine Hausschuhe befinden sich irgendwo, jedoch nicht in der Nähe seines Betts.
     Auf kleinen Füßen tastet er sich voran, die Hände wie ein Schlafwandler ausgestreckt, um nicht im Dunkeln vom Weg abzukommen und gegen die hellblaue Kommode zu stoßen.
     Zielsicher finden seine Hände die Türklinke. Sie ist aus Gusseisen und hat einen klobigen Griff. Gerret drückt sie herunter. Ein leises Knacken ist zu hören, als die Tür aufspringt. Der Korridor liegt fast vollkommen im Dunkeln. Nur ein trüber Lichtschimmer fällt durch die Tür, die in die Diele führt.
     Er hält darauf zu, mit vorsichtigen Schritten, die kein Geräusch erzeugen.
     Gerret spürt ein paar Sandkörner unter seinen nackten Füßen, als er seinen Weg fortsetzt.
     Irgendwo in diesem großen Haus knarrt leise eine Tür. Schritte. Aus der Diele dringt ein raschelnder Laut an Gerrets Ohren.
     Ein paar Mal nur noch muss er einen Fuß vor den anderen setzen, dann erreicht er die Tür, durch deren Spalt das Dielenlicht einen hellen Keil auf den Boden zeichnet.
     »Wenn du durch ein Schlüsselloch blickst, wirst du mit dem leben müssen, was du dahinter zu sehen bekommst.«
     Ein Satz, den ihm Opa Gernot vor ein paar Tagen erst erzählt hat, als er auf Besuch hier war. Als alles noch in Ordnung zu sein schien. Obwohl es da schon irgendwo gebrodelt haben musste ...
     Vor Gerret befindet sich die leicht geöffnete Tür. Es ist nicht notwendig, durch das Schlüsselloch zu sehen. Doch der Anblick dahinter, die freie Sicht auf das, was sich in diesem Augenblick in der Diele zuträgt, wird ihn sein ganzes Leben nicht mehr loslassen.
     Sein Blick ist geradeaus gerichtet und fällt auf die Frau, die unmittelbar hinter der Eingangstür auf dem Boden liegt. Ihr Kopf ist zur Seite gedreht, das Gesicht eingerahmt von blonden Locken. Ihre Augen! Ihre Augen sind geöffnet. Weit geöffnet, aufgerissen. Sie starren Gerret an.
     Hinter der Tür ballt der Junge seine linke Hand zur Faust, führt sie zum Mund und beißt hinein. Kein Laut dringt über seine Lippen. Dabei ist ihm danach zumute. Etwas in ihm will aufbegehren, will seine ganze Verzweiflung in die Welt hinausschreien.
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